No satisfaction

Der Weltklimabericht lässt aufhorchen. Trotz Corona, trotz der Ukraine, rüttelt er nochmal und verweist auf eine weitere Krise.
Und erfüllt ein weiteres Mal, mit einem ermüdenden Gefühl von Ohnmacht.

Wir, damit meine ich das Volk, in der Breite gefasst: wir sollen alles. Die Auflagen einer Pandemie erfüllen, so sinnlos und widersprüchlich sie zunehmend wurden. Für den Frieden sein, aber zugleich auch für Waffenlieferungen. Und wir sollen konsumfreudig bleiben, damit die Wirtschaft in Gang bleibt (deshalb Niedrigzins, damit niemand auf die Idee kommt zu sparen und langfristig zu investieren – außer in Aktien, idealerweise ein Portfolio aus erneuerbarer Energien und innovativem Kriegsgerät) und uns zugleich einschränken, mit den beliebten Totschlag-Argumenten: Kein/weniger Fleisch essen und kein/weniger Auto fahren, bei zugleich maximaler Mobilität, in der Arbeitswelt und fehlendem öffentlichem Nahverkehr.

Da kann man schon irre werden, wenn man der Umkehr des Ordnungsgedankens folgt, der die Verantwortung an den Wähler, die Wählerin delegiert und nicht an die verantwortliche Ordnungsmacht.

Der Staat hat die Pflicht den Rahmen zu setzen, dafür wird er gewählt, dafür zieht er Steuern ein. Der Bürger hat die Aufgabe, den Rahmen auszufüllen, damit ein gedeihliches Gemeinwohl entsteht.

Ich sage bewusst der Staat, weil in einem demokratischen Verständnis, die Partei wurscht ist. Sie hat immer diese Aufgabe und weil die Erfahrung der letzten Jahrzehnte zeigt, dass der Staat dieser Aufgabe nie/nicht ausreichend nachkommt, muss man gar nicht philosophieren, ob es sich um ein parteiliches Versagen handelt.
Angela Merkel hat in allen Bereichen versagt. Scholz erbt von ihr verbrannter Erde. Sie trägt dafür keine Konsequenzen. Aber sie ist nur ein Beispiel, ein fast schon bedauernswertes, mit Raute und so …

Also „we can´t get no satisfaction“, weil wir nicht auflösbare Widersprüche erfüllen sollen. Es wäre vernünftig eine gute Verteidigungspolitik (im Namen liegt die Lösung) zu betreiben, mit einer ausgewogenen Wirtschaftspolitik, die sowohl Investition, als auch Sparen zu Alternativen macht und einer Umweltpolitik die reale Vorgaben macht, mit deren Unterstützung man, also wir, eine Klimawende (unter Erhalt des sozialen Friedens) herbeiführen kann.

Satisfaction – die ist nur noch möglich, wenn man, dem eigenen Gewissen und den eigenen Möglichkeiten verpflichtet, das was man tun kann, so gut wie möglich, tut. Der Rest ist Staatsversagen, ganz gleich welche Partei oder Koalition am Ruder ist.

„But i try, yes i try …“

PGF

3 Kommentare zu „No satisfaction

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