Hintertür

Wenn man veröffentlicht, lässt man, für die Zukunft, für immer, eine Hintertür, zum eigenen Innenleben offen, die man nie mehr ganz geschlossen bekommt. Dessen sollte man sich bewusst sein.

Die Gefahr „verwechselt zu werden“ mit den Figuren und Handlungen, ist ebenso groß, wie die Gefahr, über das Werk, ins ästhetische „Urteil“ zu geraten, für das was misslungen ist.

Veröffentlichen bedeutet, sich exponieren und das ist vermutlich, für keine Art von Künstler, so bedenklich, wie für, zur Introvertiertheit neigende, Schriftsteller und Schriftstellerinnen. Ich glaube, das ist der Grund weshalb viele und, nicht selten, begabte Schreibende, es lieber lassen.

Wer sich anders entscheidet, muss lernen zu dem zu stehen, was er ist und geschrieben hat und in manchem Moment, muss er trotzig, die Vordertür weit öffnen.

07/22 PGF

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