Was wird?

Es bleiben die Dinge im Unklaren. Wir spüren es alle. Wie bei substanzlosem Glück, welches auf Lügen beruht, die undurchsichtig bleiben, bis die Zeit sie entlarvt.
Wie dem begegnen? Wie den vielen Wahrheiten begegnen, die alle nur Lügen sind. Wie unterscheiden: wer liebt und wer lügt?
Schlicht ist die Antwort, schlicht und schwer: Es gibt keinen Schutz und keine Sicherheit. Wer nicht hofft, wer nicht das menschliche Herz verkennt, für den geht es nur noch um Wahrscheinlichkeiten.
Wenn … wird wahrscheinlich X: So folgert er und betrachtet die Liebe und die Ziele und die Welt.
Das Unklare ist nicht mehr länger ein Hindernis, das Unklare ist essenziell. Die Wahrheit eine sehr persönliche Angelegenheit, mit dem einen Reiz: dass sie vorwärts bringt, wenn man bereit ist, den Preis zu zahlen, falls man irrt.
Bleiben die Dinge nicht nur deshalb unklar, weil wir lieber zweifeln, als zahlen?

05/20 PGF

13 Kommentare

  1. Ach was… 😉
    Viele Wahrheiten, die alle nur Lügen sind?
    Ich glaube auch an individuelle Wahrheiten, die jederzeit überarbeitet werden können, wenn neues Wissen oder neue Erfahrung hinzukommt. Das Risiko zu irren gehört dazu, der jeweilige Preis auch. Aber wenn die Erkenntnis von Irrtum eintreten sollte, kann modifiziert werden.

    Unterscheiden, wer liebt und wer lügt?
    Mit dem Herzen? – so es denn offen ist…

    Es gibt keinen Schutz und keine Sicherheit, das ist so. Leben ist gefährlich. Man kann es trotzdem leben oder sich beständig zu schützen versuchen. Mit dem Risiko, am Ende zu bedauern, dass man es nicht gelebt hat.

    Ich glaube Unwissenheit, Unsicherheit und Zweifel gehören zum Leben. Wir wären vielleicht nicht hierher gekommen, wenn alles schon klar wäre, alles festgelegt, alles „sicher“. Zweifel eröffnen die Möglichkeit, nicht an EINER Wahrheit für alle Zeiten fest zu hängen, sondern sie als vorübergehend zu akzeptieren.

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      1. Ganz sicher ist sich nicht jeder dessen bewusst, was der Preis von bestimmtem Verhalten sein wird. Aber für mich ist es eine tiefe Weisheit, dass auf lange Sicht immer jeder ernten wird, was er gesät hat. Ob er bereit ist oder nicht. Ob es ihm bewusst ist oder nicht. Und nein, die Unterscheidung zwischen „zahlen“ oder „lieber zahlen lassen“ ist nur die Oberfläche. Wir alle werden den Preis gemeinsam zahlen für das, was wir gemeinsam erschaffen, immer und wenn es um Ressourcen wie saubere Luft zum Atmen und sauberes Wasser usw. geht, sind wir alle gleich. Auch wenn eine gewisse Schicht sich eine gewisse Zeit u.U. etwas erkaufen kann, was den anderen dann bereits fehlt. Diese Unterschiede sind nur vorübergehend.

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  2. Es wird immer deutlicher: Wir sind in einer Zeit des Umbruchs. Deshalb all die Unwissenheiten, Unsicherheiten und die Zweifel. Die Frage bleibt, was kommt. Wir können uns freuen, dabei zu sein, oder wir können es bedauern. Ich tendiere zu Ersterem.

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