Vom Blödsinn in der Sprache

Ich brauche mitunter etwas länger, um eine Position zu finden und so brauchte ich auch eine Zeit, um beim „Gendern“ meine Haltung zu entwickeln.
Abgesehen davon, dass mir das Thema schnell besetzt schien, von Menschen, die gerne ihr Ego putzen, empfand ich schon den Auftrag, nicht zu diskriminieren.
Und, wie bei allen Dingen, um die viel Wind gemacht, um von den wichtigen Themen abzulenken, ist, auch beim Gendern, die Lösung einfach: der Fall, der Kontext entscheidet.

Schwierig ist die Sache, genau genommen, nur dann, wenn man zu einer Gruppe spricht und beide Geschlechter einbeziehen möchte. Da sollte das (inn) nicht fehlen und ich nehme es, als Anstandsfrage nicht zu nörgeln, dass mein Geschlecht, meist zu letzt genannt wird – um das mal anzumerken, meine Damen und Herren …
Also gut. 1. Thema gelöst: Spricht mal viele an, sucht man nach einer Formulierung die geschlechterneutral ist und macht halt (inn) oder Sternchen oder macht es, wie aktuell Radiosprecher und hängt es mit einer Sprechpause nach, als hätte man vergessen was man sagen wollte. Wir bewegen uns hier eigentlich nur im formalen, öffentlichen Raum.

Beim 2. Thema: der erzählenden Sprache, gibt es doch gar kein Problem! Die Kommissarin löst den Fall oder der Kommissar, wenn er ein Schwengelchen hat. Natürlich ist es rückständig vom Kanzler zu sprechen, wenn es eine Kanzlerin ist. Ach Gott´erchen, das ist nicht mehr, als einen Hinweis wert.
Es geht nicht ums Gendern, sondern es geht darum, bedacht seine Worte zu wählen. Oder das eben nicht zu tun, weil Provokation exakt das Ziel ist. Also 2. Thema: gelöst. Der Kontext gibt vor, welche Form zu wählen ist.

Und ganz ehrlich: bei die Donner und der Wiese, steige ich aus.

Schönen Abend
PGF

PS: Es bleibt hier unpolitisch. Aber immerhin geht es um Sprache und den Umgang mit ihr.

15 Kommentare zu „Vom Blödsinn in der Sprache

  1. Meine persönliche Lösung in Artikeln ist es, entweder beide Formen zu wählen (also Besucherinnen und Besucher) oder abzuwechseln. Dann sind es die Autofahrerinnen und Fahrradfahrer. Ist zwar auch nicht optimal, weil auch inhaltlich nicht immer ganz korrekt, aber eine Methode, dem Sternchen auszuweichen – und trotzdem allen Lesenden klar zu machen, dass alle gemeint sind.

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      1. Ja, schön, also hat es geklappt mit dem etablieren. Ist ja nicht leicht, vom Schreiben zu leben!
        Wenn wir beim Lesen sind, hast du eigentlich den „Ältesten“ gelesen?
        Ich hätte bestimmt noch ein Exemplar 😉

        Gefällt 1 Person

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