Unbemerkt

Du bist vom Schönen
in meinem Leben
(aber nichts das bleibt).
Ich lass dich vorüberziehen,
wie die Wolken zogen,
in jenen Sommertagen,
für die der Herbst liegt bereit.
Ich denke nicht nach
ich halte still inne -
wie viel, vor dir, verging?
Es bleibt nie viel,
nur einzelne Stunden,
an denen mein Herz (unbemerkt) hing.

09/21 PGF

Wolkenlos

Wolkenlos sind die Stunden, die viel zu kurzen, seltenen mit dir. Ich weiß nicht, ob du das empfindest? Oder, ob dir »wolkenlos« zu schwülstig wäre, wie ein Text, dem statt Lyrik, besser Prosa stünde.
Die Stunden mit dir sind weit und blau und hell. Sie haben keinen Plan, an dem sie scheitern könnten. Sind wie spielende Kinder, die keinem Ziel folgen – außer dem Spiel – und spielend doch, zu einem Ziel hinfinden.
Und, wenn mein Blick, in deinen fällt, dann kann ich in der Tiefe ferne Sternen ahnen, eingebettet in das Blau, dieser wolkenlosen Stunde, die offen, wie der Himmel, endet.

04/21 PGF