Grenzländer

Und so sind Künstler immer an die Grenzen gebaut, dorthin wo sich das Leben schnell verlieren kann, aber eben noch möglich ist. Sie stehen nicht in den kargen Einöden, die farb- und leblos im Staub versinken und nicht in Mitten fruchtbarer Vielfalt, niemals bedroht von Entbehrung.
Nein, sie ziehen manchmal mit den Karawanen in die Wüste und sammeln dort, was es an Hunger, an Durst, an Weh und Tränen zu sammeln gibt. Sie werden manchmal eingeladen, an vollen Tischen zu feiern, bei lauter Musik zu lachen und Lust und Glück, als zeitlos zu erleben, wenn man nur klug genug ist es zu versuchen.
Aber am Ende sitzen sie wieder im Schatten der Grenzsteine und kratzen mit dürren Stiften Zeichen in den Staub und pinseln mit trockenen Farben Bilder in die Luft und gehören niemals ganz zu einem Ort und seinen Menschen.

03/20 PGF

8 Kommentare

      1. Tatsächlich – hatte ich nicht auf dem Schirm, weil mich die nächste beschäftigt.
        Aber noch bin ich nicht dabei mir die Schuhe zu schnüren, um mich auf den Weg nach Norden zu machen …

        Gefällt 1 Person

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