In der Zwischenzeit / In the meantime

… habe ich mich ein wenig umgesehen, was es denn für Alternativen zu WordPress gibt und betrachte etwas ratlos die Ergebnisse.
Zum einen ist die Zwangsbeglückung mit dem neuen Editor nicht mehr aufgetreten. Aktuell kann ich über „Beiträge“ den Editor auswählen und, falls doch nicht mehr, habe ich, dank Arkis, eine Lösung.
Zum anderen sind gute Alternativen rar. Aus einer Summe von etwa 10 blieben am Ende Zweieinhalb:

Wix – Sorry aber da stösst mich der Name ab, dass ich gar nicht ernsthaft darüber nachdenken konnte.
Blogger.com – Damit verkaufe ich meine Seele endgültig an Google.
Ghost.org – Das macht einen echt guten Eindruck, wäre vermutlich auch Textaffin, aber: muss man auch bezahlen wollen …

Und, wenn man sich so durchliest, was wird am Ende immer empfohlen? WordPress.

Dementsprechend ist die Fragestellung eine andere:
Nicht: Ist WordPress die richtige Plattform zum Bloggen?
Sondern: Ist Bloggen für mich der richtige Weg zum Ziel?
Dazu müssen jetzt ein paar Nüsschen geknackt werden.

Themenliste: Zeit, Reichweite, Kosten, Freude.

Die Zeit zum Bloggen ist mir echt knapp geworden und mein Leben stellt sich zur Zeit nicht so da, als würde die Zeit wieder zunehmen. Für mich gehört zum Bloggen der Austausch und der geht verloren, wenn man nur noch Veröffentlicht.
Die Reichweite hängt damit unmittelbar zusammen, denn man muss seinen Blog pflegen, damit er wächst und wächst und wächst.
Dann lohnen sich auch die Kosten, die man bei WordPress investieren kann/muss.
Der letzte Punkt betrifft die Freude die man mit dem Veröffentlichen haben kann. Ich habe einen 2. Teil, 2. Fall – ist demnächst fertig – mit Joe, als Hauptfigur geschrieben und die Arbeit war eine ganze andere, als bei „Der Älteste“. Da war ich jeden Abend gespannt: liest noch jemand mit, passt der Cliffhanger, springt der Funke (scheinbar oder nicht) über. In die Stille und ins Ungewisse schreiben, ist da ganz anders; dafür fallen (Zeit-)Druck und Clicks ohne Substanz weg. Man taucht tiefer in den eigenen Kosmos ein.

Meinungen? Eigene Wahrnehmungen? Ich wäre begeistert 🙂

PGF

… I have looked around a little, what there is for alternatives to WordPress and look a little perplexed at the results.
On the one hand, the forced happiness with the new editor no longer occurred. Currently, I can select the editor via „posts“ and, if it does no longer, I have, thanks to Arkis, a solution.
On the other hand, good alternatives are rare. Out of a total of about 10, two and a half remained in the end:

Wix – Sorry but there repels me the name that I could not even seriously think about it.
Blogger.com – With this I finally sell my soul to Google.
Ghost.org – This makes a really good impression, would probably also be textaffin, but: you have to want to pay …

And, if you read through, what is always recommended in the end? WordPress.

Accordingly, the question is different:
Not: Is WordPress the right platform for blogging?
But: Is blogging the right way for me to reach my goal?
For this, a few nuts need to be cracked now.

List of topics: Time, reach, cost, joy.

I’m really running out of time for blogging and my life doesn’t look like it’s going to pick up again. For me, part of blogging is the exchange and that is lost if you only publish.
The range is directly related to this, because you have to maintain your blog so that it grows and grows and grows.
Then the costs that you can/must invest in WordPress are also worthwhile.
The last point is about the joy one can have with publishing. I have written a 2nd part, 2nd case – will be finished soon – with Joe, as the main character and the work was a whole different, than with „The Eldest“. There I was every evening anxious: is someone else reading along, does the cliffhanger fit, does the spark (apparently or not) jump over. Writing in silence and into the unknown is quite different; there’s no (time) pressure or clicks without substance. You dive deeper into your own cosmos.

Opinions? Own perceptions? I would be thrilled 🙂

PGF

19 Kommentare

    1. Lieber Arkis, da bin ich ganz bei dir, denn die Welt ist ja dadurch schön, dass es viele Farben gibt 🙂
      Dieses Jahr war wirklich zehrend und irgendwann ist es auch eine Frage der Gesundheit, wie streng man sich strukturiert, um alles Wichtige zu erfüllen.
      Vielleicht muss ich auch lernen in Epochen zu denken.
      Danke dir, in jedem Fall, für deinen Zuspruch.
      Einen schönen Abend vom See wünscht dir
      Peter

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  1. Lieber Peter,

    ich lese sehr gerne bei dir und würde dein Blog vermissen, aber das kann kein Kriterium sein. Wenn dein Blog nicht Zweck sein soll, sondern nur Mittel zum Zweck (Bücher publizieren), dann solltest du tatsächlich in Erwägung ziehen, die Zeit einzusparen.

    Ich bin gespannt, wie du dich orientierst und wie es weitergehen wird.

    Herzliche Grüße und schon mal die besten Wünsche zu den Weihnachtstagen,
    Gert

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  2. Ich hatte ja bereits geäußert, dass ich es sehr schade finden würde, wenn du gehst. Letztlich kannst du es nur für dich entscheiden.
    Bei Zeitknappheit kann man auch öfters mal pausieren und dann merkt man ja, wie einem das Bloggen fehlt oder nicht, aber es wäre nicht gleich so endgültig 🙈
    Das sind mal so meine Gedanken dazu.🙂
    Liebe Grüße Ariana

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    1. Liebe Ariana, die Pausen habe ich in diesem Jahr versucht und gemerkt, dass ich eine gewisse Kontinuität brauche und der Blog nicht von der Stelle kommt, wenn er mal bespielt ist und dann wieder verwaist.
      Fehlen wird/würde mir das Bloggen auf jeden Fall, deshalb mache ich mir überhaupt Gedanken dazu.
      Danke, dass du dir Gedanken gemacht hast, das sortiert meine 🙂

      Einen schönen Abend wünscht dir
      Peter

      Gefällt 2 Personen

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  3. Ich kann all Deine Worte gut nachvollziehen. Das Bloggen ist ein Balance-Akt zwischen der Zeit, die investiert werden muss, und dem Anspruch, anderes, vielleicht wichtigeres zu tun. Was ich als sehr wohltuend empfunden habe, als ich jetzt – nach längerer Zeit – wieder angefangen habe, ein paar Dinge ins Blog zu schreiben, ist, dass ich hier tatsächlich ein paar gute Bekannte wieder treffe, die mir auf seltsame Weise vertraut sind – fast wie Freunde. Du zählst eindeutig dazu, denn Du warst mein Mitblogger der ersten Stunde. Und manchmal ertappe ich mich dabei, zu überlegen, wie diese Freunde aussehen und wie sie leben. Dann wird es spannend.

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  4. Du würdest mir hier auch fehlen, aber Bauchgefühl klingt gut. Und ich finde es spannend, dass die Umstände mit der zehrenden Seite der Berufstätigkeit in diesem Jahr dazu geführt hat, dass du was anderes probiert hast, im Stillen schreiben. Mit allen Vor- und Nachteilen. Kann mir vorstellen, dass der Fluss auf diese Weise ein anderer ist. Vielleicht bist du auch mehr bei dir oder mehr du selbst beim Schreiben, wenn du nicht zwischendrin aufschaust, wie es ankommt.

    Ich wünsch dir, dass bald Entlastung spürbar wird und das Schreiben den Platz in deinem Leben haben kann, der für dich am meisten Freude macht.

    Liebe Grüße
    Marion

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  5. ach, man muss doch nicht kontinuierlich bloggen, lieber pe!
    ein blog bleibt, auch wenn man mal monate nichts postet.
    du weißt, dass ich dich vermissen würde, würdest du ganz aufhören. und ja, wp, für mich ist es jedenfalls bislang eine gute plattform, scheint ja auch eine der besseren optionen zu sein.
    liebe grüße! d.

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