Schade – eigentlich …

aber es ist erlaubt, bei Amazon, Bücher kommentarlos zu bewerten. Da kommt dann jemand vorbei und drückt, ohne viel Emotion, 1 bis 5 Sterne und der Käse, für viele Monate Arbeit, ist gegessen.
Seltsame Welt.
Ehe mir Taschentücher gereicht werden oder jemand die Geige packt, um wehmütig in die Saiten zu greifen: alles gut, ich stelle nur fest. Ein bisschen, nur ein bisschen, bleibe ich meinem ursprünglichen Auftrag gerecht, aus dem Leben eines Selbstverlegers zu berichten, von den Höhen und den Tiefen.

Weil ich neugierig bin (ich weiß ist der Katze tot) schaue ich regelmäßig bei amazon vorbei, um zu erfahren, wie es so, im Leservotum, um meine Bücher steht.
„Der Älteste“ hat heute eine neue Wertung erhalten, könnten 4-Sterne sein, der 3-Satz hat es mir nicht verraten, aber die „Heimkehr“ hat sich tatsächlich zwei 1 Sterne-Bewertungen eingefangen. Meine ersten. So genannte globale Wertungen, also „Zack! Da weißt wo du stehst, du Dilettant!“ Einmal aus der Hüfte geschossen.

Im Rahmen meines „ich konzentrier mich lieber, auf das Wesentliche: das Schreiben“, ist die Lösung dafür einfach: Ich sehe nicht mehr nach den Rezensionen. Das führt zwar zum Verzicht auf das Plus, aber auch zum Ersparen des Minus.
Sagen so und so, schon lange, eigentlich alle Autoren: „Lies keine Rezensionen! Nie! Unter keinen Umständen!“
Also gilt es, sich zu beschränken, auf persönliche Rückmeldungen, die man erhält oder man lässt sich auf das Schweigen der Welt ein.
Schade eigentlich, aber angenehmer so.

Schweigen kann ja auch aus einer schönen, vertrauten Stille bestehen, einem Zuhören, Abwarten, offen Sein. Die besten Geschichten habe ich immer erzählt, wenn ich sie dieser Stille erzählt habe. Der Stille eines guten, wohlwollenden Zuhörers/in.

Habt einen schönen Abend
PGF

6 Kommentare zu „Schade – eigentlich …

  1. Ich kann das gut nachempfinden. Ich habe bei Amazon mal 2 Verrisse aus rein persönlichen Gründen bekommen, von Leuten, die das Buch nicht mal gelesen hatten. Mit einem hatte ich eine politische Diskussion und dieser Verriss war sein letztes, ultimative Argument. Der andere hat mir persönlich übel genommen, dass ich an die Existenz eines Gottes glaube und hat mir auf diesem Wege heimgezahlt, dass sein missionarischer Eifer, mich vom Gegenteil zu überzeugen, nichts gefruchtet hat. Für Selfpublischer sind solche miesen Aktionen geeignet, monatelange Arbeit schlagartig abzuwerten. Bittere Erfahrung, die aber weder dich, noch mich davon abhält weiter zu schreiben. 👍

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    1. Danke dir 🙂 ja, die persönliche Note habe ich auch in Betracht gezogen, würde passen, aber na ja.
      Deine Verrisse hätte ich mir, mit der gleichen Begründung zu ziehen können 😉
      Danke fürs geteilte Leid, da wirds gleich milder.
      Schönen Abend
      Peter

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  2. Diese Bewertungsform auf Amazon wird schon länger (und zurecht) kritisiert. Natürlich sollte man nichts auf so einen lieblos hingeklatschten Stern geben, aber es ist ebenso natürlich sich darüber zu ärgern. Rezensionen lese ich übrigens immer, wenn ich sie in die Finger bekomme. Hat mir bisher nicht geschadet.

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    1. Danke für deinen Kommentar. Ein bisschen denke ich ja: „selber schuld, ich muss ja nicht veröffentlichen, wenn ich mir das nicht antun will!“ Andererseits kann ich mich, über das eine nicht freuen, ohne mich über das andere zu ärgern. Falls du mal ein Coaching anbietest, wie man schadlos durchkommt, ich bin hier 😉

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