Es ist Freitag

Das ist Fakt und, für den empathischen Zuhörer, Zustandsbericht in einem.
Die erste Arbeitswoche liegt hinter mir und sie war schlimmer und besser, wie erwartet, zugleich.
Ich würde es, in die knappe Beschreibung: Morgenfrust und Feierabendzufriedenheit, zusammenfassen.

Hier, habe ich manchmal das Gefühl, dass WordPress langsam zu macht – vielleicht sollte auch ich langsam zu machen oder nur noch Fotos posten, denn Fotos bringen, in unserer schnelllebigen Zeit Klicks. Texte – und, wenn sie dann auch gar nicht unterhalten – na ja und dann fühlt man sich auch noch zum Bezahlen gedrängt …
Jedenfalls gibt es Blogs, die haben erfreulich viele Klicks, deshalb gehe ich mal davon aus, dass die Community noch lebt und sei es nur dadurch, dass man sich liked, um geliked zu werden. (Wenn Sie bis hierher gelesen haben, fühlen Sie sich nicht angesprochen. Die ich meine, bekommen das eh nicht mit.)

Sei es drum. Ich komme jedenfalls am 6. Teil der Joe Geschichten (gut) voran und halte es für realistisch, damit alle Geschichten, wie geplant abzuschließen und das, bis Ende September zu schaffen. Das wäre cool, für die nächsten Milestones, die ich mir gesetzt habe. Das Coverbild – habe ich, glaube ich, erwähnt. Da kann man also ein Häkchen setzen. Die Interessierten halte ich weiter auf dem Laufenden. Aktuell halte ich Bloggen am Wochenende für realistisch, wenn Zeit bleibt.

Zeit, gelebte Zeit, ist gerade mein größtes Thema. Deshalb bin ich auch so froh, dass Freitag ist („on my mind“ wer das noch kennt), das ist wie die Segel setzen, um ins offene Meer zu fahren. Keine Küsten – keine Zeit. Zur Welt und zum Tagespolitischen, will ich mich ja nicht mehr äußern. Das ist ein harter Vorsatz, weil so viel Unvermögen, Versagen und reaktiver Blödsinn, förmlich einen Kommentar fordert. Aber das würde nichts ändern. Das muss man begreifen: Nichts ändert sich, nur das was man selbst macht.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende. Ich wäre für Regen und Sofa bereit. 🙂

PGF

Brot und Gewürze

Seit Nietzsche mich, vor vielen, vielen Jahren, auf den Gedanken gebracht hat, dass man dem Leser auch Brot reichen müsse, damit die würzigen Teile eines Textes ausgeglichen werden, beschäftigt mich die Analogie zwischen Kochen bzw. Essen und Schreiben.

Man kann es, bei dieser schlichten Betrachtung von Nietzsche belassen – die übrigens heutzutage vollkommen out ist – in der es noch nicht um „Action! Action! Action!“ ging (also Geschmacksverstärker), sondern tatsächlich darum, stilistisch das Denken des Lesers zu erreichen. Ihm Zeit zum Ausruhen und vor allem zum Nachdenken zu geben. Denn hier gabelt sich der Weg zwischen Autoren: Ob sie den Leser ablenken und von sich selbst wegbringen wollen oder erreichen, damit er zu sich hinfindet.

Modern sind kurze Sätze und viel Show (don´t tell) und den meisten Lesern schmeckt das, weil sie nicht mehr denken müssen, weil ihr Gaumen nicht mehr herausgefordert wird. Einem langen Satz zu folgen bedeutet, einem schweren Rotwein, einem Pomerol zu folgen, den man zu einem Glas Rehrücken, mit glasierten Heidelbeeren verkostet.
Da können viele, mit Pommes und dazu eine Cola, mehr anfangen und das ist vollkommen in Ordnung.

Mich stören, die Brotphasen, die erklärenden Phasen, in einem Text nicht. Mir sind sie nicht langweilig, wenn sie mich vorbereiten, um das was kommt, besser zu verstehen. Ohne diese Neigung scheitert man, an jedem Thomas Mann Roman, auf den ersten hundert Seiten.

Mal sehen, ob sich noch mehr Analogien finden lassen. Sonst gibt es demnächst ein Bild von Pommes mit Ketchup 😉

Habt einen schönen Abend
Peter

Fühlt euch frei

Im Rahmen weiterer Zackungen, habe ich, auf einigen Seiten des Blogs, eine Unterstützungskachel eingefügt. Wer möchte kann dort gerne meine Arbeit unterstützen. Wer nicht möchte kann mich gerne weiter mit einem Besuch oder Like unterstützen 🙂

Unterstützung ist Gold sozusagen 😉

Manchmal – und das geht mir selbst so – denkt man ja: „Ach! Da würde ich gerne mal was beitragen.“ Aber es fehlt die Option. Die ist nun geschaffen. Ich habe mich für Stripe, als Anbieter entschieden, da ich mit Paypal nicht viel anfangen kann. Stripe erfordert den Einsatz einer Kreditkarte, das schien mir am sichersten. Ihr könnte es ja einfach mal ausprobieren – Spässle gemacht! 😉

Ich sehe das eher, wie bei Straßenmusikern: Man gibt ihnen etwas, wenn man möchte oder erträgt tapfer die schrägen Töne, in meinem Fall, sehr individuelle Kommasetzung 🙂

Aussehen tut das Ganze so:

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Mehr ist es nicht – simpel oder?

PGF

Mehrwert

Ich halte die Frage durchaus für berechtigt: was denn der Mehrwert des Zeilenportals werden soll, wenn hier gar keine Geschichten mehr angeboten werden, sondern nur noch profane Selbstvermarktung stattfindet?

Information! geschätzte Leser und Besucher, das soll den Mehrwert darstellen.
Um dafür motiviert zu sein, musste ein neues Design her, denn Information braucht Fläche.

Ich ahne, wie der ein oder andere denkt: Information? Noch mehr Information? Werden wir nicht den ganzen Tag, per Bildschirm unterschiedlicher Zollgröße mit Information bombardiert?
Richtig. Im Datenpaket liegt kein Wert mehr, man stopft uns, wie Gänse mit Esoterik, Weltelend und Transgender-Brüsten. Nichts hat mehr einen Zusammenhang. Die digitale Welt ist ein Ramschmarkt der Meinungen.

Deshalb wird hier, im cremefarbenen Rähmchen, die Information gesiebt, fast könnte man sagen kultiviert, damit nicht so ein Wirrwarr an Stimmungen herauskommt.
Ich habe deshalb, in den letzten Monaten, zu vielem geschwiegen, was mich angeekelt oder erschüttert hat: zum lachenden Laschet, bei der Trauerrede des Bundespräsidenten; bei aus Flugzeugen fallenden Afghanen; bei einem Apple-Technik-Update, welches die vollkommene Überwachung vorbereitet.
So wird es auch bleiben, weil es dazu schon überall viel zu viele Meinungen gibt. Lieber handeln: beim Wählen, beim Konsumieren, beim täglichen Umgang, mit den ganz realen Menschen, mit denen man zu tun hat.

Die Informationen hier werden sich um die Veröffentlichung(en) drehen, aber auch um den Weg dorthin, vielleicht auch um Reflektionen vom Schreibtisch – obwohl ich immer denke: schreib erst einen Bestseller, ehe du einen Schreibratgeber schreibst …, vielleicht wird es Leseprobe geben und vielleicht wage ich mich an so etwas abenteuerliches, wie eine Online-Lesung, wenn das Buch dann raus ist.

Das ist der inhaltliche Plan. Und der ist abhängig von der Zeit. Damit nämlich ein neues Design und ein bisschen Zack-Zack möglich waren, musste erstmal ein ordentlicher Urlaub seine Wirkung tun und der hat auch manche Lehre gesetzt zur Work-Write-Blog-Life-Balance.

Also keine Sorge, nicht noch mehr Informationsmasse, sondern vorselektierte und zeitlich limitierte Information, für den/die/das diese Information sucht.

Schönen Abend
PGF

Im erweiterten Rahmen von Zack …

habe ich kurzerhand das Design des Blogs etwas verändert. Ich hoffe, es gefällt 🙂

Mir hat schon längere Zeit, eine gut sichtbare Seitenleiste gefehlt, auf der ich passende Widgets positionieren kann. Nach einigem Basteln hat sich gezeigt, dass dies, mit dem alten Design, in keiner Form zu ermöglichen war.
Wie es der Zufall will, fand ich heute die Vorlage, die dem alten Design, welches ich auf Grund seiner Schlichtheit mochte, nicht unähnlich ist, aber ein paar mehr Inhalte erlaubt.

Ja, der Eindruck trügt nicht: Ich bin wuselig 😉

Habts gut! Ich gehe davon aus, dass es sich im Moment ausgezackt hat.

PGF

Zack!

… hab ich das Coverbild für die 2. Joe-Geschichte erworben. Wie auch das für den „Ältesten“ bei Adobe Stock.

Eine kurzfristig einberufene Umgebungsbefragung ergab keinen Widerspruch und, da für mich, das Bild beinhaltet, was die Geschichte erzählt, schlug ich zu, ehe jemand anderer auf die Idee kam.
Ja, das ist ein wenig, die Sache auf den Kopf gestellt.
Den bislang galt, zumindest in meinem Fall: Die Geschichte schreiben, den Buchblock layouten, das Bild aussuchen usw. Diesmal schien es mir wichtiger, ein Bild zu finden, welches den Titel transportiert.
Den ihr jetzt noch nicht erfahrt.
Muss sich ja noch etwas Spannung aufbauen 😉

Also, damit es hier nicht drunter und drüber geht, sortiere ich die nächsten Schritte:

Das Bild ruht erstmal. Wenn ich Muße habe experimentiere ich damit, weil ja ein Bild noch lange kein Cover ist: Ausrichtung, passende Schrift, Ausrichtung der Schrift; Klappentext, soll Leute geben die beruflich nix anderes machen.
Im Schwerpunkt schreibe ich erstmal den 6. Teil zu Ende. So bis Anfang, Mitte Oktober.
Dann überarbeite ich den 2. Teil.
Gebe ihn ins Korrektorat.
Layoute ihn.
Und auf der Basis der Buchblock-Dicke wird dann abschließend das Cover gestaltet.
Wir befinden uns damit etwa Sternzeit November.

Sagen wir 31.11.21, zum Beispiel, damit es ein wenig geheimnisvoll wirkt 😉

Manchmal ist man aber auch kurzentschlossen …

PGF

Mit freundlichen Grüßen

Manchmal kommt die Inspiration von ganz unerwarteter Seite – aber vielleicht geht es auch eher um Motivation.
Tatsächlich wurden mir, in diesem Jahr, zum ersten Mal, meine Autoreninvestitionen steuerlich anerkannt und ich konnte zumindest ein bisschen was am Minus der freiberuflichen Tätigkeit abfedern.

Ich mag deshalb nicht in Begeisterung ausbrechen, weil:
– Kulturförderung in Deutschland viel zu kurz kommt. Ich hatte vor einigen Jahren mal ein aufschlussreiches Gespräch mit dem Kulturamt vor Ort: »Autor? Ach so! Hahaha!«
– Und wir gar nicht von einem bedingungslosen Grundeinkommen sprechen, welches jedem Menschen die Freiheit geben würde, sich, mit seinen Stärken, in das gesellschaftliche Gesamtgefüge einzubringen (Ja, es gibt ein Menschenbild, nach dem dies möglich ist, aber halt nicht in Deutschland)

Aber es ist, eine gewisse, Anerkennung meines Tuns, was den Kostendruck dämpft und mich ermutigt, auch in diesem Jahr, eine Veröffentlichung zu riskieren, weil ich dann
a) Gewinne, brüderlich (darf man das noch sagen?) geschwisterlich mit dem Finanzamt teilen würde
b) Verluste nicht in vollem Umfang tragen müsste.

Für euch hat das Vor- und Nachteile:
Der Vorteil ist, ich werde ausführlich und voller Begeisterung über die (mögliche) Veröffentlichung berichten. Es ist kein Geheimnis, dass es sich dabei, um den 2. Teil der Joe-Geschichten handelt.
Der Nachteil? Es gibt hier, noch länger, keine Online-Geschichte, weil ihr ja, bis zur fiskalen Gegenfinanzierung des Staatshaushaltes, durch meine Bücher, diese dann kaufen sollt.

So ist der Plan.

Aktuell arbeite ich an Teil 6. Ich denke, der Plot steht, das kann man sagen.

In diesem Sinn: Gute Nacht!

Mit freundlichen Grüßen,
Ihre Steuerbehörde 😉

PGF

Aus die Maus!

So fühlt es sich an.

Seit heute weist meine Amazon-Statistik, seit gut zwei Jahren, drei Jahren (?) kein verkauftes Buch, keine gelesene Seite, für die letzten 4 Wochen aus.
Schriftsteller-Karriere beendet, ruft das Pathos.
Hat es recht?
Der Blog lahmt, lyrisch war ich auch schon mal inspirierter, eine Veröffentlichung kann ich zum Zeitvertreib betreiben, aber kaufen wird die Bücher kaum jemand.
Damit endet wohl, in den meisten Fällen, die literarische Ambition.

Seltsamerweise bei mir nicht.
Ich schreibe trotzdem weiter, so als wäre Schreiben eine Wunde, die nicht aufhört zu bluten, ganz egal, was man draufklebt.
Bücher verkaufen war schön, sehr schön, wenn auch nicht lukrativ; monatlich den Blog zu neuen Besucherzahlen zu kitzeln (literaturfrey) war spannend, wenn auch nicht überwältigend, wie ein Youtube-Kanal für Kosmetika mit einer Trillion Abonnenten, die den Blödsinn feiern. Und es war schön, jeden Abend beseelt zu sein, von einer Empfindung, die sich, wie ganz von selbst, in Zeilen formen ließ.

Schreiben, geht auch ohne all das, für mich weiter. Weil es mich begleitet hat, lange bevor es das Internet gab und die Möglichkeit einen abendlichen Seelen-Striptease hinzulegen.
Aber im Sinn des Auditoriums, ist Stille, wie seit langer Zeit nicht mehr.
Eine angenehme, friedliche Stille, als wäre es fast Mitternacht und über der Welt läge der Sommer, wie ein Versprechen, dass das Glück noch kommt.

PGF 08/21