Gelegentliche Zeiten der Besinnung

Manchmal gibt es sie, während ich durch den Sumpf der Pandemie wate und die dunklen Wolken des Krieges, in der Welt, über mich hinwegziehen.
Während ich, manchmal mutlos, manchmal trotzig, das Tagewerk verrichte, welches mein Leben sichert und anderen die Genesung oder den Weg dorthin ermöglicht.
Während ich still warte, ob die Lust „davon“ zu erzählen zurückkommt oder ob es nicht schöner ist „alles“ zu verschweigen.

Eine Geschichte wird bald ihren Weg in die Welt suchen, eine andere wird vielleicht nie diesen beschwerlichen Weg wählen.

Der Himmel ist blau und der Frühling drängt, wo immer er kann, in die Welt, während die Milane hoch oben in der Luft schweben und ich innehalte, um sie zu beobachten …
einen kostbaren Augenblick der Besinnung, von denen es so wenige gibt –
dass man klug sein muss, worauf man sie verwendet: in beschwerlichen, unsicheren Zeiten, da die Rufe nach „deutlichen“ Konsequenzen überall lauter werden, als jene nach klugen Konsequenzen.

So viel gäbe es zu besprechen, so viel zu klagen, so viel, als Hoffnung in Aussicht zu stellen, so viel zu erzählen, um eine plaudrige Stunde Unterhaltung zu genießen, aber dafür ist der Weg durchs Dickicht noch zu lang.
Dafür müssen erst die Abende zurückkommen, die sich an lebendige, helle Tage schließen oder dunkle, aber erkenntnisreiche Stunden.

Bis dahin bleiben nur, gelegentliche Zeiten der Besinnung.

04/22 PGF

2 Kommentare zu „Gelegentliche Zeiten der Besinnung

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..