Im Rahmen

… der Veröffentlichung, ist es an der Zeit, ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern. Ich finde es immer wieder spannend, zum Selbstverlegen zu animieren und hoffe, dass meine Beiträge, den ein oder anderen, zu der Erkenntnis bewegen: So schwer ist es nicht.
Starten würde ich, mit der Marketing-Abteilung, nicht, weil sie aus mir besteht, sondern, weil die wichtigen Helfer, an den Tagen vorgestellt werden sollen, an denen der Blog erfahrungsgemäß die meisten Besucher hat.

„Alphavirus“ war insofern besonders, weil ich zum ersten Mal emotionslos, wie ein Verleger kalkulierte und dem inneren Autor klare Limits gesetzt habe:
Das Skript darf nur so viele Zeichen umfassen, damit das Korrektorat finanzierbar bleibt.
Das Layout muss so gestaltet sein, dass am Ende 100 Seiten herauskommen, die den Leser aber nicht enttäuschen (keine Schrift in Größe 16).
Die Geschichte muss stringent sein, die Figuren plausibel.
Es muss neben dem Manuskript, noch ausreichend Budget für ein Coverbild, Werbung und Software übrig bleiben.

Das waren harte Regeln für mich. Weil ich mich für das Selbstverlegen entschieden habe, um „frei“ schreiben zu können. Figuren, Handlungen, Szenen, wie ein Zeitungsjournalist nach festgeschriebenen Wortzahlen zu gestalten, war mir anfangs zu wieder. Aber, es macht einen Unterschied, ob man sich das selbst auferlegt. Ich wollte mit meinen Mitteln auskommen, deshalb empfand ich, je länger ich an dem Skript schrieb, die Begrenzung eher als sportliche Herausforderung. Ich musste ja nie: Es gab keinen Druck, zu veröffentlichen. Ich konnte im Rahmen bleiben oder nicht. Das erzeugt ein anderes Gefühl als fremdbestimmt zu sein.

Am Ende bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Klar gibt es Passagen, die man anders gestalten kann. Das empfinde ich aber auch bei früheren Veröffentlichungen so. Der Idealist musste bei dieser Veröffentlichung viele Federn lassen, aber das schadet nicht. Je älter ich werde, umso mehr erlebe ich Idealismus, als eine Form von Unreife, die man durch Erkenntnis ablegt. Wenn man so will, hat mein innerer Verleger, meinen inneren Autor gedrängt, effektiver mit seinen Werkzeugen umzugehen, um ein ansprechendes, aber auch bezahlbares Werk zu erzeugen.

06/20 PGF

4 Kommentare

  1. Freut mich für dich, Peter, dass du einen zufriedenstellenden Mittelweg gefunden hast, das eine mit dem anderen unter einen Hut zu bekommen und zufrieden damit bist.

    Die Aussage über Idealismus mag ich im Moment nicht teilen, ich bin aber nicht sicher, ob etwas dran sein könnte. In gewisser Weise kann ich immer noch nicht anders, als Idealist zu sein.

    Liken

    Antworten

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.