Der Älteste / The eldest (30)

30.

„Schwebe wie ein Schmetterling, stich wie eine Biene“, hatte Muhammad Ali gesagt und Lily hatte mir eine Kostprobe davon verabreicht. Sie hatte mich, in den Ringseilen hängend, perfekt ausgependelt und mit drei schnellen Treffern an Leber, Schläfe und Kinn, dafür gesorgt, dass mir die Knie weich wurden.
Immerhin hatte ich Zeit mich zu erholen, bis wir den Parkplatz erreichten, von dem wir starten würden, um ihren Bekannten zu treffen.
Lily stieg wortlos aus und zeigte zu einem Schild.
„Da vorne geht es los. Ich hoffe, mit deinen Schuhen kommst du zu recht. Es geht ein ordentliches Stück aufwärts, auf unbefestigten Wegen.“
Sie lief los.
Natürlich hatte ich die Wahl, sie laufzulassen und auf die Informationen zu verzichten, die ich durch sie gewinnen konnte. Aber neben dem Whiskey habe ich eine furchtbare Schwäche: Ich bin neugierig. Wenn es mehrere Leben gibt, habe ich die meisten, als Katze verbracht.
Also folgte ich ihr.
Um den Wasserfall zu erreichen, mussten wir ein Privatgelände durchqueren, welches von einem Maschendrahtzaun umgrenzt war, aber mit einem offenen Tor einlud, den Weg zu den Wasserfällen zu nutzen, wenn man bereit war, Rücksicht auf die Natur zu zeigen.
Vielleicht fehlten mir Wanderstöcke oder tatsächlich bessere Schuhe, aber ich tat mir schwer Lily zu folgen, die den langsam, aber kontinuierlich ansteigenden Pfad vor mir herlief und keine Zeit auf die Sträucher und Bäume verschwendet, die seitlich des Weges wuchsen.
Wir überquerten eine kleine Holzbrücke ohne Geländer, die den Bachlauf überspannte, der sich aus dem Wasserfall speiste.
Das Wasser sprudelte munter unterhalb unserer Füße hinweg, über die glatten Steine und ich blieb kurz stehen, als wollte ich das genießen. Tatsächlich aber, weil ich kaum mehr Luft bekam und mir die Knie und der Rücken weh taten.
Lily drehte sich um.
„Was ist los, Joe?“
„Schön hier.“
„Schön oder bist du schon fertig, weil du keine 300 Höhenmeter auf kaum zwei Kilometer schaffst?“
Sie zielte auf mein Alter und traf.
„Ja, die Jugend, keinen Blick für die Schönheit der Welt“, konterte ich entspannt und fing an zu ihr aufzuschließen.
Nach etwa einer Stunde erreichten wir den Wasserfall. Ein Anblick der sich lohnte. Das Wasser fiel über mehrere Stufen in die Tiefe und sammelte sich dort kurz in einem kleinen Bassin ehe es weiter hangabwärts floss.
Der Fels, über den der Wasserfall sich ergoss zeigte die typischen Spuren und Verformungen der tektonischen Bewegung. Mehrere Schichten Gestein waren über die Jahrmillionen gepresst und anschließend gefaltet worden, ehe sich das Wasser seinen Weg über diese Stufen gesucht hatte.
Seitlich des Bassins lagen einige größere Felsen, auf denen man bequem sitzen und das Rauschen des Wassers genießen konnte.
Auf einem der Felsen, in der Nähe eines dürren Baumes entdeckte ich, einen Mann mittleren Alters mit einem Rucksack vor sich, in den er etwas zu packen schien. Er trug einen Hut, zum Schutz vor der Sonne und bequeme Kleidung, mit vielen Taschen, um die Umgebung gut ausgerüstet, zu erforschen.
Lily entdeckte ihn ebenfalls.
„Professor Milton?“ Rief sie.
Der Mann wandte sich uns zu und erhob sich lächelnd.
Wir gingen ihm entgegen.
„Hallo“, sagte er freundlich. „Sie müssen Lily und Joe sein. Nennen Sie mich ruhig Michael.“
Wir gaben einander die Hand.
„Sollen wir hier reden“, fragte er, „oder wollen Sie mir etwas zeigen?“
Ich sah zu dem herabprasselnden Wasser, das die Luft erfrischte.
„Nein, wir können gerne hierbleiben.“
„Wie ihr wollt.“
Er setzte sich wieder auf seinen Felsen und wir suchten uns Plätze in seiner Nähe.
„Mein Kollege meinte, ihr hättet Interesse an alten Indianermythen und den Pueblo Indianern.“
Ich wartete, ob Lily antworten wollte. Aber sie sah mich an, mit einem Blick der klar machte: So! Nimm, was ich für dich organisiert habe, danach sind wir durch miteinander.
Mit dem unguten Gefühl, wie bei einem Vortrag zu einem Thema, das keiner mag, fing ich meine Erklärung an.

09/20 PGF

30.

„Float like a butterfly, sting like a bee,“ Muhammad Ali had said, and Lily had given me a taste of it. She had me, hanging in the ring ropes, perfectly suspended and with three quick hits to the liver, temple and chin, she had made my knees soft.
At least I had time to recover until we reached the parking lot where we would start from to meet her friend.
Lily got out without a word and pointed to a sign.
„That’s where we start. I hope you’ll be okay with your shoes. It’s a good walk uphill on dirt roads.“
She started walking.
Of course I had the choice to let her run and to do without the information I could gain from her. But besides the whiskey I have a terrible weakness: I am curious. If there are several lives, I have spent most of them as a cat.
So I followed her.
To reach the waterfall, we had to cross a private property, which was surrounded by a wire mesh fence, but with an open gate invited to use the path to the waterfalls, if one was willing to show consideration for nature.
Maybe I was missing walking sticks or actually better shoes, but I had a hard time following Lily, who walked the slowly but continuously ascending path in front of me and didn’t waste any time on the bushes and trees growing to the side of the path.
We crossed a small wooden bridge without railings that spanned the stream that fed from the waterfall.
The water gushed merrily below our feet, over the smooth stones and I stopped for a moment as if I wanted to enjoy it. In fact, I stopped for a moment because I could hardly breathe and my knees and back hurt.
Lily turned around.
„What’s wrong, Joe?“
„Nice place.“
„Nice, or are you done already because you can’t get up 2,000 feet in two miles?“
She took aim at my age and she hit.
„Yes, youth, no eye for the beauty of the world,“ I countered relaxed and began to catch up with her.
After about an hour we reached the waterfall. A sight worth seeing. The water fell down several steps into the depths and collected there briefly in a small basin before flowing further down the slope.
The rock over which the waterfall poured showed the typical traces and deformations of the tectonic movement. Several layers of rock had been pressed over millions of years and then folded before the water made its way over these steps.
On the side of the basin were some larger rocks on which one could sit comfortably and enjoy the sound of the water.
On one of the rocks, near a scrawny tree, I discovered a middle-aged man with a backpack in front of him, in which he seemed to be packing something. He was wearing a hat to protect him from the sun and comfortable clothes, with many pockets to explore the surroundings well equipped.
Lily also discovered him.
„Professor Milton?“ She called out.
The man turned to us and stood up smiling.
We walked towards him.
„Hello,“ he said politely. „You must be Lily and Joe. You can call me Michael.“
We shook hands.
„Are we going to talk here,“ he asked, „or do you want to show me something?“
I looked down at the splashing water that refreshed the air.
„No, we can stay here if you like.“
„As you wish.“
He sat back down on his rock and we looked for places near him.
„My colleague said you might be interested in ancient Indian mythology and the Pueblo Indians.“
I waited to see if Lily would answer. But she looked at me with a look that made it clear: So! Take what I’ve arranged for you, then we’ll be through with each other.
I started my explanation with the uncomfortable feeling of a lecture on a topic that nobody likes.

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (DeepL pro)
Note: Subsequent corrections in inverse front

09/20 PGF

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