Gelegentliche Zeiten der Besinnung

Manchmal gibt es sie, während ich durch den Sumpf der Pandemie wate und die dunklen Wolken des Krieges, in der Welt, über mich hinwegziehen.
Während ich, manchmal mutlos, manchmal trotzig, das Tagewerk verrichte, welches mein Leben sichert und anderen die Genesung oder den Weg dorthin ermöglicht.
Während ich still warte, ob die Lust „davon“ zu erzählen zurückkommt oder ob es nicht schöner ist „alles“ zu verschweigen.

Eine Geschichte wird bald ihren Weg in die Welt suchen, eine andere wird vielleicht nie diesen beschwerlichen Weg wählen.

Der Himmel ist blau und der Frühling drängt, wo immer er kann, in die Welt, während die Milane hoch oben in der Luft schweben und ich innehalte, um sie zu beobachten …
einen kostbaren Augenblick der Besinnung, von denen es so wenige gibt –
dass man klug sein muss, worauf man sie verwendet: in beschwerlichen, unsicheren Zeiten, da die Rufe nach „deutlichen“ Konsequenzen überall lauter werden, als jene nach klugen Konsequenzen.

So viel gäbe es zu besprechen, so viel zu klagen, so viel, als Hoffnung in Aussicht zu stellen, so viel zu erzählen, um eine plaudrige Stunde Unterhaltung zu genießen, aber dafür ist der Weg durchs Dickicht noch zu lang.
Dafür müssen erst die Abende zurückkommen, die sich an lebendige, helle Tage schließen oder dunkle, aber erkenntnisreiche Stunden.

Bis dahin bleiben nur, gelegentliche Zeiten der Besinnung.

04/22 PGF

Zeitplan

Ich bin im Zeitplan. Skript abgeschlossen (also Layout „Gestra“) Ebook und Print und auch mit dem Cover bin ich so weit, für beide Versionen. Probedrucke sind angefordert.
Läuft, würde ich sagen 🙂

Das Cover-Design? Grundsätzlich bin ich dem demokratischen Rat gefolgt, was die Vorderseite des Prints angeht (und damit dem, was für das Ebook hinterlegt werden muss).
Aber für den Print, also die Rückseite, habe ich mir eine kleine Variation erlaubt.

Welche?
Ihr werdet es sehen, Mittwoch oder Donnerstag 🙂

Bei der Gelegenheit: Hätte jemand Lust, auf ein Vorab-Leseexemplar? Das hätte zwar den dicken Schriftzug „Probecover“ auf der Vorderseite, aber so gibt es die Chance auf Feedback, vor der endgültigen Veröffentlichung.
Maximal 4 gibt es zu vergeben.

Falls ja, bitte hier anmelden:

Schönen Sonntag

PGF

No satisfaction

Der Weltklimabericht lässt aufhorchen. Trotz Corona, trotz der Ukraine, rüttelt er nochmal und verweist auf eine weitere Krise.
Und erfüllt ein weiteres Mal, mit einem ermüdenden Gefühl von Ohnmacht.

Wir, damit meine ich das Volk, in der Breite gefasst: wir sollen alles. Die Auflagen einer Pandemie erfüllen, so sinnlos und widersprüchlich sie zunehmend wurden. Für den Frieden sein, aber zugleich auch für Waffenlieferungen. Und wir sollen konsumfreudig bleiben, damit die Wirtschaft in Gang bleibt (deshalb Niedrigzins, damit niemand auf die Idee kommt zu sparen und langfristig zu investieren – außer in Aktien, idealerweise ein Portfolio aus erneuerbarer Energien und innovativem Kriegsgerät) und uns zugleich einschränken, mit den beliebten Totschlag-Argumenten: Kein/weniger Fleisch essen und kein/weniger Auto fahren, bei zugleich maximaler Mobilität, in der Arbeitswelt und fehlendem öffentlichem Nahverkehr.

Da kann man schon irre werden, wenn man der Umkehr des Ordnungsgedankens folgt, der die Verantwortung an den Wähler, die Wählerin delegiert und nicht an die verantwortliche Ordnungsmacht.

Der Staat hat die Pflicht den Rahmen zu setzen, dafür wird er gewählt, dafür zieht er Steuern ein. Der Bürger hat die Aufgabe, den Rahmen auszufüllen, damit ein gedeihliches Gemeinwohl entsteht.

Ich sage bewusst der Staat, weil in einem demokratischen Verständnis, die Partei wurscht ist. Sie hat immer diese Aufgabe und weil die Erfahrung der letzten Jahrzehnte zeigt, dass der Staat dieser Aufgabe nie/nicht ausreichend nachkommt, muss man gar nicht philosophieren, ob es sich um ein parteiliches Versagen handelt.
Angela Merkel hat in allen Bereichen versagt. Scholz erbt von ihr verbrannter Erde. Sie trägt dafür keine Konsequenzen. Aber sie ist nur ein Beispiel, ein fast schon bedauernswertes, mit Raute und so …

Also „we can´t get no satisfaction“, weil wir nicht auflösbare Widersprüche erfüllen sollen. Es wäre vernünftig eine gute Verteidigungspolitik (im Namen liegt die Lösung) zu betreiben, mit einer ausgewogenen Wirtschaftspolitik, die sowohl Investition, als auch Sparen zu Alternativen macht und einer Umweltpolitik die reale Vorgaben macht, mit deren Unterstützung man, also wir, eine Klimawende (unter Erhalt des sozialen Friedens) herbeiführen kann.

Satisfaction – die ist nur noch möglich, wenn man, dem eigenen Gewissen und den eigenen Möglichkeiten verpflichtet, das was man tun kann, so gut wie möglich, tut. Der Rest ist Staatsversagen, ganz gleich welche Partei oder Koalition am Ruder ist.

„But i try, yes i try …“

PGF

Die Scheu

„Ich schreibe nur für mich selbst!“ sagt man leichthin, ein wenig stolz und ein wenig unbeholfen.

Die sind selten, die das wirklich tun.
Mit dem Bloggen und Social Media, ist die Zeit ohnehin passé, in der man heimlich sein Innerstes pflegt.
Aber für Schreibende war es lange eine Überwindung, zu zeigen, was sie (ver-)dichten.

Mancher meint, wenn er sagt, ich schreibe nur für mich:
Ich schreibe nicht für Geld oder Erfolg.
Oder man schreibt für die Psychohygiene.
Dann schreibt man wohl tatsächlich für sich, auch, wenn es andere lesen (dürfen).

Dabei ist es keine Schande, für „andere“ zu schreiben.
Oft hemmt ja nur die Angst, dass man „entdeckt“ werden könnte, dass man nackt da stehen könnte, wenn man zeigt, was man schreibt.

Sehr oft sind, die ersten Texte, stark von der eignen Persönlichkeit geprägt.
Es dauert, bis allgemeingültiger ist, was man schreibt.
Es dauert noch länger, bis man, nicht oder nur noch als Hauch, darin vorkommt.

Die Scheu verlieren, kann man eigentlich nur, wenn man weiß, weshalb man schreibt: um zu beeindrucken, um zu mahnen, um zu unterhalten, um zu erhalten, aus Sehnsucht, aus Hoffnung, aus Liebe –

letzteres ist vielleicht sogar, dass alle Schreibenden Verbindende: die Scheu, zumindest anfänglich, für andere zu schreiben, wie es die Scheu des Verliebten gibt, zu zeigen, was er oder sie wirklich fühlt …

04/11 PGF

Dinge die man zwischenzeitlich tut

Wenn man, dank fabulöser Unterstützung durch Blogger-Kolleg(inn)en einen erfreulichen Fortschritt, bei den Arbeiten am Cover erreicht hat, werkelt man, als Autor zwischen Krieg, Pandemie und Vollzeitberuf, an den Zwischenschritten, die zu „so einer“ Veröffentlichung gehören.

In meinem Fall ist das, das Korrektur gelesene Skript nachverfolgen und den Korrekturen zustimmen (das ist bei gutem Korrektorat, wie durch die geschätzte Esther, immer empfohlen) oder sie verwerfen (um im Fegefeuer des Zweifels zu landen) und sich die zahlreichen Kommentare zu Herzen nehmen, die weit mehr beinhalten, als ein Korrektorat leisten muss.

Wenn das getan ist, wird daraus eine erste Datei für das Ebook. Das ist leicht, weil auf Format und Schrift wenig zu achten ist, da jeder sich das, am E-Book-Reader, selbst einstellen kann.
Beim Hochladen der Datei, geht es noch um kleinere Aspekte, wie Inhaltsverzeichnis einbauen oder nicht bzw. die Fehlerprüfung von Kindle Publishing verwerfen, falls nicht begründet.

Dann geht es, schwupps die wupps weiter, mit dem Layout der Printversion. Ein wichtiger Schritt, weil hier Seitenränder, Schriftgröße, Schriftart, Umschlaggestaltung und mehr mitgedacht sein wollen. Das Leben erleichtert hierbei „Mit Word zum eigenen Buch“ von G.O. Thuhls.
Nun gilt es, diesen Buchblock, hochzuladen. Die Erfahrung lehrt, dass auf Grund der Tücken der Technik, immer (ich wiederhole das in einer Endlosschleife) ein nicht vorhergesehener Fehler auftritt. Man müsste Schrödingers Katze befragen, um das zu verhindern.
Wenn es gelingt, also der Upload – und das geschieht plötzlich, ohne, dass man etwas anders macht, als bei den 2736 Uploads vorher – hat man die Seitenzahl an Hand, durch die sich die Größe der Coverdoppelseite ergibt (mit Buchrücken), mit der man nun arbeiten kann.
KDP bietet eine Vorlage an, zum herunterladen. Man kann sich diese Seite aber auch mit einer DTP-Software selbst erstellen, wenn man versteht zwischen Inch und cm, wie ein wagemutiger Dompteur zwischen Löwen, hin und her zu wechseln.

Jetzt baut man endlich das Bild ein, welches man in einem spannungsgeladenen Prozess, über Wochen und Monate, dank der Blogger-Unterstützung, herausgefiltert hat.
Man begegnet unterhaltsamen Fragen wie Format, Spieglung, Anordnung, Farb-, Kontrast-, Helligkeitsanpassung und schönen Sätzen wie „die Auflösung ihres Bildes ist nicht ausreichend“ bzw. wenn man das ändert „Ihre Datei ist zu groß“.
Man schafft das zu überwinden, wenn man vorm PC sitzend kurz eine Raute macht.
Dann muss man die Vorlage nur noch in eine PDF-Datei umwandeln, um das selbst erstellte Cover hochzuladen bzw. in ein Bild umwandeln, um die Vorderseite, mit einer Bildbearbeitung auszuschneiden, die man dann, für das Ebook verwendet.
Denn das geschieht nicht automatisch.

An diesem Punkt hat man das Cover für Print und Ebook und ist glücklich, so wie jemand glücklich ist, dem man einen dicken Spreißel aus dem Zeigefinger gezogen hat. Es tut noch weh, aber es ist leichter.

Wenn man die Cover hochlädt, durchläuft man nochmals die Schleife oben siehe „2736“ (deshalb kursiv geschrieben). Aber, da es eh´ kein Zurück gibt, macht man weiter, bis die Server glühen.

Man macht dann noch ein paar fröhliche Dinge, wie Rechte-Management, Text zum Buch, Preise festlegen, die Veröffentlichung terminieren und übergibt damit das eigene Werk der Welt.
Die damit mehr oder weniger zimperlich umgeht, wenn sie es bemerkt.
Falls nicht, weiß man, dass man sich viel zu viele Gedanken gemacht hat, jemand könnte einem „die Idee“ klauen. Die Angst ist so begründet, wie die Angst, dass einem jemand an einem kilometerlangen Strand, einen Kiesel klaut. Das er bemerkt wird, wäre viel beglückender …

Aktuell bin ich bei „begründet“ (deshalb in Fettschrift) und freue mich sehr, auf die Aufgaben die noch vor mir liegen.
Denn die gehören zu den Dingen, die man zwischenzeitlich tut, bis die eine Geschichte ihren Weg hinaus und eine neue Geschichte ihren Weg hinein, in die Seele, gefunden hat.

Schönen Abend 🙂
PGF

Alea iacta est

Das Bild, mit Wald und Mond, ist lizensiert, jetzt kann es also losgehen, mit dem „richtigen“ Cover gestalten.

Vielen Dank an euch alle, fürs kommentieren und unterstützen, das war sehr hilfreich.
Letztlich muss ich mich an der Lösung orientieren, die viele anspricht, weil ich, eine möglichst große Gruppe Käufer, ansprechen möchte.
Dafür habe ich ein Gefühl bekommen.

In den nächsten Tagen werde ich das Bild noch einigen Varianten unterziehen und dann in den Probedruck gehen. Der Vorteil bei einem Bild ist, dass ich damit Variationen testen kann, weil das, an der Lizensierung nichts ändert. Mit zwei Bildern, im Vergleich testen wollen, ist nicht möglich. Außer man erwirbt eine Lizenz umsonst. Dafür sind die aber, zu teuer.

Als Probedrucke werden ich Cover 1 testen, aber auch Cover 3 werde ich eine Chance geben. Ich glaube, dass man das Buch vor sich haben muss, mit Vor- und Rückseite und Klappentext, um einen letzten Eindruck zu gewinnen.
Stellt euch auf weitere Bilder ein 😉

Einen schönen Abend 🙂

Peter