Action! Action! Action!

Wir nähern uns langsam dem Ende des Schweigens und Flüsterns, auf diesem Blog.
Ich möchte hier gar nicht von Ziellinie, großem Finale oder Ähnlichem sprechen, denn wir nähern uns eher einem kumulativen Prozess, als einem finalisierenden.
Aber der Reihe nach:
Im Verlauf dieser Woche, wird die 6. Joe-Geschichte zum Ende kommen, damit schließe ich diesen Geschichten-Zyklus ab, der ganz unverbindlich, als Reihenveröffentlichung angelegt ist. Dabei kommt eine Regel zum Einsatz, die in ihrer Schlichtheit und gleichzeitiger Tiefgründigkeit, dem Satz des Pythagoras ähnelt: No cash, no fun! Aber ich will hier mal nicht auf Pessimismus machen, vor allem nicht an einem Freitag: ein Zyklus wartet auf Veröffentlichung.
(Allerdings hat das noch etwas Zeit, zumindest mit Teil 6, denn den würde ich, im aktuellen Zustand noch nicht veröffentlichen und ich bin heilfroh, ihn nicht als Blog-Projekt gestartet zu haben. Der Plot ist komplex, sowohl in der Gestaltung, als auch in der Rhythmik und es kostet sicher mehr als eine Überarbeitung, ehe ich mir sagen kann: Darüber mag jetzt die Welt urteilen, wie sie will, es ficht mich nicht mehr an!)
Mit dem Abschluss des Skripts fällt, ich sage es offen, ungeplant, die Bekanntgabe des Titels von Teil 2 zusammen. Ich weiß nicht, wer den Ticker, am Rand schon entdeckt hat. Mal Hände heben – aha 1, 2, 3; ich muss das wohl in Neon machen … ihr könnt von jetzt an, den Countdown mitzählen.
Und ja: der Beitrag heißt „Action! Action! Action!“ Es ist damit nicht genug: Im Verlauf dieser Woche könnte es sein, dass ich eine kleine, mir zufällig vor die Füße gefallene Kurzgeschichte hier beginnen werde, die sich, wie eine Affäre, in eine Beziehung, in die Arbeit am 6. Teil gedrängt hat. Und, wie schon Freddy M. gesungen hat „to much love will kill you“ sind auch parallel eintreffende Ideen zu Geschichten, die sich in gar keiner Form irgendwie zusammenbinden lassen, damit daraus eine wird (das hätte jemand Frank Schätzing bei „Limit“ sagen sollen) eine an seelische Marter grenzende Erfahrung. Und nein, viel Inspiration ist nicht toll, weil ja Inspiration, klassisch klinisch betrachtet, Luft ist und somit auch zwei Luftnummern herauskommen können, statt zweier Nobelpreise.
Ich sags nur.
Damit ist die Action ausreichend angekündigt. Ich wünsche einen angenehmen Start in das Wochenende.

PGF

Unbemerkt

Du bist vom Schönen
in meinem Leben
(aber nichts das bleibt).
Ich lass dich vorüberziehen,
wie die Wolken zogen,
in jenen Sommertagen,
für die der Herbst liegt bereit.
Ich denke nicht nach
ich halte still inne -
wie viel, vor dir, verging?
Es bleibt nie viel,
nur einzelne Stunden,
an denen mein Herz (unbemerkt) hing.

09/21 PGF

So, wie es immer anfängt

Manche Autoren träumen, von einem magischen ersten Satz und, wenn der gefunden ist, glauben sie, wird sich daraus ein Manuskript entfalten, wie aus einem Stück Fleisch, einer Karotte und einer Handvoll Reis ein Gourmetgericht.
Tatsächlich reiht man selten entfesselt Satz an Satz und kann gar nicht mehr aufhören, bis der Epos zu Ende ist, sondern hat es eher so, wie es auch beim Kochen beginnt: Eine Idee und auf die folgt Kartoffeln schälen, Zwiebeln schneiden und die richtigen Kräuter finden.
Viele wundervolle Ideen kommen vielleicht nie aufs Papier, weil die Geduld des Küchenhelfers fehlt.
Umgekehrt gibt es natürlich auch die, die ein bisschen zu sehr an sich glauben oder alles angelesen haben, was es für den schnellen Erfolg, zu wissen gilt. Die landen dann als MaggiFix bei Thalia und erfreuen den schlichten Gaumen.
Aber Spaß macht das Kochen doch nur, wenn man Kühlschrank und Schränke inspiziert und plötzlich denkt: Ach daraus müsste sich doch – vielleicht mit einem Schuss Whiskey – etwas machen lassen. Und irgendwann knistert die Butter und ein Holzkochlöffel rührt im Risotto, während das Filet langsam rosa und gar wird und die geraspelten Karotten in Olivenöl und Zitrone darauf warten, mit etwas grünem Pfeffer abgeschmeckt zu werden.
Vielleicht klingelt jemand und setzt sich an den Tisch und hat Lust, sich ein wenig zu unterhalten, ohne zu ahnen, dass das was vor ihm liegt, am Anfang nicht mehr, als eine Karotte, etwas Reis und ein Stück Fleisch waren.

09/21 PGF

Malen nach Zahlen

Ich glaube, die Analogie, habe ich schon mal verwendet, aber da sie passt, nehme ich sie einfach nochmal.

Der 6. Teil konsolidiert sich. Es stehen jetzt alle Kapitel und es geht nur noch darum, sie zu verbinden und auszumalen.
Wenn das Muster steht, finde ich, ist der schwerste Teil geschafft. Dann beginnt das Handwerk und die Willkür, mit der einem die Musen quälen, schwindet.
Solange man noch auf weißem Blatt Punkte ziellos setzt und sich fragt, was für eine Figur, Form oder Szenerie, sie am Schluss ergeben sollen, kann das ganzen Blatt noch zerknüllt im Mülleimer landen. Aber sobald man, ähnlich, wie bei einem Sternbild, zwischen den Punkten, eine Struktur, einen Sinn erkennt, kann man eigentlich die Tastatur bei Seite schieben, den Stift hinters Ohr klemmen oder an der Schreibmaschine den Blatt-Freispanner betätigen: ab diesem Moment ist man in den Medaillienrängen und ob Gold oder Bronze entscheiden andere. Selbst Blech scheint keine Bedrohung mehr, weil ja aus, Buchstaben eine verstehbare, fühlbare, sichtbare Geschichte zu schaffen immer á la bonne heure ist. Zumindest sollten wir Schreibenden uns dessen gegenseitig versichern, da die Nörgler – ist auch egal …

Ich wünsche euch ein sonniges Wochenende. 🙂

PGF

Vom Blödsinn in der Sprache

Ich brauche mitunter etwas länger, um eine Position zu finden und so brauchte ich auch eine Zeit, um beim „Gendern“ meine Haltung zu entwickeln.
Abgesehen davon, dass mir das Thema schnell besetzt schien, von Menschen, die gerne ihr Ego putzen, empfand ich schon den Auftrag, nicht zu diskriminieren.
Und, wie bei allen Dingen, um die viel Wind gemacht, um von den wichtigen Themen abzulenken, ist, auch beim Gendern, die Lösung einfach: der Fall, der Kontext entscheidet.

Schwierig ist die Sache, genau genommen, nur dann, wenn man zu einer Gruppe spricht und beide Geschlechter einbeziehen möchte. Da sollte das (inn) nicht fehlen und ich nehme es, als Anstandsfrage nicht zu nörgeln, dass mein Geschlecht, meist zu letzt genannt wird – um das mal anzumerken, meine Damen und Herren …
Also gut. 1. Thema gelöst: Spricht mal viele an, sucht man nach einer Formulierung die geschlechterneutral ist und macht halt (inn) oder Sternchen oder macht es, wie aktuell Radiosprecher und hängt es mit einer Sprechpause nach, als hätte man vergessen was man sagen wollte. Wir bewegen uns hier eigentlich nur im formalen, öffentlichen Raum.

Beim 2. Thema: der erzählenden Sprache, gibt es doch gar kein Problem! Die Kommissarin löst den Fall oder der Kommissar, wenn er ein Schwengelchen hat. Natürlich ist es rückständig vom Kanzler zu sprechen, wenn es eine Kanzlerin ist. Ach Gott´erchen, das ist nicht mehr, als einen Hinweis wert.
Es geht nicht ums Gendern, sondern es geht darum, bedacht seine Worte zu wählen. Oder das eben nicht zu tun, weil Provokation exakt das Ziel ist. Also 2. Thema: gelöst. Der Kontext gibt vor, welche Form zu wählen ist.

Und ganz ehrlich: bei die Donner und der Wiese, steige ich aus.

Schönen Abend
PGF

PS: Es bleibt hier unpolitisch. Aber immerhin geht es um Sprache und den Umgang mit ihr.

Dach und Fach

Nur, als kurze Blitz- und Zwischenmeldung: Erfreulicherweise hat meine Korrektorin, der beiden letzten Veröffentlichungen, Zeit und Kapazität, für Teil 2.

Damit ist:

Check: Stehendes Skript
Check: Cover-Vorlage
Check: Verlässliches Korrektorat

erfolgt 🙂

Kommt gut durch die Woche.
Läuft hier.

Peter