Zwischenbericht

Eigentlich ist mir nur noch nach Ruhe. Nach Ruhe und der Erledigung von dem was notwendig ist. Zum anderen fehlt der Antrieb und die Kraft und die Stimmung.

Deshalb schaue ich selten bei WordPress vorbei. Wenn ich vorbei schaue, ärgere ich mich über den neuen Editor und klapp den Deckel wieder zu.

Auf diese Weise habe ich schon zwei Beiträge angefangen und ehe sie fertig waren, in den Papierkorb geschoben.

Weiteren Corona-Frust verbreiten macht auch keinen Sinn. Ich denke, gesagt ist genug. Es wird zunehmend um das Tun gehen.

Aber so einen Zwischenbericht, fand ich, den bin ich euch mal schuldig. Sowohl, weil ich eure Blogs nicht besuche, als auch, weil ich hier kaum etwas poste.

Die 4. Geschichte von Joe ist zu 3/5 fertig. Ich bin somit im Zeitplan und freue mich, eine nächste Geschichte mit Resonanz zu schreiben.

Das was mir ein wenig Bedenken dabei macht, ist dieses Bedürfnis nach Ruhe. Denn Schreiben und Arbeiten und Bloggen, das ist volles Programm und dabei bleibt Wichtiges im Real Life auf der Strecke.

Dafür habe ich noch keine Lösung.

Aber, das ist ja auch nur ein Zwischenbericht Winking smile

Ich hoffe, ihr kommt gut durch diese Zeit.

PGF

Verlorene Wissenschaft

Was hatten wir jetzt alles? AstraZeneca für nicht über 60, für alle, für eingeschränkt unter 60 und zuletzt ausschließlich für über 60. Die Experten treten jedes mal mit großer Gewissenhaftigkeit auf und berufen sich auf die Ernsthaftigkeit ihrer Empfehlungen und Überprüfungen. Aber es zeigt nur eines: Exakte Wissenschaft tut sich in der Medizin schwer. Für die Medizin ist Grundlagenforschung hilfreich und Studien, die auf längere Zeiträume designend sind. Wenn es aber mathematisch zu gehen soll, im Sinn von 1+1=2 dann hat man eher das Gefühl, es wird gewürfelt als gewusst.

Was allerdings auch das Besondere der Medizin ausmacht: Es geht nicht ohne Intuition! Der menschliche Organismus ist viel zu komplex, um ihn nur per 1mal1 zu berechnen. Er ist nicht nur Physiologie und Anatomie, er ist voller Variablen: von Ernährung, über Hormone bis zur Emotion.

Wissenschaftlich wäre es gewesen, ganz offen zu sagen: „Wir wissen es aktuell nicht sicher und somit wissen wir nicht.“ Wissenschaft ist keine Marktmeinung, sie hat keinen Zeitdruck: sie weiß sicher oder sie weiß nicht! Sonst landen wir wieder beim Glauben.  Den „lieben Gott“ kann man auch mit: „Ich habe das nach bestem Wissen durchdacht“, begründen.

Ständige Korrekturen sind kein Beleg der Gewissenhaftigkeit, sondern ein Zeichen von Fahrigkeit, vom eitlen getrieben Sein: lieber der Erste mit der Forschung, dem Ergebnis, der Wahrheit, dem Paradigma sein, als womöglich von der Welt vergessen. Und damit habe ich noch, mit keinem Wort, die Profit getriebene Meinungsbildung erwähnt.

Illustrieren ließe sich diese intellektuelle Katastrophe nicht nur mit AstraZeneca, die gesamte Corona-Politik und wissenschaftliche Expertise, ist von diesem Verlust an wissenschaftlicher Ernsthaftigkeit gekennzeichnet. Weil die Politik Ergebnisse will, liefern Experten Ergebnisse. Wissenschaft wäre: „Wir können dazu keine Auskunft liefern.“ Und dann müsste die Regierung das tun, wozu sie gewählt ist: Verantwortung übernehmen, in die Geschichte eingehen, wenn sie richtig liegt, zurücktreten, wenn sie irrt. Sich hinter vermeintlichen Sachargumenten, hinter vermeintlicher Wissenschaft verstecken, schadet den Ergebnissen von wirklicher Forschung und Suche nach Wahrheit und endet in dem Chaos, in dem wir uns seit 12 Monaten befinden.

04/21 PGF

Wolkenlos

Wolkenlos sind die Stunden, die viel zu kurzen, seltenen mit dir. Ich weiß nicht, ob du das empfindest? Oder, ob dir »wolkenlos« zu schwülstig wäre, wie ein Text, dem statt Lyrik, besser Prosa stünde.
Die Stunden mit dir sind weit und blau und hell. Sie haben keinen Plan, an dem sie scheitern könnten. Sind wie spielende Kinder, die keinem Ziel folgen – außer dem Spiel – und spielend doch, zu einem Ziel hinfinden.
Und, wenn mein Blick, in deinen fällt, dann kann ich in der Tiefe ferne Sternen ahnen, eingebettet in das Blau, dieser wolkenlosen Stunde, die offen, wie der Himmel, endet.

04/21 PGF

Ehe der Schlaf kommt

Nun lausche ich noch der Nacht …
Genieße drei Atemzüge Stille,
das Mondlicht, das durch die kühle Scheibe fällt
und meinen müd gewordenen Willen.

Leg diesen Tag beiseite,
wie ein vollgeschriebenes Blatt
und suche dich, in den hellen Zeilen.
Und denk: Wie oft das Glück, wohl kein Glück hat?

Und, dass wir Träumende, ungestillter Sehnsucht bleiben.

PGF 03/21

Weiterlesen →

Mittags im Garten

Ich hatte gar nicht viel getan: nur die Abdeckung von den Pflanzen genommen, die Töpfe ein wenig verschoben und ein wenig Wasser verteilt …, obwohl da nur dunkle, trockene Erde und gefallene Blätter grüßten, war der ganze Garten plötzlich wie belebt, wie bei einem Kind, indem der Mut zu leben erwacht.

Ich sah mich um und überlegte, was ich wohl zu erst zu tun hatte – also nicht heute, aber in den nächsten Wochen. Ich entschloss mich zu warten, bis sich zeigte, wo aus dem Gestrüpp sich wieder etwas Grün entfaltete. Die Erdbeeren zeigten schon etwas davon und auch die Clematis. Aber es war noch ein schwankendes, unsicheres Grün, im welken Blatt des letzten Jahres.

Ich nahm meine Tasse Kaffee und setzte mich in die Sonne. Ich fühlte mich, wie ein Salamander der endlich unter seinem Stein hervorkriechen kann und die Welt erkunden. Es lagen harte Wochen hinter mir, hinter uns. Trübe, graue, farblose Wochen, die jeder für sich durchzustehen hatte. Die einen taten das unter Protest, die anderen im stummen Gehorsam und Vertrauen, dass es das Richtige war. Ich tat es, wie ein Zuschauer, der Teilnehmer einer Live-Performance wird: etwas aufgeregt, halb belustigt, gespannt auf das Ergebnis.

Der Kaffee schmeckte gut, an der frischen Luft. Ich stand auf und sah nach meinen Gartengeräten. Nächste Woche würde ich sie brauchen. Nächste Woche würde es losgehen und das war etwas ganz Besonderes, dass man die Zeit nicht anhalten, das Leben nicht aufhalten konnte: das Leben war in der Zeit, es vollzog sich, wie ein Urteil – oder, wenn man ein schöneres Bild haben wollte, wie ein Kuss, der nicht zurückgenommen werden kann. Wenn ich nicht mit dem Leben ging, würden Ende April nicht die ersten Keimlinge ihren Kopf aus der Erde heben, würde im Mai nicht das Wachstum anziehen und im Juni, Juli, August und September eine Pflanze nach der anderen mich mit ihrer Gabe beschenken.

Der Winter war gegangen und jetzt lagen die Dinge im hellen Licht einer neuen Zeit. Es war gut, in ihr Werden zu vertrauen – und das richtige zu tun.

03/21 PGF

Flüchtige Berührung

Unsere Hände berührten sich

flüchtig,

wie sich zwei ansehen,

die getrieben sind

von etwas …

und durch den Abend gehen

und ganz in Gedanken sind:

wenn sich ihr Blick kurz findet.

Wie zwei die sich,

nach langer Zeit,

nun endlich wiedersehen.

Und dann nach kurzem Gruß –

Wer war das wohl?

stumm weitergehen

und die –

hätten sie gestoppt im Weitergehen –

vielleicht nur einen Sommer,

auf Blumenwiesen Hand in Hand

ein tiefes Glück gefunden hätten:

wenn sie sich schweigend

in die Augen sehen.

Ich bin gespannt,

wie unsere Hände, sich einmal wiedersehen …

03/21 PGF

Müßig darüber zu schreiben …

Die aktuelle Politik erzeugt zwei Ängstliche, statt einen Mutigen hervorzubringen. Der eine Ängstliche fürchtet um seine Freiheit, der andere um seine Gesundheit. Kluge Politik würde, nach einem Jahr ausprobieren, Maßnahmen umfassen, die dazu verhelfen, frei zu leben und im Sinn der Gesundheit zu handeln. Sie würde dazu verhelfen, die Mittel bereitzustellen, damit Menschen leben können, was sie verstanden haben. Was soll das für eine Politik sein, die, im sich verkriechen, glaubt den Heilsweg gefunden zu haben. Masken, Testen, Impfen – es ist so einfach.

03/21 PGF

Ja, ja, ja

… es ist still geworden auf dem Zeilenportal, aber was will man zu dieser Zeit und dieser Welt auch sagen …, da schreibe ich lieber meine Geschichten in Ruhe und kommentiere nicht diesen Unfug, der medial vorverdaut wird.

Nur eines, weil ich das zunehmend unerträglich finde: Man kann für die Corona-Maßnahmen sein und zeitgleich dafür, dass Menschen von ihrem Demonstrationsrecht gebrauchen machen, um für ihr Verständnis von Freiheit einzutreten. Der sich durchsetzende Meinungskonfirmismus, ist einer lebendigen Demokratie unwürdig und ist kein Anzeichen, eines sich durchsetzenden wissenschaftlichen Denkens.

WordPress beglückt mich, bei meinem Zwischenbesuch, mit der endgültigen Abschaffung des alten Editors und motiviert mich, einmal mehr, die Abkehr von WordPress ins Auge zu fassen. Auch, wenn ich dank dem geschätzten Arkis, mit dem Upload-Editor, eine ganz gute Alternative habe.

Womit aber nicht gesagt sein soll, dass ich das Online-Geschichten-Erzählen einstellen möchte. Denn beim Schreiben des 4. Teils der „Joe-Geschichten“ merke ich abschließend, dass die Online-Standup-Prosa Spaß macht und motiviert. Dabei werde ich in jedem Fall bleiben, (wenn ich Ideen habe). Auch, wenn ich die aktuelle Arbeitsentlastung und das „nur für mich schreiben“ genieße.

Und damit es noch einen positiven Ausklang gibt und ihr merkt, dass ihr hier State-of-Art-Geschichten erhaltet 😉 , der Link zu einem Artikel, durch den die letzte Geschichte „Gestra“, fast schon gruselig realistisch wird: Mysteriöse Lebensform: Astronauten entdecken, dass sie auf der ISS nicht allein sind | Panorama (fr.de) 🙂

Also ein bisschen Pause mache ich noch, Teil 4 ist, zu knapp 1/3, geschrieben. Zwischenmeldungen durchaus möglich.

Habt einen schönen Sonntag!

PGF

Aus dem Februar

Aus dem Februar

In der Einsamkeit, bleiben alle Träume liegen,
wie Geschichten die nicht geschrieben sind,
wie Häuser, die ihre Dächer verloren,
wie Lieder die keiner singt –

was du fühlst, das ist nur dunkel,
nur was dir fehlt ist hell,
überzeichnet erscheint dein Lieben,
weil alles irgendwann ins Ungewisse fällt.

02/21 PGF

Metaebene: Gestra und „Wie geht´s denn hier wohl weiter?“ and „How will it go on?“

So, nach ein paar Tagen Pause, ist es Zeit für den Faktencheck zu „Gestra“ und für ein paar allgemeine Hinweise.

Die Zahlen:

Jeder Beitrag hatte 18 bis 44 Besucher
Die Zahl der Likes schwankte zwischen 15 und 23
Die Zahl der Worte, pro Beitrag, lag zwischen 500 und 2000. Es waren 50 Kapitel in 50 Beiträgen.
Der Überarbeitungslevel lag wieder bei 2, also niedrig. Manche Texte schrieb ich am Wochenende und plante die Veröffentlichung, um die Arbeitswoche zu entlasten.
Der Hidden Point, kam nie für die Geschichte in Frage, aber für den Blog.

Hintergründe:
Eigentlich kamen zwei zusammenhanglose Elemente zusammen, die zu verbinden mich reizte: ein Artikel über den Start des europäischen/deutschen Weltraumschrott-Erkundungssystem Gestra und, bei einem Spaziergang, ein seltsam aussehender, weißer Baumstumpf der völlig deplatziert in einem Waldwinkel wuchs. Da mach´ mal was drauß´, dachte ich mir.

Fazit:

Lowlights:
– Meine eigene Ungeduld, wie die Beiträge ankommen
– Ein deutlicher Besucherschwund nach den ersten Beiträgen. Das ist aber etwas persönliches, weil ich sogenannte Slow Burner mag, für die man als Leser auch mal etwas Geduld aufbringen muss und mich nichts mehr langeweilt, als, wenn mir jemand auf den ersten vier Seiten alles erzählen will. Als Schreibender denke ich mir dann: „Hör mir doch erstmal zu!“

Highlights:
– Der hohe Durchschnitt an Likes und Besuchern, der sich, bei einem so langen Text, zwischen 20 und 30 einpendelte. Das hat mich sehr gefreut 🙂
– Dass ich den Plot geschlossen bekam
– Meine (und sei es nur eingebildete) Analyse des Leseverhaltens: Der – ich gebe zu – etwas erschöpfende Gebrauch von Cliffhangern führte dazu, dass sich zwei Lesergruppen zeigten. Diejenigen Leser, die das mögen und jeden Abend mal vorbeikamen und die, die eher ein paar Tage verstreichen ließen, um einige Kapitel am Stück zu lesen. Nicht, dass ich eine Lösung hätte, aber ich verstehe vollkommen, dass es dem Pageturner-Element schadet, wenn man den Seiten-Stopp vorgesetzt bekommt.

In jedem Fall sage ich gerne wieder: Herzlichen Dank für euer Aufmerksamkeit! 🙂

Also es macht definitiv Spaß, einen Teil meiner Geschichten hier zu veröffentlichen. Ich würde mich selbst, um viel Schreiberglück bringen, es nicht zu tun. Aber: Es ist auch extrem aufwändig, vor allem bei einem so langen Text. Deshalb gibt es zwei Einschnitte: Das Co-Veröffentlichen auf literaturfrey, bei kompletten Geschichten, lasse ich in jedem Fall. Ebenso, die Übersetzung ins Englische. Mich stört, offen gestanden nicht, dass es Übersetzungsfehler gibt, aber der Aufwand ist mir schlicht und ergreifend zu groß. Das gibt mein Erwerbsberufsleben nicht her.
Zumindest für den Moment bleibe ich dabei, nur jede 2. Geschichte hier zu veröffentlichen. Bedeutet, die 4. Geschichte von Joe, die ich schon vorsichtig begonnen habe, gibt es hier nicht zu lesen. Vielleicht irgendwann mal als Buch. Die 5. für die es zumindest eine Idee gibt, erscheint dann wieder hier. Start vermutlich Anfang Mai. Ausgelegt sind die Geschichten mit Joe auf 6 Erzählungen. Dann wird es auch mir langweilig 😉

Ich wünsche euch einen schönen Abend. Danke für eure Treue und fürs Folgen!
PGF

So, after a few days off, it’s time for the fact check on „Gestra“ and some general notes.

The numbers:

Each post had 18 to 44 visitors
The number of likes varied between 15 and 23
The number of words, per post, was between 500 and 2000. There were 50 chapters in 50 posts.
The revision level was again 2, so low. Some texts I wrote on the weekend and planned to publish to take the pressure off the work week.
The Hidden Point, never came up for the story, but did for the blog.

Background:
Actually, two unrelated elements came together that appealed to me to connect: an article about the launch of the European/German space debris exploration system Gestra and, on a walk, a strange-looking white tree stump growing completely out of place in a corner of a forest. Make something out of that, I thought to myself.

Conclusion:

Lowlights:
– My own impatience, how the contributions arrive
– A clear loss of visitors after the first contributions. But this is something personal, because I like so called slow burners, for which you have to be patient as a reader and nothing bores me more than when someone wants to tell me everything on the first four pages. As a writer, I then think to myself, „Just listen to me first!“

Highlights:
– The high average of likes and visitors, which, for such a long text, settled between 20 and 30. That made me very happy 🙂
– That I got the plot closed
– My (and be it only imagined) analysis of reading behavior: the – I admit – somewhat exhaustive use of cliffhangers resulted in two groups of readers showing up. Those readers who liked it and popped in every night, and those who were more likely to let a few days pass to read a few chapters at a time. Not that I have a solution, but I completely understand that having the page-stopper put in front of you hurts the page-turner element.

In any case, I’m happy to say again, thank you so much for your attention! 🙂

So it’s definitely fun to post some of my stories here. I would deprive myself of a lot of writing happiness not to do it. But: it’s also extremely time-consuming, especially with such a long text. So there are two cuts: I leave the co-publishing on literaturfrey, for complete stories, in any case. Likewise, the translation into English. I don’t mind, frankly, that there are translation errors, but the effort is simply too great for me. My working life doesn’t allow for that.
At least for now, I’ll stick to publishing only every 2nd story here. Means, the 4th story of Joe, which I have already started carefully, there is not to read here. Maybe sometime as a book. The 5th for which there is at least an idea, appears then again here. Start probably at the beginning of May. The stories with Joe are designed for 6 stories. Then it also becomes boring to me 😉

Have a nice evening. Thanks for your loyalty and for following!
PGF