Der Älteste / The eldest (16)

16.

Ich saß im Schatten von Skylers Veranda und sah den beiden Beamten der BIA zu, die seit einer halben Stunde vor Ort waren.
Kurz nach Lilys Anruf, waren sie von Fort Duchesne nach Neola gefahren, was eine Strecke unter 25 Minuten war. Vermutlich sorgte die Tatsache, dass der Schlamassel bereits beendet war dafür, dass sie schnell eintrafen.
Die Indianerbehörde besaß keinen guten Stand bei den Indianern, die unterstellten, dass eine Karriere nur möglich war, wenn man für die Interessen der Weißen arbeitete.
Mir schienen die beiden vor allem unerfahren – Lily hatte schneller die entscheidenden Faken gecheckt – und ich war sicher, dass sie nach kurzer Zeit den Vorschlag machen würden, das FBI einzuschalten.
Nachdem Lily mich von Kho´s Leiche weggezogen hatte, wartete ich wie betäubt auf das Eintreffen des BIA.
Lily tat das Beste, was sie tun konnte: sie schwieg und saß bei mir.
Wenn ich die Augen schloss, tauchte Kho´s Gesicht vor mir auf. Lächelnd, warmherzig, jemand der da war, wenn man ihn brauchte. Dann sah ich, dem gleichen Gesicht, in die leeren Augenhöhlen, unter denen der Mund, in einem letzten Schmerzschrei, erstarrt war.
Alles brannte: die Mittagshitze auf meiner Haut, der Zorn in meinem Kopf und die Lust nach einem doppelten Whiskey in meinen Eingeweiden.
Als das BIA eintraf, versuchten sich die Beamten zuerst mit einem Verhör. Sie unternahmen nur zaghaft den Versuch, uns als Tatverdächtige zu prüfen. Bemerkten aber schnell, dass es besser war, keine Zeit auf diesen Gedanken zu verschwenden und sich den ernsthaften Fakten zu zuwenden.
Lily brachte sie ins Haus und zu Kho´s Leiche und erklärte ihnen, was sie wusste. Sie verkaufte es den beiden, als sei es das, was auch ich wusste.
Nachdem sie beide Tatorte ausreichend inspiziert hatten, kamen sie zu uns an die Veranda.
„Sir?“
Ich sah auf und wusste, dass ich die Klappe halten musste. Es machte keinen Sinn, gar keinen Sinn, wenn ich meinen Zorn, an den beiden ausließ.
„Ja. Haben Sie etwas entdeckt?“
Der Jüngere der beiden schüttelte den Kopf.
„Nein, nichts was die Miss nicht bereits geschildert hätte. Sie kamen also her“.
„… um die beiden zu besuchen. Wie ich bereits sagte.“
„Und die Anrufe auf dem Smartphone?“
„Sind nicht ungewöhnlich. Ich treffe – ich traf Kholaya häufig.“
„Und Feinde?“
„Keine! Kho nicht. Über seinen Onkel kann ich nicht so viel sagen.“
Die beiden Beamten warfen sich einen hilflosen Blick zu.
„Es ist wahrscheinlich erforderlich, dass wir das FBI, um Hilfe ersuchen. Unsere Kriminaltechnik reicht nicht aus, um alles Spuren und Beweise zu sichern.“
Ich nickte und rieb mir den Schweiß von der Stirn.
„Tun Sie das. Wenn Sie uns nicht mehr brauchen?“
Die Männer sahen sich wieder unschlüssig an.
„Nein, ihre Personalien haben wir ja bereits. Sie wissen nicht, ob wir jemand informieren sollen?“
Ich verneinte.
Lily stand schneller, als ich hochkam.
„Dann sind wir soweit?“
Wir verließen die Veranda und gingen zu ihrem Fahrzeug.
„Und jetzt?“ Fragte sie.
Nachdem wir im Auto saßen, antwortete ich: „Jetzt ist es Zeit den Einzigen zu treffen, der mehr wissen könnte.“
„Und wo müssen wir dazu hin.“
„Ein Stück nach Norden. Zum Ice Cave Peak.“
Sie richtete das Navi darauf ein.

08/20 PGF

16.

I sat in the shade of Skyler’s porch and watched the two BIA officers who had been on site for half an hour.
Shortly after Lily called, they had driven from Fort Duchesne to Neola, which was less than 25 minutes. Presumably the fact that the mess was already over made sure they arrived quickly.
The Indian Authority did not have a good standing with the Indians, who insinuated that a career was only possible if you worked for white people’s interests.
To me, they seemed to be inexperienced – Lily had checked the crucial fakings faster – and I was sure that after a short time they would make the suggestion to call in the FBI.
After Lily pulled me away from Kho’s body, I waited for the BIA to arrive, numb.
Lily did the best she could do: she was silent and sat with me.
When I closed my eyes, Kho’s face appeared before me. Smiling, warm, someone who was there when you needed him. Then I looked, the same face, into the empty eye sockets, under which the mouth, in a final cry of pain, had frozen.
Everything was burning: the midday heat on my skin, the anger in my head and the desire for a double whiskey in my bowels.
When the BIA arrived, the officers first attempted an interrogation. They made only a timid attempt to test us as suspects. But soon realized that it was better not to waste time on this thought and to turn to the serious facts.
Lily brought them into the house and to Kho’s body and explained what she knew. She sold it to them as if it was what I also knew.
After they had sufficiently inspected both crime scenes, they came to our veranda.
„Sir?“
I looked up and knew I had to shut up. It didn’t make sense, no sense for me to take out my anger on them.
„Yes. Did you find anything?“
The younger of the two shook his head.
„No, nothing that Miss hadn’t already described. So you came here“.
„… to visit them. As I told you.“
„And the calls on the smartphone?“
„Are not unusual. I meet – I met Kholaya often.“
„And enemies?“
„None. Kho not. I can’t tell you much about his uncle.“
The two officers looked at each other helplessly.
„It’s probably necessary to call in the FBI for help. Our forensics aren’t sufficient to secure all the traces and evidence.“
I nodded and rubbed the sweat from my brow.
„Do that. When you no longer need us?“
The men looked at each other again indecisively.
„No, we already have their particulars. You don’t know if we should tell anyone?“
I said no.
Lily was standing faster than I came up.
„Then we are ready?“
We left the porch and walked to her vehicle.
„And now?“ She asked.
After we sat in the car, I replied, „Now is the time to meet the only one who might know more.“
„And where do we have to go to do that?“
„A bit to the north. To Ice Cave Peak.“
She set up the GPS on it.

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (DeepL pro)
Note: Subsequent corrections in inverse front

o8/20 PGF

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