The Loneliness of the Long Distance Runner

Nun, es waren keine 42 Kilometer, aber 50 Kapitel, in denen ich mich, mit dem „Ältesten“, beschäftigt habe.
Dabei fiel mir immer wieder ein Lied ein, welches ich früher gerne gehört haben: „The Loneliness of the Long Distance Runner“. Die literarische Vorlage dazu habe ich nicht gelesen. Aber der Refrain schwingt nach.
Zu den Zahlen, komme ich ein anderes mal, heute geht es eher, um die Stimmung, beim „online“ schreiben einer nicht ganz kurzen Kurzgeschichte.

Im Wesentlichen ist es freie Wahl, seine Texte online zu veröffentlichen, deshalb gibt es nichts zu klagen. Aber je anstrengender der Vorgang, um so sensibler werde ich, wie ich feststellen durfte, bei der Reaktion. Ähnlich, wie der Marathonläufer der bei Kilometer 35 vermutlich ebenfalls jeden Sinnesreiz intensiver erlebt.
Am lästigsten waren – und das habe ich nie so direkt erlebt – die „Knöpfledrücker“ die allabendlich einmal kurz in der Kolone liken, unabhängig davon ob der Text einer Chronologie folgt oder nicht. Hier hätte ich oft gerne einen Beitrag geschrieben sich das Like zu schenken, wenn man kein Interesse am Text hat. Nur, da die nie lesen was geschrieben wurde, bekommen sie diese Botschaft natürlich auch nicht mit. Die muss man folglich ertragen, wie schlechte Witterung bei der Langstrecke.

Bei denen die mir Rückenwind während dem Schreiben gaben, kann ich mich nur bedanken. Man tastet sich unsicher, durch einen neu entstehenden Text und, wenn man spürt, dass diesem jemand mit Interesse folgt, erzeugt diese eine sehr schöne Motivation nicht aufzugeben. Nahe dran, war ich beim „Ältesten“ manchmal, aber ich wusste wo ich mit der Geschichte hin will, deshalb war für mich vieles folgerichtig. So folgerichtig, dass ich das Ende so gestaltet haben, damit eine Fortsetzung möglich ist.

Am Ende dieses Textes war ich tatsächlich erschöpft. Auch, weil das Leben ja auch nicht locker lässt … Ob ich hier nochmals einen solchen Marathon aufnehme, weiß ich noch nicht. Die Effizienz des Krafteinsatzes ist zu prüfen.

PGF

„Just never seem to end
As if you’re in a dream,
Not getting anywhere.
It seems so futile.“

Stephen Percy Harris / Iron Maiden

Well, it was not 42 kilometers, but 50 chapters in which I, the „oldest“, dealt with.
During this time I always remembered a song that I used to love to listen to: „The Loneliness of the Long Distance Runner“. I have not read the literary model for it. But the refrain resonates.
I’ll come to the numbers another time, today it’s more about the mood, about writing a short story online.

Essentially, it is a free choice to publish your texts online, so there is nothing to complain about. But the more strenuous the process, the more sensitive I become, as I was allowed to notice, in my reactions. Similar to the marathon runner who probably also experiences every sensory stimulus more intensively at kilometer 35.
The most annoying were – and I have never experienced this so directly – the „button-pushers“ that briefly left the colonnade every evening, regardless of whether the text follows a chronology or not. Here I often would have liked to write a contribution to give the like to oneself, if one has no interest in the text. But since they never read what was written, they don’t get this message. So you have to put up with them, like bad weather on a long distance trip.

I can only thank those who gave me a tail wind during the writing. You feel insecure, through a newly created text and, if you feel that someone is following it with interest, it creates a very nice motivation not to give up. Close, I was at the „oldest“ sometimes, but I knew where I wanted to go with the story, so for me many things were logical. So logical that I designed the ending so that a continuation is possible.

At the end of this text I was really exhausted. Also, because life doesn’t let up … I don’t know yet whether I’ll take up such a marathon again here. The efficiency of the use of force should be examined.

PGF

„Just never seem to end
As if you’re in a dream,
Not getting anywhere.
It seems so futile.“

Stephen Percy Harris / Iron Maiden

14 Kommentare

  1. Lieber Peter,

    deinen Frust über die Liker kann ich sehr gut nachvollziehen. Man kann die Möglichkeit auch ausschalten, wie du vielleicht weißt. Wer dann Interesse am Text hat, der muss was schreiben. Ich hab das bei einem meiner Blogs mal eine Zeitlang gemacht, nachdem mich das Gelike auch genervt hatte. Lieber hatte ich keine Reaktion als stumme Liker, weil sowas braucht man eigentlich nicht wirklich, vor allem wenn es immer dabei bleibt, anstatt was zu sagen.

    Sogar im Mitlesen und Kommentieren hat mich die große Anzahl Liker verwundert, die einfach nix sagen. Das kann ich nicht so wirklich nachvollziehen.

    Aber dass der Aufwand für ein Gratis-Angebot in dieser Form zu hinterfragen ist, finde ich folgerichtig und könnte es sehr gut verstehen, wenn du die Energie woanders hin stecken würdest, im Zweifel in dich selbst und deine Entspannung neben der Arbeit, wie immer die bei dir aussieht. Die Massagen von Mariell Kiebgis in Kressbronn kann ich jedenfalls allerwärmstens empfehlen. Etwas wunderbares! So berührt zu werden ist einzigartig.

    Liebe Grüße
    Marion

    Gefällt 3 Personen

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    1. Liebe Marion, danke für den Tipp, da kann ich fast hinlaufen 😉

      Das „Gratis“ stört mich nicht, es kommt ja immer etwas zurück. Aber der schöne Austausch wird vom lieblosen Geklicke gestört.
      Dabei meine ich nicht die stillen Liker!
      Kommentieren ist schön, aber ich nehme mir oft selbst nicht die Zeit zu kommentieren. Ärgerlich sind diese Like-Serien: 12 Likes für 12 Beiträge, wird selbst bei Bildern schwer …
      Nun sie werden es nicht lesen, aber liken.
      Dir schönen Abend, wir lesen uns 🙂

      Gefällt 3 Personen

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      1. Ah, ich hatte dich falsch verstanden! Jetzt glaub ich ist es angekommen.

        Na das ist eine feine Voraussetzung, wenn du da fast hinlaufen kannst.

        Übrigens, wenn du dir mal ein spezielles feines Essen gönnen möchtest, kann ich die Werft1919 in Kressbronn direkt am See empfehlen. Wir haben sagenhaft gegessen und auch ein Dessert genossen. Drei Brüder, die seit ca. einem Jahr da ihr Lokal ausbauen in diesen denkmalgeschützten Werkhallen. Ich empfand die Atmosphäre als jung, frisch, spritzig, dabei locker und super fein gekocht. Keine Riesen-Portionen, aber voller fein abgestimmtem Genuss.
        Kressbronn werd ich so schnell nicht vergessen 🙂

        Gefällt 2 Personen

    1. Lieber Matthias,
      da bist du nicht mal selektiv mit gemeint! Du hast mich definitiv schon unterstützt und deine Rückmeldung zeugen immer von deinem Interesse.
      Du hast ja eigene spannende Projekte.

      In meiner persönlichen Autoren-Diktatur würden zwar alle meine Bücher kaufen und lesen, ich hätte ein Abo auf den Nobelpreis und in den Schulen würden Schüler meine Texte liturgisch bearbeiten, aber was gibt es schon schlimmeres als Diktatoren 😉

      Grüße vom See und danke für deine Rückmeldung!
      Peter

      Liken

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  2. Ich bekenne mich schuldig, bin einer der stillen Liker, habe aber ALLES gelesen! Und gern gelesen! Zwei dreimal war ich ein bisschen im Stress, denn auch ich habe ja viele Trommeln um die Ohren – muss auch ständig jemanden suchen – wie sie in den diversen Tunnels verschwinden – beste Grüße ! Weiter so !

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    1. Lieber Clemens,
      Schuld ist ja so ein furchtbares Indoktrinierungswerkzeug des von mir nicht geschätzten Christentum. Da sollten wir uns gar nicht aufhalten 😉
      Ich hab´s ja geahnt, die Beiträge lesen fühlen sich angesprochen, aber du warst da kein bisschen gemeint.
      Rufen wir uns, durch den Trommelwirbel, immer mal was zu, dann ist schon gut.
      Schönen Einstieg ins WE
      Peter

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      1. Ich bleib dir als Leser gewogen, erhalten, und das sehr gern! Uns darf nur noch der Text aufhalten – zum Besten! Ich bin schon gespannt wie ein Regenschirm, was du noch aus dem Köcher holst. Schönes WE Dir auch!

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  3. Also, ich habe jede Folge mit Spannung erwartet und mich immr schon auf die nächste Folge gefreut. Es war ein Eintauchen (und wenn auch nur kurz) in eine fremde und altbekannte Welt zugleich; das Profane und das Außergewöhnliche reichten sich in einer schwingenden Balance die Hand. Es hat mir Spaß gemacht, das zu lesen und ich habe mich gefragt, wie Du das schafftst, jeden Tag ein Fortsetzung einzustellen. Als alte Freundin des Reisens auf Abwegen habe ich das Flair Deines Romans genossen. Die Menschen darin sind und bleiben mir in lebendiger Erinnerung 🙂

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    1. Liebe Cigale, herzlichen Dank für deinen Kommentar.
      Er freut mich mehrfach: auf die täglich Vorfreude habe ich gehofft und, dass das Wesen der Geschichte dich erreicht hat, ist das, was ich mir beim Schreiben wünsche 🙂
      Das halte ich mir, für die nächste Langstrecke im Gedächtnis 😉

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