Dinge die man zwischenzeitlich tut

Wenn man, dank fabulöser Unterstützung durch Blogger-Kolleg(inn)en einen erfreulichen Fortschritt, bei den Arbeiten am Cover erreicht hat, werkelt man, als Autor zwischen Krieg, Pandemie und Vollzeitberuf, an den Zwischenschritten, die zu „so einer“ Veröffentlichung gehören.

In meinem Fall ist das, das Korrektur gelesene Skript nachverfolgen und den Korrekturen zustimmen (das ist bei gutem Korrektorat, wie durch die geschätzte Esther, immer empfohlen) oder sie verwerfen (um im Fegefeuer des Zweifels zu landen) und sich die zahlreichen Kommentare zu Herzen nehmen, die weit mehr beinhalten, als ein Korrektorat leisten muss.

Wenn das getan ist, wird daraus eine erste Datei für das Ebook. Das ist leicht, weil auf Format und Schrift wenig zu achten ist, da jeder sich das, am E-Book-Reader, selbst einstellen kann.
Beim Hochladen der Datei, geht es noch um kleinere Aspekte, wie Inhaltsverzeichnis einbauen oder nicht bzw. die Fehlerprüfung von Kindle Publishing verwerfen, falls nicht begründet.

Dann geht es, schwupps die wupps weiter, mit dem Layout der Printversion. Ein wichtiger Schritt, weil hier Seitenränder, Schriftgröße, Schriftart, Umschlaggestaltung und mehr mitgedacht sein wollen. Das Leben erleichtert hierbei „Mit Word zum eigenen Buch“ von G.O. Thuhls.
Nun gilt es, diesen Buchblock, hochzuladen. Die Erfahrung lehrt, dass auf Grund der Tücken der Technik, immer (ich wiederhole das in einer Endlosschleife) ein nicht vorhergesehener Fehler auftritt. Man müsste Schrödingers Katze befragen, um das zu verhindern.
Wenn es gelingt, also der Upload – und das geschieht plötzlich, ohne, dass man etwas anders macht, als bei den 2736 Uploads vorher – hat man die Seitenzahl an Hand, durch die sich die Größe der Coverdoppelseite ergibt (mit Buchrücken), mit der man nun arbeiten kann.
KDP bietet eine Vorlage an, zum herunterladen. Man kann sich diese Seite aber auch mit einer DTP-Software selbst erstellen, wenn man versteht zwischen Inch und cm, wie ein wagemutiger Dompteur zwischen Löwen, hin und her zu wechseln.

Jetzt baut man endlich das Bild ein, welches man in einem spannungsgeladenen Prozess, über Wochen und Monate, dank der Blogger-Unterstützung, herausgefiltert hat.
Man begegnet unterhaltsamen Fragen wie Format, Spieglung, Anordnung, Farb-, Kontrast-, Helligkeitsanpassung und schönen Sätzen wie „die Auflösung ihres Bildes ist nicht ausreichend“ bzw. wenn man das ändert „Ihre Datei ist zu groß“.
Man schafft das zu überwinden, wenn man vorm PC sitzend kurz eine Raute macht.
Dann muss man die Vorlage nur noch in eine PDF-Datei umwandeln, um das selbst erstellte Cover hochzuladen bzw. in ein Bild umwandeln, um die Vorderseite, mit einer Bildbearbeitung auszuschneiden, die man dann, für das Ebook verwendet.
Denn das geschieht nicht automatisch.

An diesem Punkt hat man das Cover für Print und Ebook und ist glücklich, so wie jemand glücklich ist, dem man einen dicken Spreißel aus dem Zeigefinger gezogen hat. Es tut noch weh, aber es ist leichter.

Wenn man die Cover hochlädt, durchläuft man nochmals die Schleife oben siehe „2736“ (deshalb kursiv geschrieben). Aber, da es eh´ kein Zurück gibt, macht man weiter, bis die Server glühen.

Man macht dann noch ein paar fröhliche Dinge, wie Rechte-Management, Text zum Buch, Preise festlegen, die Veröffentlichung terminieren und übergibt damit das eigene Werk der Welt.
Die damit mehr oder weniger zimperlich umgeht, wenn sie es bemerkt.
Falls nicht, weiß man, dass man sich viel zu viele Gedanken gemacht hat, jemand könnte einem „die Idee“ klauen. Die Angst ist so begründet, wie die Angst, dass einem jemand an einem kilometerlangen Strand, einen Kiesel klaut. Das er bemerkt wird, wäre viel beglückender …

Aktuell bin ich bei „begründet“ (deshalb in Fettschrift) und freue mich sehr, auf die Aufgaben die noch vor mir liegen.
Denn die gehören zu den Dingen, die man zwischenzeitlich tut, bis die eine Geschichte ihren Weg hinaus und eine neue Geschichte ihren Weg hinein, in die Seele, gefunden hat.

Schönen Abend 🙂
PGF

4 Kommentare zu „Dinge die man zwischenzeitlich tut

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.