Dunkler Gedanke

Der Mensch ist stark, auf das Scheitern des anderen gestimmt. Es stimuliert seine Empathie. Wie sonst wäre der christliche Triumpf, des Mitleids über den antiken Pathos des Mitfeierns zu erklären.
Wenn es schlecht, um den anderen steht, kann man ihn bedauern, ohne Sorge, denn er ist dann, im Sinn des archaischen Überlebenskampfes, weniger bedrohlich. Er ist schwach.
Auf Erfolg reagiert der Mensch instinktiv, mit Abkühlung seiner Empathie, denn Stärke bedroht, Stärke ist bedenklich und wird besser in Zweifel gezogen, mit dem stillen Gift der Missgunst.
Die Mitfreude, ist ein Gefühl von Starken unter Starken, die erfolgreiche Sublimierung des Neiders in uns.
Das gewöhnliche Mitleid ist, in den meisten Fällen, Ausdruck und Berauschen, an der eigenen Empfindsamkeit und weniger Anteilnahme, am Befinden des anderen.

07/22 PGF

5 Kommentare zu „Dunkler Gedanke

    1. Danke liebe D.
      Ja, ein bisschen schwer, aber im Sinn der Selbstbewahrung hilfreich.

      Mal sehen, wie es mit dem hier schreiben so wird. Wenn ich deinen Kommentar lese, weiß ich warum ich gerne hier bin und immer wieder zurückkomme 🙂
      Aber die Zeichen stehen doch eher auf Umbruch, entweder hier, mit einer neuen Seite (das ist der Plan) oder auf einer anderen Plattform. Ich bin sehr angetan von „Ghost“, was die Idee betrifft, aber nicht von den Preisen und der starken englisch-Lastigkeit, auf „Medium“ schaue ich mich gerade um.
      Mal sehen …
      Habs gut liebe D
      P vom See

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