Eigentlich

Eigentlich hätte ich gerade mal wieder mehr Kraft und Zeit, eure wundervollen WordPress-Beiträge zu lesen, aber die Plattform ist, finde ich, mühsam geworden. Nutze ich den Reader über den PC, muss ich jeden einzelnen Beitrag auf- und wieder zu klappen oder aber ich klicke mich, ohne zu lesen, mit Likes durch, was nicht mein Ding ist. Bei Bildern oder bei Sachthemen, bei denen mir schon die Schlagzeile sagt, ob ich d’accord bin, mag das okay sein, aber bei Gedichten und Prosa-Texten, ist es ein No-Go für mich.
Nutze ich den Reader am Smartphone oder Tablet, bin ich nicht weit weg von Twitter, wo mir ebenfalls, fern jeder Chronologie oder persönlicher Gewichtung, Posts um die Ohren geschlagen werden. Bei Twitter hat das wenig Gewicht für mich, da ich ohnehin meist Aphorismen sammele oder Bilder und bei Threads eher kopfschüttelnd zurückbleibe. Bin ich da zu kompliziert?

Eigentlich hätte ich im Moment gerade Ideen zu zwei Kurzgeschichten, aber tatsächlich habe ich mir ja Schreibpause bis zum Herbst auferlegt, um gut erholt, den nächsten Roman anzugehen. Aber Ideen kann man schlecht parken, wenn man sie nicht nutzt, sind „se weg“, wie das schöne Wetter. Dazu kommt, dass eine der Geschichten, eher die Kategorie Psychothriller ist – eigentlich gar nicht meins, das Blut&Geschlachte – aber die Idee würde mich, in der Umsetzung, locken. Wäre aber eher etwas im Rahmen geschützter Beiträge. Die andere Geschichte? Höchst experimentell … 😉 Ich würde sagen: Nobelpreis oder ewig höhnisches Gelächter.

Und eigentlich, habe ich es gerade wieder gelernt es gut bei und mit mir auszuhalten und sollte allen Versuchungen und allem Anlass zur Sehnsucht, aus dem Weg gehen, wie ein trockener Trinker, dem verlockenden Glas Priorat. Aber „es“ zieht uns halt hinan, wie Goethe so schön sagte. Außerdem weiss man ja nie, was Schicksal, was Schein, was Einbildung ist und kommt ins Grübeln und ins Träumen und hat sich schon Ruckzuck, wieder aus den Augen verloren. Weshalb ich eigentlich gar keine Gedanken verschwenden sollte, würde sich das Leben nicht, etwas süßer anfühlen, wenn man es tut …

So ist das eigentlich ein schöner, etwas „dämpfiger“, wie man hier sagt, Sommerabend, den ich statt vor dem PC auf dem Balkon verbringen könnte, aber irgendwie wollte ich es loswerden 😉

Schönen Abend in Runde

PGF