Kluge Zeilen

Beides

Es gibt ja beides.

Dass wir tief verschüttet sind, in uns und kaum einen Weg nach draußen finden. Wir finden nicht zum Licht und wir fühlen keinen Kontakt. Wir taumeln durch die endlosen Gänge der gleichen Gedanken und finden, wie aus einem Irrgarten, nicht mehr hinaus. Wir sind bei uns, aber ruhelos.
Das andere ist, dass wir nicht mehr zu uns heimfinden. Dass wir durch die Welt irren, von einem Lärm zum nächsten getrieben, taumelnd zwischen falschem Gelächter, aber wir lachen mit und verachten uns, weil wir unsere Würde verlieren. Wir langweilen uns durch die immer gleichen, belanglosen Gespräche.
Sind uns selbst fremd, sind heimatlos.

Es gäbe auch ein Drittes, aber dafür müssten wir, zu staunen verstehen …

02/20 PGF

Das Ende der Sommerzeit

Das Ende der Sommerzeit – wir nehmen es nur wahr, als funktionellen Begriff und streiten, ob die Stunde vor oder zurück soll, als Gefühl aufgefasst, ist der Gedanke viel tiefgreifender: als stürbe das Glück!
Das Ende der Sommerzeit heißt, der Winter beginnt und alles Leichte und alle Wärme ziehen sich zurück.
Ob es sich je wieder wendet, ob das Glück nun ewig verloren ist, weiß keiner.
Wenn die Sommerzeit endet.

12/19 PGF