Der Älteste / The eldest (12)

12.

Kho war nicht zu erreichen. Weder bei sich zuhause, noch über sein Smartphone, noch an seiner Arbeitsstelle.
„Hat sich wohl krankgemeldet“, meinte einer seiner Kollegen lakonisch.
Ich hinterließ ihm überall eine Nachricht und entschied mich, den Abend im „Brewski“ ausklingen zu lassen, in der Hoffnung er würde sich dort melden.
Aber er meldete sich nicht.
Ich aß im „Brew“ zu Abend und saß fast bis Mitternacht an der Bar, aber von Kholaya keine Spur.
Das war doppelt anstrengend für mich, weil ich mich, ohne Whiskey, an der Theke nackt und nutzlos fühlte.
Zum Glück war eine neue Kellnerin an der Bar. Eine hübsche Blondine, Lily, die meine Gewohnheiten nicht kannte. Deshalb brachte sie mir ein Bier nach dem nächsten und wunderte sich höchstens über die Menge die ich unterbrachte.
Als sich das Lokal langsam leerte und die Musik leiser wurde, meinte sie, während sie das nächste Bier vor mich stellte: „Ist das letzte. Wir machen gleich Feierabend.“
Ich hob die Augenbrauen.
„Ernsthaft? Wir haben nicht mal 1.00 Uhr.“
„Haben Sie Angst Ihre Frau ist noch wach, wenn Sie heimkommen?“
Okay, die war wirklich neu im Laden. Sie wusste weder, wer Stammkundschaft war, noch, wie man mit Gästen sprach.
„Lily – richtig?“
Sie nickte.
„Also Lily, wenn ich eine Frau hätte, würde mich, bei meiner Heimkehr, ein warmes Bad erwarten, in welches ich meinen erschöpften Körper hineingleiten lassen würde. Sie würde mir den Rücken schrubben und, wenn wir beide lustig wären, hätten wir Spaß miteinander. Düster, wie die Zeiten sind, erwartet mich niemand, weder in der Wohnung, noch im Bad, noch im Bett und das „Brewski“ ist, wie mein Zuhause. Wenn ich gehe, bin ich obdachlos. Außerdem warte ich auf einen Kumpel, den ich hier treffen wollte. So eine Friends-for-ever-Geschichte, wie es sie nur unter Männern gibt.“
Ihre hellgrünen Augen leuchteten mich an.
„Sehen Sie, da haben wir eine Sache gemeinsam: mir hat auch niemand ein Bad gemacht. Aber, wenn ich morgen früh, an der Uni den Vorlesungen folgen soll, muss ich heute Nacht Feierabend machen, sobald es für meinen Boss okay ist. Und der hat gesagt: Wenn du es schaffst Joe nach Hause zu schicken, hast du Feierabend.“
„So etwas sagt Doug?“ Gab ich mich überrascht.
„Ja, er wusste wohl, dass es schwer wird.“
„Sind nicht Semesterferien?“
„Ich belege Zusatzvorlesungen.“
„Okay, wir machen es so. Sie studieren an der Weber?“
Lily nickte.
„Wenn Sie was Vernünftiges studieren, also nicht so einen Mist, wie Business oder Ökonomie, dann trinke ich rasch zu Ende und lege mich in mein kaltes, einsames Bett. Also, welche Vorlesung steht an?“
„Ich studiere Strafrecht und Anthropologie. Parallel besuche ich Vorträge zu ethnischen Studien. Zum Beispiel morgen.“
„Wow!“
Ich nickte anerkennend.
„Solide Sache, würde ich sagen.“
Ich hob mein Glas zum Toast.
„Dann sind sie doch nicht ganz so rücksichtslos, wie Doug meinte.“
„Sagen Sie Doug, einen lieben Gruß, wenn er mich bei seinen Kellnerinnen schlecht macht, wechsele ich bald die Bar.“
„Ist okay, ich richte es ihm aus.“
Sie verschwand.
Kurz darauf sah ich, wie sie in Privatkleidung die Bar verließ. Sie sah nicht nach mir. Was mir nicht passte. Aber gefiel. Hübsches Mädchen, dachte ich, kluges Mädchen – und viel zu jung.
Als ich zuhause war checkte ich meine Mailbox, meine Mails und meinen Briefkasten: keine Nachricht von Kho.

08/20 PGF

12.

Kho could not be reached. Neither at his home, nor on his smartphone, nor at his workplace.
„Probably called in sick,“ one of his colleagues said laconically.
I left him a message everywhere and decided to end the evening at the „Brewski“, hoping he would get in touch with me there.
But he did not get in touch.
I had dinner at the Brew and sat at the bar almost until midnight, but there was no sign of Kholaya.
This was doubly exhausting for me, because without whiskey I felt naked and useless at the bar.
Luckily there was a new waitress at the bar. A pretty blonde, Lily, who did not know my habits. So she brought me one beer after the other and was at most surprised about the amount I put in.
As the place emptied slowly and the music became quieter, she said, as she put the next beer in front of me: „It’s the last one. We’re about to call it a day.“
I raised my eyebrows.
„Seriously? It’s not even 1:00.“
„Are you afraid your wife’s still awake when you get home?“
Okay, she was really new in the store. She didn’t know who the regulars were or how to talk to the customers.
„Lily, right?“
She nodded.
„So, Lily, if I had a wife, when I came home I would expect a warm bath, into which I would let my exhausted body slide. She would scrub my back and, if we were both funny, we would have fun together. Gloomy as the times are, nobody expects me, neither in the apartment, nor in the bathroom, nor in bed and that „Brewski“ is like my home. When I leave, I am homeless. Besides, I am waiting for a buddy I wanted to meet here. The kind of friends-for-ever story that only exists between men.“
Her bright green eyes lit up at me.
„You see, we have one thing in common: nobody made me a bath either. But, if I have to follow the lectures tomorrow morning at the university, I have to leave tonight as soon as it’s okay with my boss. And he said, „If you can get Joe to go home, you’re off duty.“
„That’s what Doug says?“ I was surprised.
„Yeah, I guess he knew it would be tough.“
„Isn’t it spring break?“
„I’m taking extra classes.“
„Okay, here’s what we’re gonna do. You study at Weber?
Lily nodded.
„If you are studying something sensible, not some crap like business or economics, then I will finish my drink quickly and lie down in my cold, lonely bed. So, what lecture is it?“
„Criminal Law and Anthropology. Parallel I attend lectures on ethnic studies. For example tomorrow.“
„Wow!
I nodded approvingly.
„Solid, I’d say.“
I raised my glass to toast.
„So you’re not quite as reckless as Doug said you were.“
„Tell Doug I love him. If he bad-mouths me, I’ll change the bar soon.“
„That’s okay. I’ll tell him.
She left. A few minutes later, I saw her leaving the bar in her private clothes. She wasn’t looking for me. which didn’t suit me. But I liked it. Pretty girl, I thought, smart girl – and way too young.
When I was at home I checked my voicemail, my mails and my mailbox: no message from Kho.

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (DeepL pro)
Note: Subsequent corrections in inverse front

08/20 PGF

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