Der Älteste / The eldest (45)

45.

Das letzte Stück, bis Neola, legte ich als Anhalter zurück. Ein alter Mann nahm mich mit, der sich nicht dafür interessiert wer ich war und wohin ich wollte, sondern mich mit einem Kopfnicken einlud und, als wir im Zentrum von Neola ankamen, mit einem Kopfnicken verabschiedete.
Es war später Nachmittag, früher Abend, ich wusste es nicht ganz zu unterscheiden, wenn ich nach der Sonne sah. Gefühlt war der Tag schon weit fortgeschritten und lag in einem dämmernden Todesschlaf, während der Abend, wie eine Anderswelt bereits auf ihn wartete, aber ihn noch nicht in Empfang nehmen konnte.
Ich trabte in den Norden von Neola, wo ich meinte Velvets Haus zu finden. Ich hoffte, keiner der jungen Natives kam auf die Idee, eine Runde Marterpfahl mit mir zu spielen.
Das Licht schwand eilend hinter den Horizont und als ich mich der Hütte der Alten näherte sah ich, dass auf der Veranda drei Petroleumlampen ein warmes, gelbes Licht verbreiteten und an der Wand dahinter ein elektrischer Insektenvernichter zur Höchstleistung auflief und kleine blaue Blitz von sich gab, wenn das nächste Tier, im Unheil landete.
Ich sah ein Auto, in der Nähe des Hauses und ich sah, dass bei Velvet jemand saß. Jemand zierliches, vermutlich hübsches.
Dann sahen mich auch die beiden Ladys.
„Ah! Joe!“ Rief die Alte mir entgegen. „Du kommst spät. Hatte der Greyhound Verspätung?“
Ich versuchte, mir keine Blöße zu geben.
„Nein Mam, ich genieße solche kurzen Reisen. Man ist ja ständig in Hetze in unserer Zeit.“ Ich machte eine unmerkliche Pause. „Hi Lily!“
Es gelang mir tatsächlich so zu klingen, als wäre es das Selbstverständlichste, dass sie bei der alten Indianerin saß.
„Schön, dass Lily hier ist. Sie kam schon heute Mittag. Wir schwätzen schon ein Weilchen. Sie ist eine kluge Frau.“
Ich schwieg ein trotziges Nein.
„Aber erzähl doch, was dich zu mir führt. Lily meinte, du könntest meine Hilfe brauchen. Aber sie war nicht sicher. Habt ihr euch gestritten?“
„Nein Mam. Wir hatten uns nur nichts zu sagen.“
Ich stand mittlerweile auf der Veranda. Vor den beiden, die in einer Hollywood-Schaukel saßen, vor dem sich ein niederer Tisch befand.
„Tatsächlich habe ich etwas gefunden, was vielleicht eine Hilfe sein könnte. Wenn sie schon so lange hier ist, hat Lily erzählt, das Butterfly tot ist?“
Die Alte sah mich böse an, als hätte ich ihn getötet.
„Ja, das hat sie und es ist eine schlimme Nachricht. Auch, dass du seinen Mörder nicht gestellt und getötet hast.“
Ich holte Luft und schluckte mit aller Kraft: „Ich hatte mich um eine hysterische Tussi zu kümmern.“
„Richtig, dass war ein Fehler. Aber ich habe etwas anderes getan.“
Ich zog die Flöte aus meiner Jacke, die ich bei Kho gefunden hatte.
„Ich habe mich auf die Suche gemacht, nach etwas, dass die Trommel ersetzt.“
Die Augen der Alten funkelten.
„Du hast die Flöte gefunden? Wie?“
Ich genoss ihre Überraschung.
„Wie war das möglich?“
„Die Idee habe ich Lily zu verdanken. Sie meinte, es gibt niemand der sich sein Passwort nicht aufschreibt. In Skylers Fall war es sein Neffe, der ihm als Cacique nachfolgen sollte, welcher den zweiten Schlüssel besaß.“
„Und wie hast du ihn gefunden?“
„Hmm! Kho´s Vermieter war mir behilflich.“
Velvet nickte anerkennend.
„Gut Joe. Du überraschst mich immer wieder. Gehe ich richtig, in der Annahme, dass du nun, von mir wissen willst, was du mit der Flöte machen sollst?“
„Das war mein Gedanke.“
Sie sah nach mir und sah nach Lily.
„Es ist nötig, dass wir ein zweites Ritual vollziehen.“
„Mit wem? Skyler ist tot, Butterfly, Kho.“
„Ihr vollzieht es mit mir. Der Rauch der alten Frauen, wird euch den Weg weisen.“
Ich zog die Flöte zurück.
„Also Mam. Ich habe nicht ernsthaft Interesse.“
„Du hast keine Wahl, Joe. Und Lily wird uns helfen.“
Lily und ich sahen uns in die Augen. Ein kurzer, intensiver Blick: gleiche Seelen, in getrennten Körpern.
„Okay Mam. Ihr wisst besser was zu tun ist.“

09/20 PGF

45.

The last part, until Neola, I hitchhiked. An old man gave me a lift, not interested in who I was and where I was going, but invited me with a nod of his head and, when we arrived in the center of Neola, said goodbye with a nod of his head.
It was late afternoon, early evening, I didn’t quite know how to tell when I looked at the sun. Felt the day was already well advanced and lay in a twilight sleep of death, while the evening, like an otherworld, was already waiting for it but could not yet receive it.
I trotted to the north of Neola, where I thought I would find Velvet’s house. I hoped that none of the young Natives would have the idea to play a round of torture stake with me.
The light faded quickly behind the horizon and as I approached the old woman’s hut, I saw that on the veranda three kerosene lamps gave off a warm yellow light and on the wall behind it an electric insect killer ran at full power and emitted a small blue flash when the next animal landed in disaster.
I saw a car near the house and I saw that someone was sitting near Velvet. Someone petite, probably pretty.
Then the two ladies also saw me.
„Ah! Joe!“ The old lady called out to me. „You’re late. Was the Greyhound late?
I tried not to expose myself.
„No, ma’am, I enjoy these short trips. One is always in a hurry in our time.“ I took an imperceptible pause. „Hi, Lily!“
I actually managed to sound as if it was the most natural thing in the world for her to sit with that old Indian woman.
„Glad Lily’s here. She arrived this afternoon. We’ve been chatting for a while. She’s a smart woman.“
I was defiantly silent.
„But tell me what brings you here. „Lily said you could use my help. But she wasn’t sure. Did you two have a fight?“
„No, ma’am. We just had nothing to say to each other.“
Meanwhile, I was standing on the porch. In front of the two of them sitting in a Hollywood swing with a low table in front of it.
„As a matter of fact, I found something that might help. If she’s been here that long, did Lily tell you that Butterfly’s dead?“
The old lady gave me the evil eye, like I killed him.
„Yes, she did, and it’s bad news. It’s bad news that you didn’t catch his killer and kill him.“
I took a breath and swallowed with all my might: „I had to take care of a hysterical broad.“
„Right, that was a mistake. But I did something else.“
I took the flute out of my jacket I’d found at Kho’s.
„I went in search of something to replace the drum.“
The eyes of the old women sparkled.
„You found the flute? How did you find it?“
I enjoyed their surprise.
„How was that possible?“
„I have Lily to thank for the idea. She said there’s no one who doesn’t write their password down. In Skyler’s case, it was his nephew, who was to succeed him as cacique, who possessed the second key.“
„And how did you find him?“
„Hmm! Kho’s landlord helped me.“
Velvet nodded approvingly.
„Good, Joe. You never cease to amaze me. Am I doing the right thing, assuming that you now want to know what to do with the flute?“
„That was my thought.“
She looked at me and looked at Lily.
„It is necessary that we perform a second ritual.“
„With whom? Skyler is dead, Butterfly, Kho.“
„You will do it with me. The smoke of the old women will show you the way.“
I pulled back the flute.
„So Ma´am. I’m not seriously interested.“
„You have no choice, Joe. And Lily will help us.“
Lily and I looked each other in the eyes. A short, intense look: same souls, in separate bodies.
„Okay Ma´am. You better know what to do.“

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (DeepL pro)
Note: Subsequent corrections in inverse front

09/20 PGF

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