Konflikt

Wenn sich zwei prügeln, was ist der erste Impuls? Schlichten oder einem helfen, auf den anderen einzuprügeln?

Ich nehme an, wenn es nicht bereits Absicht war sich zu prügeln, ist der Impuls, zu schlichten stärker. Um die Sache erstmal zu beruhigen und dann, den Verantwortlichen, in die Pflicht zu nehmen und wo nötig ihn zu strafen.

Dieses Äquivalent des Schulhofes, kann auch auf den russisch-ukrainischen Krieg angewendet werden.

Und es ist natürlich, dass der Unterlegene schreit und fordert, dass man ihm hilft.

Die erste Hilfe ist, zu verhindern, dass er weiteren Schaden nimmt.

Welche Mittel dazu geeignet sind, darüber streiten wir gerade. Und wir tun das, in einer sehr gewalttätigen Form, die jede Differenzierung, jede kluge Wahl von Worten diffamiert.

Damit wir geschlossen bleiben, in der Ablehnung der Gewalt müssen wir einander zuhören und verstehen wollen. Wir müssen nicht Putin verstehen wollen, der die Kampfhandlungen vollständig einstellen müsste, um Gesprächspartner zu sein. Aber zwischen Pazifisten und Millitanten muss das Ringen um den Kompromiss erhalten bleiben.

Friedensliebe ist nicht Feigheit, Wehrhaftigkeit eine durchaus notwendige Haltung, in einer nicht befriedeten Welt, in der Menschen, wie Putin Macht in Händen halten können.

Entscheidend ist, in diesen Tagen, zu bewerten von wem und mit welcher Intention eine Position vertreten wird. Wie viel Idealismus, wie viel Lobbyismus oder wie viel Sachkenntnis, liegt hinter den Argumente, die vor gebracht werden und von wem werden sie vorgebracht. Gegen die Forderung der Ukrainer gibt es kein Argument. Sie sind die Betroffenen. Aber wie viele argumentieren, im stillen Auftrag für einen sauberen Bonus oder auf der Basis eines platten Weltbildes?

Kriegsbegeisterung irrt immer! Der Krieg ist nichts heroisches. Er hat den gleichen Pathos wie Latrinen reinigen: äußerst unangenehm, aber jemand muss es tun, wenn der Gestank nicht zu groß werden soll. Kritisch sind nicht die zu betrachten, die über den Latrinen knien, sondern die, welche die Aufträge verteilen …

07/22 PGF

Nun …

Das Holz vor der Hütte ist nun in der Hütte und es ist erstaunlich, wie viele Muskeln einem, in Folge etwas körperlicher Betätigung, weh tun können.
Entsprechend regenerativ gehe ich das Wochenende an 🙂

Das Holz war gleichzeitig, in mehreren Bereichen, Symbolbild:
– da ist noch einiges wegzuarbeiten
– manche Arbeit ist zu erledigen, lange bevor sie gebraucht wird
– manchmal ist körperliche Arbeit wichtiger, als geistige
usw.

Unverkennbar sind meine WP-Aktivitäten in einem verlängerten Winterschlaf und der wird, ziemlich nahtlos, in einen Sommerschlaf (gibt es so was?) übergehen.
Aber im Hintergrund bin ich nicht untätig. 🙂

Motivation zum Veröffentlichen gibt es aktuell wenig; mich um mein Leben kümmern, scheint der relevantere Auftrag und das ist ja auch etwas.

Jetzt gönne ich, den müden Knochen, noch etwas Ruhe, habt ein schönes Wochenende

PGF

Dinge die man zwischenzeitlich tut

Wenn man, dank fabulöser Unterstützung durch Blogger-Kolleg(inn)en einen erfreulichen Fortschritt, bei den Arbeiten am Cover erreicht hat, werkelt man, als Autor zwischen Krieg, Pandemie und Vollzeitberuf, an den Zwischenschritten, die zu „so einer“ Veröffentlichung gehören.

In meinem Fall ist das, das Korrektur gelesene Skript nachverfolgen und den Korrekturen zustimmen (das ist bei gutem Korrektorat, wie durch die geschätzte Esther, immer empfohlen) oder sie verwerfen (um im Fegefeuer des Zweifels zu landen) und sich die zahlreichen Kommentare zu Herzen nehmen, die weit mehr beinhalten, als ein Korrektorat leisten muss.

Wenn das getan ist, wird daraus eine erste Datei für das Ebook. Das ist leicht, weil auf Format und Schrift wenig zu achten ist, da jeder sich das, am E-Book-Reader, selbst einstellen kann.
Beim Hochladen der Datei, geht es noch um kleinere Aspekte, wie Inhaltsverzeichnis einbauen oder nicht bzw. die Fehlerprüfung von Kindle Publishing verwerfen, falls nicht begründet.

Dann geht es, schwupps die wupps weiter, mit dem Layout der Printversion. Ein wichtiger Schritt, weil hier Seitenränder, Schriftgröße, Schriftart, Umschlaggestaltung und mehr mitgedacht sein wollen. Das Leben erleichtert hierbei „Mit Word zum eigenen Buch“ von G.O. Thuhls.
Nun gilt es, diesen Buchblock, hochzuladen. Die Erfahrung lehrt, dass auf Grund der Tücken der Technik, immer (ich wiederhole das in einer Endlosschleife) ein nicht vorhergesehener Fehler auftritt. Man müsste Schrödingers Katze befragen, um das zu verhindern.
Wenn es gelingt, also der Upload – und das geschieht plötzlich, ohne, dass man etwas anders macht, als bei den 2736 Uploads vorher – hat man die Seitenzahl an Hand, durch die sich die Größe der Coverdoppelseite ergibt (mit Buchrücken), mit der man nun arbeiten kann.
KDP bietet eine Vorlage an, zum herunterladen. Man kann sich diese Seite aber auch mit einer DTP-Software selbst erstellen, wenn man versteht zwischen Inch und cm, wie ein wagemutiger Dompteur zwischen Löwen, hin und her zu wechseln.

Jetzt baut man endlich das Bild ein, welches man in einem spannungsgeladenen Prozess, über Wochen und Monate, dank der Blogger-Unterstützung, herausgefiltert hat.
Man begegnet unterhaltsamen Fragen wie Format, Spieglung, Anordnung, Farb-, Kontrast-, Helligkeitsanpassung und schönen Sätzen wie „die Auflösung ihres Bildes ist nicht ausreichend“ bzw. wenn man das ändert „Ihre Datei ist zu groß“.
Man schafft das zu überwinden, wenn man vorm PC sitzend kurz eine Raute macht.
Dann muss man die Vorlage nur noch in eine PDF-Datei umwandeln, um das selbst erstellte Cover hochzuladen bzw. in ein Bild umwandeln, um die Vorderseite, mit einer Bildbearbeitung auszuschneiden, die man dann, für das Ebook verwendet.
Denn das geschieht nicht automatisch.

An diesem Punkt hat man das Cover für Print und Ebook und ist glücklich, so wie jemand glücklich ist, dem man einen dicken Spreißel aus dem Zeigefinger gezogen hat. Es tut noch weh, aber es ist leichter.

Wenn man die Cover hochlädt, durchläuft man nochmals die Schleife oben siehe „2736“ (deshalb kursiv geschrieben). Aber, da es eh´ kein Zurück gibt, macht man weiter, bis die Server glühen.

Man macht dann noch ein paar fröhliche Dinge, wie Rechte-Management, Text zum Buch, Preise festlegen, die Veröffentlichung terminieren und übergibt damit das eigene Werk der Welt.
Die damit mehr oder weniger zimperlich umgeht, wenn sie es bemerkt.
Falls nicht, weiß man, dass man sich viel zu viele Gedanken gemacht hat, jemand könnte einem „die Idee“ klauen. Die Angst ist so begründet, wie die Angst, dass einem jemand an einem kilometerlangen Strand, einen Kiesel klaut. Das er bemerkt wird, wäre viel beglückender …

Aktuell bin ich bei „begründet“ (deshalb in Fettschrift) und freue mich sehr, auf die Aufgaben die noch vor mir liegen.
Denn die gehören zu den Dingen, die man zwischenzeitlich tut, bis die eine Geschichte ihren Weg hinaus und eine neue Geschichte ihren Weg hinein, in die Seele, gefunden hat.

Schönen Abend 🙂
PGF

Alea iacta est

Das Bild, mit Wald und Mond, ist lizensiert, jetzt kann es also losgehen, mit dem „richtigen“ Cover gestalten.

Vielen Dank an euch alle, fürs kommentieren und unterstützen, das war sehr hilfreich.
Letztlich muss ich mich an der Lösung orientieren, die viele anspricht, weil ich, eine möglichst große Gruppe Käufer, ansprechen möchte.
Dafür habe ich ein Gefühl bekommen.

In den nächsten Tagen werde ich das Bild noch einigen Varianten unterziehen und dann in den Probedruck gehen. Der Vorteil bei einem Bild ist, dass ich damit Variationen testen kann, weil das, an der Lizensierung nichts ändert. Mit zwei Bildern, im Vergleich testen wollen, ist nicht möglich. Außer man erwirbt eine Lizenz umsonst. Dafür sind die aber, zu teuer.

Als Probedrucke werden ich Cover 1 testen, aber auch Cover 3 werde ich eine Chance geben. Ich glaube, dass man das Buch vor sich haben muss, mit Vor- und Rückseite und Klappentext, um einen letzten Eindruck zu gewinnen.
Stellt euch auf weitere Bilder ein 😉

Einen schönen Abend 🙂

Peter

Sehr erfreuliches

Ehe ich mich, mit einer schwarzen Katze auf der Schulter, in eine dunkle, mit Spinnweben, in den Ecken und geheimnisvollen Phiolen in schrägen Regalen, gespickte Kammer zurückziehe, um abgeschirmt von der Welt fragwürdige Experimente mit fragwürdigen Covern zu betreiben, damit am Ende Gold daraus wird, möchte ich die Gelegenheit nutzen, um euren Blick auf die Seite des geschätzten Fraggle zu leiten, der mir die Ehre erwiesen hat „Äquinoktium“ zu rezensieren, genau passend zu den Vorbereitungsarbeiten an Band 3.

Da man als Autor, immer wieder, von Menschen gerne daran erinnert wird, dass alle Mühsal, die man betrieben hat, umsonst war, weil auf Seite 397 eine Figur den Becher in der linken Hand gehalten hat, statt in der rechten, was einer literarischen Bankrott Erklärung gleich kommt, weshalb das entsprechend Schund-Werk im ewigen Feuer einer 1-Sterne-Rezension lodern soll, ist es um so wundervoller, eine differenzierte gleichsam kritische und doch wertschätzende Bewertung der eigenen Arbeit zu lesen und sich darüber zu freuen, dass jemand tatsächlich verstanden hat, was man erzählen wollte.

Deshalb verlinke ich gerne auf die entsprechende Rezension. Wobei ihr mich nicht erinnern müsst, dass ich doch vor einigen Wochen geschworen habe, keine Rezensionen mehr zu lesen. Aber was hätte ich verpasst …

https://reisswolfblog.wordpress.com/2022/03/14/aquinoktium-von-peter-georgas-frey/

Schönen Abend
PGF

Bilder

Wir werden, seit Langem, mit vielen Bildern konfrontiert und die Bilder, die aktuell aus der Ukraine kommen, fordern uns einmal mehr, diese Mischung aus Ohnmacht und Empathie ab.
Es ist schwer dabei nicht abzustumpfen oder zu verzweifeln und sich so zu verorten, dass man damit zu recht kommt.

Ich bin immer gegen den Krieg und sehe in diesem Fall, die Verantwortung eindeutig bei Russland, welches einen Angriffskrieg führt. Ich war lange, rückblickend zu lange, verständnisvoll, für die geostrategische Befindlichkeit des Kremls und seiner Haltung: „Bleib weg vor meiner Haustür.“ Diplomatischer Konflikt schien mir, in diesem Kontext vertretbar, die aktive, kriegerische Gewalt, entbehrt jeder Grundlage.

An diesem Punkt gibt es nur eine Zielrichtung: Stopp der Eskalationsspirale, dabei werden beide Seiten gefordert sein. Start einer Befriedung. Wiedergutmachung durch Russland (so weit möglich), im Sinn eines Verursacherprinzips. Friedliche Co-Existenz mit einer demokratischen Ukraine, die sich ihre Bündnispartner frei wählt. Ein Russland unter Putin, hat seinen Anspruch verwirkt, Einfluss, im Sinn eigener Interessen, zu nehmen.

Putin zeigt Tendenzen, wie sie dem Nationalsozialismus von 33 bis 39 ähnlich sind. Das ergibt sich, für mich, erst rückblickend. War aber vermutlich damals nicht anders. Russland hat die einmalige historische Chance, es besser zu machen, als es die Deutschen, in der dunkelsten Epoche deutscher Geschichte, geschafft haben. Nur ein, zu Dialog und Korrektur, bereiter russischer Präsident, kann diesen historischen Eindruck seines Tuns, vielleicht im letzten Moment, noch korrigieren.

Dieser Kommentar soll, als kurzes Statement dienen, dass ich keinesfalls, den Ernst der aktuellen, politischen Lage unterschätze oder mich der, von „Künstlern“ zu Recht oder Unrecht geforderten Haltung, entziehen würde. Aber sie sind mein Leitthema nicht, weil im Sinn einer langen Betrachtung der Kausalität, Unverantwortlichkeit auf allen Seiten festzustellen ist. An diesem Punkt erscheint es mir allerdings, richtiger das Ergebnis zu bewerten, die Folge, nicht die unzähligen Ursachen.

Ich lebe, in dieser Welt fort, um ihr mein Modell entgegen zu stellen, in dem es nicht, um das Zerstören, sondern um das Schaffen geht. Deshalb biete ich euch, in den nächsten Tagen, die Bilder von fünf Covern an, die für „Gestra“ vorgesehen sind. Das ist Ablenkung ich weiß, das halte ich für legitim. Wer das nicht für legitim hält, überspringt einfach die nächsten Beiträge mit dem Titel „Cover“.

Habt einen ruhigen Abend
PGF

Bedeckt

… ist die Welt, mit unseren Fehlern, unseren Meinungen, Irrtümern und überheblichen Bewertungen.

Früher hatte ich oft den Gedanken: Dazu muss doch mal jemand etwas sagen!
Den habe ich nicht mehr. Zur Zeit tut es gut, zu schweigen. In den öffentlichen Räumen zu schweigen, die so überladen sind, mit klugen Statements und selbstgefälliger Selbstveräußerung.

Die Versuchung ist groß, wenn man gerade im Flow ist, die Welt mit Erkenntnissen zu penetrieren.
Eine Lust, die sich eher am selbst Erdachten stimuliert, weit mehr, als am Ergebnis.
Es ist ein tägliches Ringen, um zu gefallen, wie es für Journalisten üblich ist. Nur, dass heute sehr viele, das Gefühl haben, die Welt über die Wahrheit informieren zu müssen.

Wie viel Stille, Zurückhaltung, Beherrschung, Einsamkeit, Zweifel und fortwährend sich kritisches Hinterfragen erfordert, im Gegensatz dazu, ein Buch.
Wenn man lange an etwas schreibt, spürt man deutlich, dass sich nichts schnell erklären lässt, nichts aus nur einer Meinung besteht, nur eine Perspektive kennt.

Mit „Sontland“ habe ich, vor vielen Jahren, mittlerweile 15, ziemlich treffend, wie ich nachträglich sehe, ein Sinnbild verfasst, über das Chaos, in das ein Machtsüchtiger die Welt stürzen kann und die Ohnmacht deren, die sich um Ausgleich und Friedfertigkeit bemühen und den Überdruss, der anderen, die sich zur Wehr setzen wollen.
Blieb unentdeckt, weil am Verstehen und Vermeiden, wenig liegt. Der Rausch der Gegenwart, die Trunkenheit der Emotion, ist viel verlockender.

Habt einen ruhigen Abend, in dieser verrückt gewordenen Welt
PGF