Nach dem Ende

Nach dem Ende ist auch schön. Man wird innerlich still, auch ein wenig einsam, schiebt die Tastatur ein Stückchen von sich, wie man früher den Stift aus der Hand legte und dankt, wem immer man glaubt, danken zu können, dass man es geschafft hat, aus einer Sammlung abstrakter Zeichen, eine kleine Welt entstehen zu lassen.

Das geht vorüber. Irgendwann wird wieder das Ungenüge erwachen und der verzweifelte Kampf mit diesem Träumen, das erzählt sein will.
Daran darf man nicht denken. Wenn es still geworden ist und auch ein bisschen einsam, muss man denen danken die zugehört haben. Vielleicht reibt man sich verwundert die Augen, dass sie es taten.

Es ist dann Abend, die Vögel zwitschern, es riecht nach frischem Regen und hinter dichten Wolken, wandert ein zunehmender Mond, der in zwei, drei Tagen leuchtend am Himmel stehen wird. Er wird leuchten voll und vollendet – innerlich still vielleicht und ein wenig einsam, dann wird er weiterwandern und nach und nach wieder leer werden.

05/20 PGF

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