Draußen zog ein Sturm vorbei

Draußen zog ein Sturm vorbei, wie eine Mahnung, wie die uralte Warnung demütig zu sein, in mitten der webenden Kräfte.

Die Bäume rauschten unruhig, als versuchten sie zu singen und der Wind nähme ihnen die Luft dazu. Und so flüsterten sie, statt ihre Stimme zu heben.
Ich lauschte der Welt, ahnungsvoll, wie ein Kind, nur dass mich die klappernden Läden nicht mehr erschreckten und ich mich nicht ängstlich nach einer Geisterhand umsah, die aus einer dunklen Ecke nach mir suchte. Ich lauschte der Welt und wartete, um zu verstehen.

Bald würde kein Licht mehr aus den Lampen strömen, die jetzt noch den Raum erhellten. Bald würden die Scheiben der Fenster geborsten sein und die Welt würde die Mauern überwinden.
Denn die Welt war unruhig, das hörte ich und unzufrieden, wie ein Gott mit seiner Schöpfung, sie war wild und unentschlossen und unendlich traurig über den Affen ohne Fell, der sich hinter Mauern vor ihr versteckte.

Draußen zog ein Sturm vorbei und ich lauschte.

02/20 PGF

Beides

Es gibt ja beides.

Dass wir tief verschüttet sind, in uns und kaum einen Weg nach draußen finden. Wir finden nicht zum Licht und wir fühlen keinen Kontakt. Wir taumeln durch die endlosen Gänge der gleichen Gedanken und finden, wie aus einem Irrgarten, nicht mehr hinaus. Wir sind bei uns, aber ruhelos.
Das andere ist, dass wir nicht mehr zu uns heimfinden. Dass wir durch die Welt irren, von einem Lärm zum nächsten getrieben, taumelnd zwischen falschem Gelächter, aber wir lachen mit und verachten uns, weil wir unsere Würde verlieren. Wir langweilen uns durch die immer gleichen, belanglosen Gespräche.
Sind uns selbst fremd, sind heimatlos.

Es gäbe auch ein Drittes, aber dafür müssten wir, zu staunen verstehen …

02/20 PGF

Metaebene: „Der Ausbruch“

Am Ende, soll auch bei „Der Ausbruch“ ein Rückblick auf Zahlen und Fakten nicht fehlen. Ich beginne mit den Zahlen:

Jeder Beitrag hatte zwischen 16 bis 33 Besucher
Die Zahl der Likes schwankte zwischen 11 und 19
Die Zahl der Worte, pro Beitrag, lag zwischen 500 und 900. Es waren 15368 Wörter in 25 Kapiteln bei 25 Beiträgen,
Der Überarbeitungslevel lag wieder bei 2, also niedrig. Ich schrieb die Texte auf wenig Grundlage am Abend der Veröffentlichung.
Der Hidden Point kam nie in Frage 🙂 da der Zuspruch zur Geschichte gleichmäßig hoch war 🙂 🙂

Hintergründe:
Echte Hintergründe gab es nicht. Ich begann aus einer Stimmung heraus, Eindrücke zu kombinieren und der Rest war eher ein komponieren ins Blaue, als wirklich geplant. Ein Thema war Einsamkeit, ein anderes dieses ständig niedergedrückt werden von medialen Nachrichten und daneben vielleicht die Sehnsucht in einer surrealen Wirklichkeit völlig andere Chancen und Lösungen zu finden. Ohne, dass ich es zu Anfang wusste, war es die Heldenreise von der völligen Einsamkeit zur vollkommenen Vereinigung.
Zum Thema Medien und Lebensgefühl: Es ist unerlässlich, dass wir über politische Themen informiert sind, über gesundheitliche Aspekte, über die Probleme der Umwelt. Die Berichterstattung hat nur gar nichts mit Aufklärung zu tun. Hanau wird nicht verhindert, wenn wir protestieren, sondern wenn wir unser Bildungssystem reformieren, damit aufgeklärte Menschen für Hass und Intoleranz nicht empfänglich werden. Corona ist unschön, Influenca letaler. Die Mundschutzmasken, die blitzschnell ausverkauft waren nutzen gar nichts, es ist eine höhere Gewebedichte nötig: aufgeklärt ist also auch keiner. Und die Umwelt retten wir sicher nicht mit einem Pathos der Verzweiflung, sondern mit dem Mut des Reformierens. Das alles würde Denken, würde Anstregung und differenzierte Betrachtung erfordern und da gehen Headlines und Polarisierung schneller.
Aber ich wollte mich nicht mehr aufregen …

Fazit:

Lowlights:
– Eigentlich nix 🙂
– Die Likes vom Start konnte ich nicht halten. Trotzdem hatte die Geschichte erfreulich Viele, die sie verfolgt und kommentiert haben.

Highlights:
(Ich wiederhole mich, aber das mache ich gern!)
– Dass es der Geschmack ist, den ich treffen möchte. 🙂
– Dass, die treuen Leser blieben und die Kommentare mich wirklich glücklich gemacht haben!
– Dass es, vertraute Leser waren, deren Geschmack ich sehr schätze.

Ich sage wieder: Herzlichen Dank für euer Aufmerksamkeit! Und wer die Geschichte am Stück lesen möchte, findet sie demnächst im Seitenmenü unter dem entsprechenden Titel.

Schönen Abend

Peter

Der Ausbruch (25)

25.

Am nächsten Tag, verließen wir Eskils Haus. Es war schon später Nachmittag, als wir gingen und der Alte winkte uns nach, während Njola und ich uns, in dem Tal, in dem Eskils Hütte stand, einem lichten Birkenhain näherten.
Es war feuchtes Land. Der Boden schmatzte unter unseren Füßen und ein wenig hatte ich Sorge, wir könnten falsch gehen und in einen Sumpf geraten. Aber ich vergaß die Angst, wie ich immer mehr meiner Ängste vergaß. Ich wurde leicht.
Vor mir lief Njola, wie ein Fixstern. Ein Schimmern und Leuchten ging von ihr aus, als wäre sie mehr aus Licht, als aus Fleisch und Blut. Es war ein warmes, pulsierendes Licht, welches sich weich gegen die Umgebung abzeichnete. Ob es tatsächlich da war oder ob ich mehr sah, als da war spielte keine Rolle.
Wir liefen schweigend durch den Hain, kamen daraus hervor und gelangten in eine flache Moorlandschaft, die sich mit warmen Gärgasen gegen den Schnee wehrte. Das Licht, welches von Njola ausging wurde stärker, strahlender, wie eine Aura umhüllte es ihre Gestalt.
„He!“ Rief ich sie. „Bleib mal kurz stehen.“
Sie drehte sich um.
„Ja.“ Sie klang entrückt.
„Da ist ein Strahlen um dich, als würdest du Licht aussenden.“
Sie betrachtete mich von oben bis unten. Dann lächelte sie.
„Das strahlst du auch aus. Es ist überall Licht.“
Sie zeigte zum Himmel und erst jetzt sah ich, dass der ganze Himmel überzogen war mit Polarlichtern, die in allen Farben erstrahlten, dem häufigen Grün und Rot, aber auch Gelb und Türkis. Die Polarlichter wirkten nicht, wie ferne Himmelerscheinungen, sondern wie Tore und Brücken, die darauf warteten, dass wir ihnen entgegenkamen.
„Glaubst du, dass hat damit zu tun, dass wir unserem Ziel nah sind.“
„Bestimmt. Ich wüsste keinen anderen Grund.“
Mir wurde unbehaglich. In einem alten Sinn, bedeutet dies, dass ich sterben würde, obwohl ich nur überging.
Njola merkte mir die Unsicherheit an. Sie kam näher zu mir.
„Gib mir deine Hand.“ Befahl sie sanft.
Ich hielt ihr meine Hand entgegen und als sich unsere Hände näherkamen, fühlte ich ein Ziehen, als würden sich unsere Körper magnetisch anziehen. Unsere Hände berührten sich und ein Kribbeln erfasste meine Hand, wie früher manchmal, wenn mir nachts der Arm eingeschlafen war, nur dass es jetzt, ein sehr schönes, wohltuendes Gefühl war. Es belebte und kräftigte mich.
„Komm wir gehen weiter.“ Njola zog mich nach und ich folgte ihr.
Die Landschaft wurde wieder fülliger. Das Schilfgras wuchs hoch hier und einige Birken mischten sich, zwischen die breiten Grassoden in denen der Nebel geisterte. Dazwischen bildete sich ein schmaler Fluss heraus, dem wir wie selbstverständlich folgten. Er führte uns zu einem kleinen See.
Mittlerweile funkelte ein prächtiger Sternenhimmel über uns, über den immer wieder breiter Bänder Polarlichter flimmerten.
Ich dachte, das ist nicht mehr von dieser Welt …
Njola zog mich weiter. Sie zog mich zu dem See hin. Sie ging so nah zum Ufer, dass ich dachte, sie wollte uns hineinziehen, aber sie machte so rechtzeitig Halt, dass unsere Füße das Wasser nicht berührten.
Sie zog mich, so dass ich mich neben sie knien musste. Wir sahen in die Spiegelung des Sees und sahen nichts, als zwei weitere Sterne vor dem endlosen Sternenhimmel hinter uns.
„Du und ich“, sagte ich staunend.
„Und der ganze Kosmos.“ Ergänzte Njola glücklich.
Denn wir waren am Ziel.

Ende

02/20 PGF

Der Ausbruch (24)

24.

Ich nahm an, dass es Januar war, als wir Eskils Haus erreichten. Aber der Monat war auch nicht wichtig. Monate waren die Erfindung einer zurückliegenden Zeit. Es war in jedem Fall nach der Wintersonnwende. Der kürzeste Tag entsprang einer tieferen Wirklichkeit, einer, im Horizont des Menschen, ewigen Wirklichkeit, welche dem kosmischen Spiel entsprang, wie die Jahreszeiten, wie Tag und Nacht, wie Vollmond und Neumond. In diesen Zyklen lernten wir uns wieder fühlen.
Wir waren weit nach Norden vorgedrungen. Wir hatten Mittelschweden durchquert und waren unterwegs an die Küste die einst zu Norwegen gehörte.
Da wir tagelange niemand mehr gesehen hatten, außer Tieren die uns misstrauisch und neugierig eine Weile folgten und an den Grenzen ihres Reviers zurückblieben, war die kleine Hütte, aus deren Kamin der Qualm heimelig aufstieg, ein wundervoller Anblick.
Da wir nicht wussten, was uns erwarten würde, näherten wir uns ihr, mit Vorsicht. Weniger, weil wir fürchteten uns gönne etwas geschehen, viel mehr aus der Sorge, wir könnten den oder die Bewohner erschrecken.
Aber unsere Sorge war umsonst. Als wir die Hütte erreichten trat ein alter Mann daraus hervor und hob die Hand zum Gruß.
„Da kommt ihr ja endlich.“ Sagte er fröhlich und seine feinen Lippen zeichneten sich in seinem weißen Bart freundlich ab. Er hatte strahlend blauen Augen, die uns warm entgegen leuchteten. „Ich habe schon zur Wintersonnwende mit euch gerechnet.“
Wir kamen näher. Das uns jemand erwartete, wunderte mich nicht mehr. Ich hatte mein altes Denken, in dem die Dinge logisch und in Kausalitäten gebunden waren, aufgegeben.
„Nun“, erklärte ich, „zumindest ich, habe nicht mit Ihnen gerechnet.“ Mir fiel auf, dass ich seine Sprache ganz automatisch verstand, obwohl es nicht Deutsch war. „Aber es ist schön, mal wieder jemand zu begegnen.“
Ich sah nach Njola und rechnete damit, dass sie nicht überrascht war, von der Begegnung. Aber sie wirkte ebenfalls irritiert.
„Geht mir ganz gleich, wie meinem Begleiter.“ Sagte sie.
Eskil machte eine große Bewegung mit dem Arm.
„Kommt doch herein. Dann erkläre ich euch drinnen, weshalb ich wusste, dass ihr kommt. Und“, er sah mich an, als könne er meine Gedanken lesen, „warum ich hier sesshaft lebe, obwohl die süße Aslaug allen erzählt, nur wer noch Sehnsucht in sich trägt, könnte diesen Zeiten überstehen.“
Die Hütte war Innen viel größer, als sie von außen wirkte. Ich konnte mir die Dimensionen nicht erklären.
Eskil lenkte uns an einen Tisch. Es lag nichts darauf, außer einem Samtbeutel, in welchem ein dickes Bündel kleiner Stäbchen steckte.
Er merkte meinen Blick.
Seine tiefblauen Augen strahlten mich an.
„Das sind Orakelstäbchen, sie gehören zum Buch der Wandlung, ein sehr altes lebensweises Buch, mit dem ich mich seit vielen Jahrzehnten beschäftige. Womit ich gleich, die zweite Frage erklären kann: Warum mir die Sesshaftigkeit nicht schadet? Weil Wandlung nicht im Außen stattfinden muss, weil Sesshaftigkeit nichts mit einem Ort zu tun hat, sondern mit einem Stillstand des Denkens und Fühlens. Man kann durch die ganze Welt reisen und sich in den immer gleichen Denkmustern bewegen. Sehnsucht muss sich nicht in rastloser Wanderschaft ausdrücken. Versteht ihr das?“
Ich bemerkte, dass die Worte Njola mehr trafen, als mich. Sie nickte nachdrücklich. Tränen waren in ihren Augen.
„Man kommt nie an. Ist es nicht so, meine Liebe?“
Sie schluckte und sagte mit belegter Stimme.
„Mein ganzes Leben habe ich keine Ruhe gefunden. Auch jetzt noch, glaube ich, nie stillstehen zu dürfen.“
„Bis so ein Alter am Weg kommt, der Stäbe zählt und dich auf eine andere Idee bringt.“ Meinte Eskil gutmütig.
„Das Buch der Wandlung hat mir euer Kommen verraten. Dabei war nicht sicher, wer kommt, nur das wer in meine Leben tritt, es streift und weiterzieht, das sagten mir die Stäbchen in einem Hexagramm.“
„Kannst du für uns auch ein Orakel durchführen?“ Wollte Njola wissen.
Ich wollte protestieren, weil ich so etwas für Unfug hielt, aber der Alte kam mir zuvor.
„Ihr braucht kein Orakel mehr. Ihr seit bereits auf dem Weg. Ihr geht in getrennten Körpern, aber ihr habt euch erkannt und nun werdet ihr ineinander aufgehen.“
Er bemerkte unseren skeptischen Blick.
„Auch darin seid ihr beiden euch gleich: im Zweifeln, wie im Zorn und im Lieben. Ihr wollt das nicht hören, weil ihr an die universelle Liebe glaubt, nicht an den Egoismus zu Zweit. Aber seid unbesorgt! Wir gehen alle in getrennten Körpern, aber erkennen uns nur auf gemeinsamen Stufen. Am Ende fließt jeder Regentropfen ins Meer zurück. Aber mancher entspringt eben der Gebirgsquelle, während der nächste in einem breiten Strom, schon nah der Mündung zum Meer ist.“
Ich dachte an Aslaug, dachte an meine Ex-Frau, dachte an viele Menschen die mir nahegekommen waren und sich wieder entfernt hatten. Immer blieb mir das Gefühl, man könne es nicht mit mir aushalten, vielleicht war die Unruhe ja immer in mir gewesen.
„Und du meinst, wir beiden Tropfen, sind nahe der Mündung?“
„Sehr nahe.“ Sagte Eskil sanft und legte seine warmen Hände auf unsere.

02/20 PGF

Der Ausbruch (23)

23.

In den nächsten Tagen merkte ich, dass ich nicht mehr fror. Auch Njola spürte die Kälte nicht mehr, obwohl um uns, hüfthoch der Schnee lag und unsere Haut sich rot unter der Kälte spannte. Aber wir fühlten die Kälte nicht. Unsere Winterkleidung trugen wir trotzdem, aus Gewohnheit weiterhin. Es hätte keinen Unterschied gemacht, wenn wir in Unterwäsche gelaufen wären, außer, dass wir uns albern gefühlt hätten.
Die Dunkelheit war nun beständig. Es gab nicht mehr Tag und Nacht, es gab nur noch dieses Zwielicht. Da wir an die Küste zurückgekehrt waren und die Besiedlung immer dünner wurde, bestand die Welt zunehmend nur noch aus Himmel, Meer und Eis, die zu einem grau-blauen Bild in der Dämmerung verschwommen. Wäre Njola nicht in meiner Nähe gewesen, ihre Stimme und ihr Gesicht, ich hätte in der Welt keine Unterscheidung mehr gefunden: oben und unten, Himmel und Schnee bedeckte Landschaft, wären zu einer Dämmerwelt verschmolzen.
Mein Appetit ließ ebenfalls nach. Auch das hatte ich mit Njola gemeinsam. Am Abend setzen wir uns zusammen, ich wärmte uns eine Konserve, die wir auch aßen, aber wir hätten auch darauf verzichten können. Sie schmeckte nach nichts und da ich keinen Hunger hatte, empfand ich auch keine Sättigung.
Eines Abends, als wir unser Abendbrot gerade beendet hatten, meinte Njola: „Du, nimm doch auch mal einen Stein in die Hand. Du hast noch gar nicht ausprobiert, was bei dir geschieht.“
Ich zuckte etwas unwillig mit den Schultern. Aus irgendeinem Grund traute ich mir nicht zu über die gleichen Fähigkeiten zu verfügen, wie meine Begleiterin.
„Wie du meinst.“
Ich sah mich auf dem Boden um, der zu der kleinen Hütte gehörte, in der wir uns Nachtlager aufgeschlagen hatten. Ich fand keinen Stein, nur ein Stück Holz, eine schöne Schnitzerei bei der ein männlicher und ein weiblicher Körper die sich küssten, im Rumpf zu einem verschmolzen.
Als ich mit meiner Hand das Holz umfasste, geschah etwas Ähnliches, wie bei Njola, als sie den Stein hochnahm. Nur, dass in meinem Fall meine Hand in einem Moment hölzern aussah und mit der Schnitzerei verschmolz und im nächsten, der Haut meiner Hand glich, als würden die Atome aus der beides bestand ihr Aggregat zwischen beiden Zuständen pulsieren lassen. Ich betrachtete den Vorgang staunend.
Ich sah auf und blickte in Njolas dunkle Augen, die mich geheimnisvoll ansah.
„Das ist schön.“
„Was?“ Fragte ich unbeholfen.
„Das sich die Begrenzung auflöst, dass sich das Ich auflöst. Weißt du was Hermann Hesse einmal schrieb?“
„Sag´s mir! Ich habe einiges gelesen.“
Sie sammelte sich kurz, als wolle sie die Zeilen ganz genau erinnern, um sie nicht falsch zu zitieren.
Dann begann sie, voller Wärme in der Stimme: „So musst du allen Dingen Bruder, Schwester sein, dass sie dich ganz durchdringen.“
„Dass du nicht scheidest dein und mein.“ Fuhr ich fort und fühlte die vertraute Wirkung der Zeilen, eine Mischung aus Glück und Rührung, die sie immer in mir hervorgerufen hatten.
„Ja, das kenne ich, das hat eine tiefe, wundervolle Melodie.“
„Wie Rilke Gedichte.“
Ich lächelte.
Wir geschwiegen und genossen stumm, diesen wundervollen Augenblick.

02/20 PGF

Der Ausbruch (22)

22.

In den nächsten Tagen nahm das Licht immer mehr ab. Die Sonne hob sich kaum über den Horizont und versank, wie ein zu kurzes Leben. Weder Njola noch ich trugen schwer daran. Wir wanderten gemeinsam durchs Dunkel, wie zwei Sterne, die sonst kein Licht benötigen. Manchmal unterhielten wir uns, über die Leben die hinter uns lagen, wie alte Haut, hinter einer gehäuteten Schlange und manchmal verrichteten wir einfach unser Tagewerk in stummem Einverständnis. Wir kochten gemeinsam und einer nahm dem anderen die unangenehmen Aufgaben ab, als wäre das, unter Menschen nie anders. Wir kümmerten uns gegenseitig, um unser Wohlergehen, ehrlich und rücksichtsvoll. Wenn der eine Zeit für sich brauchte, rückte der andere nicht nach und, wenn einem von uns danach war, ein zwei Stunden vor oder hinter dem anderen zu wandern, herrschte kein Misstrauen, als würde einer von uns nur darauf warten, für immer zu verschwinden.
Ich konnte Njola vertrauen, das spürte ich, ohne, dass es weiterer Beweise bedurfte und für mich war es ganz selbstverständlich sie nicht zu enttäuschen. In meinem alten Leben hatte ich das mit keinem Menschen so erfahren. Deshalb hatte ich Beziehungen immer gemieden. Entweder ich fühlte mich eingeengt oder misstraute der Zuneigung, in der ich nicht genug Nähe fand. Mit Njola war es anders.
Etwa zwei Wochen nach unserem Abschied von Nimis, wir waren längst in der Region die in der alten Zeit Norwegen hieß, entdeckten wir in der Abenddämmerung am Horizont einen orangenen Streifen, der sich, wie ein Wurm, quer zu uns vorwärts bewegte. Die Kontur war unregelmäßig, als würde der Körper Höcker besitzen, die sich auf und ab bewegten. Von der Erscheinung ging ein Murmeln aus, ein monotones und doch melodisches Murmeln, zu dem man sich hingezogen fühlte.
„Was ist das?“ Fragte Njola staunend.
„Keine Ahnung. Sollen wir näher hingehen?“
„Ja, komm!“
Wir beschleunigten unsere Schritte und der Wurm bewegte sich nördlich von uns weiter nach Westen. Wäre der Streifen nicht so klein und blass gewesen, man hätte es für ein Stück Sonne halten können, dass eben noch, über den Horizont schielt.
Wir holten gut auf, auch, wenn wir dafür ordentlich ins Schwitzen kamen und fast zeitgleich sagten wir: „Sind das Menschen?“
Wir täuschten uns nicht und sahen, als wir vielleicht noch hundert Meter entfernt waren, dass dort ein langer Tross, in orangene Kutten gehüllte Mönche entlang pilgerte, wie eine Miniatur Abendröte. Es waren Männer und Frauen, die eine immer gleiche Zeilen wiederholten:
„Aum Tryambhakam Yajamahe Sugandhim Pusthivardhanam Urvarukamiva Bandhanan Mrityor Mukshiya Maamritat.“
Ich hörte die Zeile vielleicht vier, fünf Mal und konnte sie bereits mitsummen, wie ein uraltes Lied, das man vergessen hat, aber mit dem ersten Ton sofort wieder aufnehmen kann.
Die Pilger beachteten uns nicht. Es war ein Zug von sicher mehr als hundert Menschen, die Barfuß in dicken Kutten, die meisten mit glattrasiertem Schädel, wie von einer unsichtbaren Macht geführt, an uns vorüberzogen.
Njola nahm meine Hand und sah andächtig zu.
„Sollen wir?“ Begann ich.
Sie zog an meiner Hand und machte sanft: „Pscht!“
Unter unseren Blicken verschwand die Prozession so langsam, wie sie aufgetaucht war.
Als wir sie nicht mehr hörten und nur noch ahnend sahen, fragte ich: „Hast du eine Ahnung, was das war?“
Njola lehnte sich an mich.
„Ein anderer Weg. Ein anderer Weg als der, für den wir uns entschieden haben.“

02/20 PGF

Der Ausbruch (21)

21.

Wir liefen diesen Tag und redeten kaum ein Wort. Ich beobachtete misstrauisch und irritiert, die Welt um mich her, hörte aber den gleichen Klang der Schritte, roch das Meer, wie früher und sah, über den Himmel, die gleichen Wolken ziehen. Die Welt war, wie zuvor, vertraut und fern.
Dass wir dieser Welt, der nackten Wirklichkeit, aus Bäumen, Felsen, Gräsern, Insekten, Wind und Vögeln, ferner waren, als Menschen vor 10000 Jahren, daran zweifelte ich nicht. Die frühen Menschen hatten gewiss einen anderen Blick für die Welt. Wie sonst hätten sie sich selbst, ohne Apparate oder den Kosmos ohne Teleskop erforschen können, wie es die Inder mit dem Yoga und die Inka mit ihrem umfangreichen astronomischen Wissen vermochten.
Erst mit der Zivilisation verlor sich unser Bewusstsein an die Außenwelt. Das Sehen und das Hören und das Wahrgenommen werden fingen uns ein. Wir sahen nicht mehr nachts zum Mond, sondern unablässig von einem Display aufs nächste. Wir ertrugen die Stille nicht mehr, deshalb war überall Musik. Wenn wir uns fürchteten nicht zu gefallen, operierten wir solange bis das vermeintlich hässliche vermeintlich schön war.
Die Welt machte uns so große Angst, dass wir in eine flohen, die wir uns, nach unseren Bedürfnissen schufen. Aber die Nacht blieb und der Tod blieb und die Einsamkeit blieb und im Herbst landeten die Krähen auf dem Feld und erinnerten uns an den Tod und am Morgen stieg die Sonne aus dem kosmischen Dunkel und erinnert uns an die weite, unentdeckte Finsternis um uns herum. Aber wir wollten nicht erinnerten werden. Deshalb folgten wir dem Wecker, der uns aufscheuchte, dem Konsum der uns bei Laune hielt und der Hoffnung auf Glück, welches wir mit Bestimmung und Sinn verwechselten.
Mit solchen Gedanken beschäftigt lief ich neben Njola her, die eigenen Empfindungen nachhing. Auch, wenn mich ihre Erklärung aufgewühlt hatte, ihre Nähe war mir angenehm, sie war tröstlich. Sie kam ohne Worte aus.
Wir liefen bis zum Mittag. Suchten uns eine windgeschützte Ecke. Ich packte meinen Kocher aus und wärmte für uns beide eine Dose Ravioli.
Wir aßen schweigend und der Wind überdeckte, unser Kauen und Schlucken. Über den Himmel zogen weiter Wolkenfelder, weiß und leuchtend, wie frischer Schnee im Winter.
„Wollen wir weiter?“ Fragte ich, als meine Dose leer gegessen war.
„Ja.“ Sie stand auf. „Das war gut.“
„Aber nicht gesund.“
Sie lächelte.
„Wenn es froh macht, ist es gesund.“
So ließen wir es stehen.
Spät am Nachmittag erreichten wir ein Schild, welches auf den Weg nach Lervik deutete.
„Wir sollten eher, nach Axelstorp.“ Meinte Njola. „Wir verlieren nur Zeit, wenn wir uns an der Küste halten.“
Mir tat es leid, die Nähe zum Meer zu verlieren. Tagelang war ich in der Nähe der Brandung spaziert.
„Wie du meinst.“ Ich sah zu den Wellen, die endlos gegen den Strand rollten, wie das Leben gegen den Tod.
Sie ging vorne weg und nach ein paar Minuten wurde es stiller und der Wind nahm ab. Wir liefen durch Felder und Äcker, über einsame von Traktorenreifen ausgefahrene Feldwege. Als die Dämmerung kam, schlug Njola vor: „Wir sollten uns einen Unterschlupf suchen.“
Ich nickte und sah mich um.
Im Zwielicht wirkte die Welt plötzlich verändert. Mit einem Mal, war mir möglich diesen Zwischenraum, zwischen den Wirklichkeiten zu fühlen. Das Licht veränderte sich, die Farben veränderten sich, Geräusche wurden laut, die den Tagen über kaum aufgefallen waren und dazwischen war eine Stille, die sich viel tiefer anfühlte, als die stummen Stunden eines hellen Tages.
Näher dem Traum, als der Wirklichkeit, dachte ich.
Und Njola sagte: „Da hast du recht.“

02/22 PGF

Der Ausbruch (20)

20.

„Und wohin gehen wir jetzt?“
Njola hatte mich, wie angekündigt früh geweckt. Sie drängte mich zum Losgehen, noch ehe wir eines der Kinder sahen. Noch ehe, alle Sterne am Himmel, verblassten.
„Wir gehen die Küste entlang Richtung Skälderviken. Das sind etwa sechs Stunden Fußmarsch. Wenn wir dann noch weiterwollen, können wir vielleicht bis nach Lervik oder verlassen die Küste und laufen bis nach Axelstorp.“
„Gunnar hat mich gewarnt die Küste zu verlassen.“ Bemerkte ich.
„Da hatte er recht.“ Njola rückte ihren Rucksack auf den Schultern zu Recht. „Weiter im Süden, nahe dem Übergang, sind die Ebenen noch fest, aber je weiter wir nach Norden kommen, je näher kommen wir der neuen Zeit.“
Ich blieb stehen. Wir waren noch nicht weit gelaufen, die Lichter von Nimis lagen noch undeutlich in Sehweite.
„Dann erklär mir das mal. Das mit der neuen Zeit und so. Du hast ja gesagt, du würdest mich mehr wissen lassen.“
„Du bist sehr ungeduldig.“ Sie blickte mich herausfordernd an. „Wir sind ja noch keine 1000 Schritt von Nimis entfernt.“
„Ich glaube nicht, dass ich ungeduldig bin. Ich weiß nur gerne woran ich bin.“
Sie löste ihren Blick von mir und sah vor sich auf den Weg.
„Komm!“ Befahl sie sanft und lief los.
Fast im Gleichschritt, traten unsere Stiefel in den Kies.
„Es wird dir nicht gefallen.“ Ihre Stimme klang monoton.
„Darauf lasse ich es ankommen.“
„Mit dem Ausbruch, mit der Seuche und den militärischen Konflikten kam nicht nur das Ende für die alte Weltordnung, sondern auch das Ende der alten Wirklichkeit.“
Sie wartete, ob ich dazu etwas fragen wollte.
Ich schwieg.
„Jede Epoche, die zu Ende ging, brachte einen großen Wandel für die Menschheit. Es ging jedes Mal einen Schritt nach vorne: nach den Ägyptern, nach den Griechen, nach den Römern, nach dem Hochadel, nach der Industrialisierung und auch nach der Digitalisierung. Immer veränderte sich das Leben der Menschen und das Weltbild der Menschen. Aber jetzt wird es zum ersten Mal nicht weitergehen, wie wir die Welt bisher kannten. Nicht nur unser Weltbild wird sich verändern, sondern auch die physikalische Beschaffenheit der Welt. Es öffnen sich neue Räume, neue Ebenen, so wie sich nach den Maschinen, mit den Computern neue Möglichkeiten gezeigt haben.“
„Bedeutet?“ Ich war nicht zufrieden mit der Erklärung, es klang mir zu abstrakt.
„Bedeutet, dass die Grenzen zwischen der geistigen Welt und der materiellen Welt ins Fließen geraten und wir den Lebenskreis unserer Seele nicht mehr in Brüchen erleben, sondern als fortschreitenden Prozess. Der Tod schneidet uns nicht mehr ab vom Wissen, um unsere Seele, sondern wir verlieren unseren Körper und leben nahtlos weiter als Seele.“
Ich stoppte.
„Willst du sagen, ich sei bereits tot?“
Sie schüttelte den Kopf.
„Nein, aber um dich löst sich auf, was dir wirklich schien. Diese alte Welt, in der mit dem Tod und mit der Geburt alle Fragen nach Sinn und Zweck verbunden waren, die endet. Sie endet endgültig mit dem Ausbruch der letzten Dekade.“
Jetzt hatte ich Schwierigkeiten ihr zu folgen, aber ich verbarg es.
Njola fuhr fort: „Aus Körpern entstand biologische Intelligenz und diese biologische Intelligenz schuf elektrische Bauteile aus denen künstliche Intelligenz entstand. Die Ebenen: materiell, spirituell sind nicht mehr getrennt.“
„Das ist jedem bekannt, der etwas länger philosophiert oder ernsthaft meditiert hat.“
Njola schüttelte den Kopf, fast verzweifelt.
„Nein! Du verstehst nicht!“
Sie bückte sich und hob einen Stein auf. Er war so groß, wie ihre Hand, schwarz, wie Vulkanstein.
Sie umfasste den Stein und ihre Hand und die dunkle Oberfläche wurden eins.
„Die Materie verliert an Konsistenz. Die Dinge durchdringen sich. Die Wirklichkeiten liegen wie Schichten übereinander und an manchen Stellen überschneiden und überlagern sie sich, wie Lippen, in denen die Außenwelt und die Innenwelt zusammentrifft. In der alten Welt waren meine Hand und der Stein getrennte Objekte, in der Welt die jetzt kommt, sind sie Ausdruck der gleichen Energie. Das war schon immer so, aber jetzt sind die Pforten unserer Wahrnehmung so weit geöffnet, dass wir verstehen. Wir träumen es nicht mehr, wir erleben es.“
Ich starrte auf ihre Hand und fragte mich, ob ich halluzinierte. Aber der kalte Wind spannte meine Haut und der Schweiß in meinen Kleidern roch nach vielen Tagen.
„Das kann nicht sein.“ Sagte ich schwach. „Ich verstehe es nicht.“
„Es gibt nichts zu verstehen!“ Njola fasste meine Hand. „Du willst das alles in deinen Kopf bekommen, aber der ist dafür zu klein. Viel mehr weiß ich selbst nicht. Auch nicht, weshalb wir uns begegnet sind. Oder warum es mich immer weiter nach Norden zieht.“
„Das kann ich dir vielleicht erklären. Alvar hat mir dazu manches gesagt.“
Sie sah mich unsicher an.
„Sag schon!“
„Nicht jetzt. Jetzt muss ich erst eine Weile laufen.“
Njola ließ meine Hand los.
Ich sah zum Himmel, sah zum Meer, das nah von uns gegen die Küste stürmte und wusste nicht, ob die Welt mir je sonderbarer erschienen war.

02/20 PGF

Der Ausbruch (19)

19.

Drei Tage blieb ich in Nimis. Das Leben der Kinder schien mir sehr eintönig. Meistens saßen sie nur herum, dachten nach – so schien es mir – tauschten wenige Worte aus und wirkten trotzdem sehr zufrieden. Als seien sie innerlich damit beschäftigt, sich auf etwas sehr Großes vorzubereiten. Was es war, wollten sie mir nicht verraten, auch Alvar nicht.
Am Morgen des 4. Tages weckte mich eifriges Gemurmel, in der Nähe meines Schlafplatzes. Ich stand auf und sah, dass Alvar sich von den anderen Kindern verabschiedetet. Ein Mädchen stand in der Nähe von ihm. Sie war die nächstälteste und er übergab ihr Informationen, damit sie seine Nachfolge antreten konnte.
Ich beeilte mich, ihn nicht zu verpassen.
„Du brichst schon auf?“
Er nickte und wirkte sehr entschlossen.
„Ja, ich bin so weit.“
„Richte Gunnar Grüße von mir aus.“ Bat ich und fragte mich warum. Er war mir nicht sympathisch, in der Erinnerung. Es war eine Floskel.
„Okay, das werde ich. Wenn er sich an dich erinnert.“
In der Nähe des Dorfes tauchte eine Gestalt auf.
„Wirst du abgeholt?“ Erkundigte ich mich fürsorglich.
Alvar schüttelte den Kopf.
„Nein, ich gehe allein. Vielleicht jemand der nach Norden will.“
Die Gestalt kam näher und ich erkannte, dass es sich um eine Frau handelte.
Sie hob die Hand zum Gruß. Sie war eine schöne Erscheinung, dunkles, langes Haar, ein feines und ausgewogenes Gesicht, eine angenehme Mischung aus Fröhlichkeit und Ernst in ihrem Blick.
„Ist das hier Nimis?“
„Ja.“ Sagte ich rasch und war erleichtert, nicht mehr der einzige ältere Mensch am Ort zu sein.
„Gut“, sie lächelte zufrieden, „dann bin ich richtig.“
Sie sah an mir vorbei.
„Du bist Alvar?“
Er nickte.
„Gunnar sagte, dass ich dich vielleicht noch treffen werde. Er wartet bis du kommst. Du hast Zeit bis zum Abend.“
„Ich sollte trotzdem los. Abschied habe ich schon genommen.“
Sie lächelten einander zu, als würde sie sich schon ewig kennen.
„Hab einen guten Übergang, Alvar.“
Der nickte, hob zum letzten Gruß an die anderen die Hand und ging davon.
Die Frau sah mich erwartungsvoll an.
„Du scheinst dich auszukennen?“ Fragte ich, verunsichert, weil die Fremde, mit Ankunft, mehr wusste, als ich nach dem dritten Tag.
Sie schüttelte den Kopf.
„Nein, ich kenne mich nicht gut aus. Aber ich war vorbereitet herzukommen. Wie heißt du eigentlich?“
Ich nannte ihr meinen Namen.
„Ah!“ Machte sie. „Mein Name ist Njola, ich habe gehofft jemand zu treffen, wie dich. Dann wandern wir wohl gemeinsam weiter.“
„Das musst du mir erklären. Irgendwie scheint jeder den anderen zu kennen oder etwas von ihm zu wissen, außer mir.“
Unsere Augen trafen sich und ich fühlte die wohlige Mischung aus Glück und flauem Magen, wenn man sich verliebt.
„Das kommt so, wenn man lange sehr unbewusst gelebt hat. Ich denke nicht, dass du mir glauben würdest, würde ich dir alles erzählen, was ich weiß. Es entwickelt sich erst in dir. Wenn wir nach Norden weiterziehen, haben wir Zeit. Dann helfe ich dir besser zu verstehen.“
Ich war damit nicht zufrieden, wollte sie aber nicht bedrängen.
„Und, wann ziehen wir weiter?“
„Morgen, sehr früh in der Dämmerung. Dann, versprochen, erfährst du alles, was ich weiß und dir erklären kann.“

02/20 PGF