Der Älteste / The eldest (11)

11.

Ich weiß nicht, wie Kho uns heimbrachte. Jedenfalls erinnerte ich mich, einen Tag später, kaum an die Rückkehr. Sobald Kholaya mich abgesetzt hatte, legte ich mich ins Bett und schlief bis zum nächsten Morgen. Als ich wach wurde, fühlte ich mich, wie nach einer Grippe, wenn man langsam merkt, dass es „wieder geht“.
Als hätten sie mir, mit dem Gebräu die Festplatte formatiert, dachte ich und ging in die Küche um mir Speck und Eier zu braten.
Während ich aß, trank ich ein Glas Milch, im festen Vertrauen, dass mich Proteine wieder auf die Beine bringen würden.
Aber das Essen machte mich nur müde und wo ich jetzt anfangen sollte, wegen der Trommel und dem Diebstahl, wusste ich auch nicht. Es war mir ein wenig, als solle ich eine sinnlose Ermittlung über Indianer-Mythologie anstellen, der ein bisschen Däniken und ein Hauch Rothaut-Romantik beigemischt waren. Aber, von den wenigen Dingen, die man mir zu Gute halten kann, ist meine Verlässlichkeit eine. Ich hatte Kho zugesagt, mich um die Sache zu kümmern, als tat ich das.
Ich nahm mein Laptop heraus und startete die Suchmaschine. Das was ich fand, lenkte mich auf esoterische Seiten über Schamanismus. Aber davon erklärte nichts, weshalb jemand eine alte Trommel, aus einem armseligen Haus, eines alten Indianers, für viel Geld kaufen wollen und dann stehlen sollte.
Da mittlerweile 12.00 Uhr vorüber war, holte ich mir ein Glas, mit einem ordentlichen Schluck Daniels darin, in dem zwei Eiswürfel, um die Wette schwammen.
Ich nippte den ersten Schluck und er schmeckte nicht. Also nicht gut!
Wenn mir der Whiskey nicht schmeckte, pflegte ich krank zu werden. Ich nahm noch einen Schluck und stellte irritiert fest, dass es anders war. Nichts Gustatorisches. Es war, als wäre ein Instinkt in mir erwacht, der mir sagt: Das ist ungesund, lass das. Mir war, als würde ich mich, nach dem Indianerritual, verunreinigen, wenn ich mich, bereits um diese Uhrzeit, in Richtung Verblödung soff. Ich fühlte mich verletzlich. Es war mir unangenehm, dass ich mich dabei richtig fühlte, indem ich mich schwach fühlte.
Ich pustete durch und schob das Glas zur Seite. Vielleicht musste das Eis noch etwas schmelzen.
Plötzlich fiel mir, auf dem Laptop-Bildschirm ein Buch auf, dass mir auf Basis meiner Cookie-Einstellungen, eingeblendet wurde. Es hieß „Indianische Mystik im Licht der modernen Quantenphysik“. Ich klickte drauf und wurde direkt auf die Seite geleitet, auf der das Buch erhältlich war.
Geschrieben war es von einem Inder, der sich historisch mit der europäischen Mathematik befasste, die erst Fortschritte machte, als sie die Null des indischen Rechensystems übernahm. Bei seinen Untersuchungen sei er auf einen ähnlichen Zusammenhang gestoßen, bezüglich dem frühen Wissen der Indianer und modernen Erkenntnissen der Quantenphysik.
Damit kann man arbeiten, dachte ich. Warf einen sehnsüchtigen Blick zu meinem Glas Whiskey, ließ es aber, um mir eine weitere Enttäuschung zu ersparen, wie von einer Frau, die einem zweifach abblitzen lässt.
Ich konzentrierte mich auf den Bildschirm und stellte mir drei Fragen: Wer hat Interesse an neuen Erkenntnissen der Quantenphysik? Wer ist affin zu indianischer Mythologie? Wer schreckt vor Diebstahl nicht zurück, um ans Ziel zu kommen? Daraus machte ich drei Suchbegriffe: Quantenphysik + Indianer + Neue Technologie. Als Ergebnis geliefert wurde mir: „Neuer Trend im Silicon-Valley – Microdosing“.
Das war nicht was ich suchte, denn es handelte sich, um einen Artikel, dass im Valley gerade groß in Mode war, niedrig dosiertes LSD regelhaft zu konsumieren, um die Hirnleistung zu pushen. Aber es brachte mich, zu einer möglichen Antwort, auf meine letzte Frage: Wer schreckt vor Diebstahl nicht zurück? Die Haie im Valley, im angefachten Konkurrenz-Kampf der besten und innovativsten Ideen.
Vielleicht war Skylers Besuch, aus dieser Richtung gekommen? Vielleicht lag das im Trend: Indianer und ein bisschen BlaBlaBla. Deshalb machte man sich auf die Suche, nach einem spannenden, indianischen Gegenstand, der nicht auf dem offiziellen Markt zu haben war, um die letzten Erkenntnisse zu ergründen. Und Skyler hatte „Nein“ gesagt.
Normalerweise war das der Moment, indem ich nach meinem Glas griff und es mit einem Zug leerte, mit einem feurigen Schlundbrand aus Vanille und Eichenfass, als Belohnung. Jetzt machte mir allein der Gedanke Ekel.
Ich hatte mich bestimmt erkältet.
War, dass schon was, was ich Kho liefern konnte? Würde sein Onkel, mir damit, weiterhelfen können? Vermutlich machte ich mich besser auf den Weg, um Kho zu treffen und ihn zu fragen.

08/20 PGF

11.

I don’t know how Kho got us home. Anyway, one day later I hardly remembered our return. As soon as Kholaya dropped me off, I went to bed and slept until the next morning. When I woke up, I felt like after a flu, when you slowly realize that it „works again“.
As if they had formatted my hard drive with the brew, I thought and went to the kitchen to fry bacon and eggs.
While I ate, I drank a glass of milk, trusting that protein would get me back on my feet.
But the food just made me tired and where to start now, because of the drum and the theft, I didn’t know either. It was a bit like making a pointless investigation into Indian mythology, with a bit of Däniken and a touch of Redskin romanticism mixed in. But, of the few things that can be held to my credit, my reliability is one. I had promised Kho to take care of the matter, as if I did.
I took out my laptop and started the search engine. What I found directed me to esoteric pages about shamanism. But none of this explained why someone would want to buy an old drum from a poor house, an old Indian, for a lot of money and then steal it.
As 12:00 o’clock had passed, I got myself a glass with a good sip of Daniels in it, in which two ice cubes were swimming around.
I sipped the first sip and it did not taste good. Really not good!
When I didn’t like whiskey, I used to get sick. I took another sip and realized irritated that it was different. Nothing gustatory. It was as if an instinct had awakened in me that told me: That’s unhealthy, don’t do that. It was as if, after the Indian ritual, I would contaminate myself by drinking myself into a state of stupefaction, even at this hour. I felt vulnerable. I was uncomfortable to feel right by feeling weak.
I blew through and pushed the glass aside. Maybe the ice still had to melt a little.
Suddenly I noticed a book on the laptop screen that was displayed based on my cookie settings. It was called „Indian mysticism in the light of modern quantum physics“. I clicked on it and was taken directly to the page where the book was available.
It was written by an Indian that explained European mathematics, had only made progress becouse it adopted the zero of the Indian System. In his investigations he had come across a similar connection, regarding the early knowledge of the Indians and modern knowledge of quantum physics.
I can work with that, I thought. Gave a longing look to my glass of whiskey, but, to spare me another disappointment, left it like a woman who rebuffed you twice.
I concentrated on the screen and asked myself three questions: Who is interested in new findings in quantum physics? Who has an affinity for Indian mythology? Who does not shy away from theft to get where they want to go? From this I made three search terms: quantum physics + Indian + new technology. The result was: „New trend in Silicon Valley – Microdosing“.
This was not what I was looking for, because it was an article about the fact that it was very fashionable in the Valley to consume low doses of LSD regularly to boost brain performance. But it did lead me to a possible answer to my last question: Who doesn’t shy away from theft? The sharks in the Valley, in the fanned competition of the best and most innovative ideas.
Perhaps Skyler’s visit had come from that direction? Maybe it was trendy: Indians and a little blah-blah-blah. So they went in search of an exciting Indian item that wasn’t available on the official market, to find out the latest findings. And Skyler had said „no“.
Usually that was the moment when I reached for my glass and emptied it in one go, with a fiery gulp of vanilla and oak barrel as a reward. Now the thought alone made me disgusted.
I had probably caught a cold.
Was that already something I could deliver to Kho? Would his uncle be able to help me with that? Probably I better went to meet Kho and ask him.

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (DeepL pro)
Note: Subsequent corrections in inverse front

08/20 PGF

4 Kommentare

      1. Haha, die Untertreibung des Jahrhunderts.
        Ich hätte einiges zu sagen gehabt, im Sinne von Synchronizitäten, wohin diese Story hier bestens passt, aber manches schwingt im Herzen und darf dort bleiben.
        Hör nicht auf so wunderbare Texte zu schreiben. Du bist mit der Seele voll am Puls der Zeit, will mir scheinen. Die, deren Herzen erreicht werden können, werden es aufnehmen. Auch dein eigenes, wie ich hoffe 😉

        Gute Nacht, Peter!

        Gefällt 3 Personen

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