Vertriebswege I

Was meine Aktivitäten, bezüglich Veröffentlichung, im Moment bremst, ist die ungeklärte Frage nach dem Vertriebsweg meiner Texte. Ich will eine saubere Qualität liefern, aber nicht dauerhaft mein eigener Investor sein. Wenn es dann noch so kommt, wie bei „Projekt Epilog“, dass ich viel investiere und an das falsche Lektorat komme, ist der Ärger doppelt groß.
Es hat sich über die Jahre einiges an Manuskripten angesammelt, dass eine Veröffentlichung wert wäre. Aber, wenn es zum letzten Schritt kommt (den ich bei der Aurumer-Reihe jeweils gegangen bin) merke ich, wie mir die Luft ausgeht und ich die ganzen Beschwerlichkeiten: Zeitdruck, Kostendruck, missgünstige Rezensenten, umfangreiche Erfahrung von Desinteresse, nicht haben will.
Dafür macht der Prozess davor, zu viel Spaß. So wie aktuell mit den Kurzgeschichten hier.

Aber die Frage stellt sich nicht durch die aktuellen Texte. Kurzgeschichten wären noch etwas, was sich fananzieren lässt, da ist eher das Problem, dass der Print umständlich ist. 100 Seiten benötigte ein Büchlein, um vernünftig gestaltet zu werden. Aber dann hat man schnell fünf beisammen.
Bei meinem aktuellen Projekt, geht es nicht um fünf Kurzgeschichten oder 100 Seiten, sondern zumindest um 1700 Seiten. Das mal nebenbei zu veröffentlichen ist undenkbar und ein Release in Episoden, wie hier, ist auf den ersten Blick eine nette Idee, aber ich zweifle, dass Leser solange einem Skript folgen.
Somit ist es bereits das zweite Skript, das droht an der Frage der Veröffentlichung zu scheitern.

Mir ist klar, dass man das entspannter sehen kann: aber entspannt veröffentlicht man nicht. Entspannt bleibt man auf dem Sofa sitzen und wundert sich nach einem Jahrzehnt, wie Hans Castorp, wohin die Zeit verflogen ist.

Nun, es gibt mittlerweile Portale, die ein Experiment wert sind. Morgen würde ich euch eines vorstellen. Es bietet mir vielleicht die Möglichkeit nach und nach Leser zu finden. Ich gehe geringes Risiko, veröffentliche Kurzgeschichten und, wenn die Leser finden, biete ich auf dieser Basis, größere Skripte einem Verlag an oder bündle Kurzgeschichten, zu einem ausreichend umfangreichen Print.

Wer Tipps fürs Dilemma hat, immer her damit. Es ist Donnerstag, der Tank ist leer … 😉

Schönen Abend
PGF

5 Kommentare

  1. Fachmännisch kann ich da überhaupt nicht mitreden, aber 1700 Seiten hätte ich spontan veröffentlicht gesehen über einen Verlag. Jedoch… Warum nicht auch in Portionen. Gewisse Seifenopern, mit denen ich deine Schreib-Produkte nicht vergleichen wollen würde, ziehen gerade weil es immer wieder eine Wendung und Fortsetzung gibt. Also wenn jemand die Story mag, bleibt er dran, egal wie lang. Meine Meinung.

    Hm, du sagst entspannt veröffentlicht man nicht. Mir scheint gerade dort eine gewisse Krux zu liegen, dass du zweifelst, so menschlich das auch ist. Und: Man wird nie irgend etwas machen können, das keinerlei Widerspruch oder Kritik erntet. Nicht allen kann das gleiche gefallen und das ist gut so. Aber dass du schreiben kannst und dass das was du schreibst wert ist gelesen zu werden, da bin ich persönlich von überzeugt.

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    1. Vielen, lieben Dank für diese beruhigend und ermunternde Rückmeldung.
      In diesem Punkt schwankt meine Stimmung zwischen übermütig und frustriert.
      In jedem Fall freue ich mich sehr, wenn du folgst 🙂

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