Netzwerk / Network (2)

2. Fangen wir am Anfang an

Nach Massachusetts hatte man mich berufen auf Grund meiner außergewöhnlichen Fähigkeiten. Deshalb durchlief ich kein Bewerbungsverfahren und benötigte keine Greencard, sondern war da und fing an.
Ich hoffe und geh davon aus, dass Sie wissen, dass, wenn ich sage: ich ging nach Massachusetts, bedeutet nicht, ich wohnte in der Stadt Massachusetts. Das wissen Sie doch? Man sagt ja auch nicht: Ich bin nach Nordrhein-Westfalen gegangen, sondern ich war in Köln oder Düsseldorf.
Ich lebte in Boston und fuhr das kurze Stück nach Cambridge mit dem Auto. Sie verwechseln das bitte nicht, mit dem in England. In Cambridge befand sich das „Massachusetts Instituts of Technology“ dessen Mitarbeiter ich wurde.
Fragen Sie dort nicht nach, nach mir, weil man mittlerweile meine Existenz verleugnet. Warum? Das kommt noch, wenn vorher nicht der Bus kommt.
In dieser Zeit, gehörte ich zum engsten Forscherkreis. Ich bin ein spekulativer Forscher und halte mich wenig mit den Dogmen und den Standard-Verfahren wissenschaftlicher Arbeit auf. Ich bin eher so eine Steve-Jobs-Elon-Musk-Mischung: ideenreich, innovativ, wie es im Detail zu realisieren ist, müssen andere klären.
Worum es bei meiner Arbeit ging? Wie ich sagte: um Surface-Active Ionic Liquids. Sie haben keine Ahnung was das ist? Dann versuche ich mal es zu erklären.
SAILs sind, ganz platt gesagt, gelöste Salze. Man nutzt sie als Superkondensatoren, um Energie zu speichern. Sie sind die Fortentwicklung von handelsüblichen Kondensatoren, die in unterschiedlichen Bauarten und Anwendungen vorkommen, zum Beispiel, als Blitzlicht, in Netzteilen, als Gleichstrom-/Wechselstromwandler oder beim Motorbetrieb.
Das bestimmt Ihren täglichen Alltag, ist aber langweilig, deshalb müssen Sie nicht mehr wissen.
Wir forschten damals zum Thema der nächsten Kondensatoren-Generation, eben den SAILs, weil wir mehr Energie speichern wollten. Sie müssen sich vorstellen: es handelt sich um Flüssigkeiten, die Energie speichern und je mehr man sie erhitzt, um so mehr Energie kann gespeichert werden.
Meine Kollegen waren von unseren Ergebnissen: 4- bis 5fache Energiemenge, wie bisher begeistert. Aber ich wollte noch mehr! Weil ich allein weiterdachte, welches Potential darin steckt – und diesen Satz merken Sie sich – große Mengen Energie in einer Flüssigkeit zu speichern.
Ach, da kommt der Bus – warten Sie – ach Mist Linie 8! Wo war ich stehen geblieben?
Energie speichern, stimmt.
Jetzt müssen Sie mal denken!
Kennen Sie den Energie-Erhaltungssatz? Ja? Großartig. Energie verschwindet nicht.
Wenn wir als erste Annahme festlegen: Energie verschwindet nicht und als zweite Annahme: das Gehirn beruht (auch) auf elektrischen Impulsen, die sich umwandeln, aber nicht vernichtet werden können, dann folgt, als eindeutig dritte Annahme: Unser Denken – und gehen wir ruhig so weit, unsere Seele, kann nicht vernichtet werden. Sie kann sich nur umwandeln.
Nehmen wir an, dass so eine Seele ziemlich viel Energie ist, dann wäre wohl, um sie zu speichern, etwas notwendig, was sehr viel Energie speichern kann.
Mit dem Gedanken, lasse ich Sie einen Moment allein.
Der muss sich setzen.

07/20 PGF

2. Let’s start at the beginning

I had been called to Massachusetts because of my extraordinary abilities. So I did not go through an application process and did not need a green card, i was there and started.
I hope and assume that you know that when I say: I went to Massachusetts, does not mean I lived in the city of Massachusetts. You do know that, don’t you? You don’t say: I went to North Rhine-Westphalia, if you went to Cologne or Düsseldorf.
I lived in Boston and drove the short distance to Cambridge by car. Don’t confuse that with the one in England. In Cambridge there was the „Massachusetts Institute of Technology“ of which I became a member.
Don’t ask there for me, because they denied my existence in the meantime. Why? I will tell you, if the bus doesn’t come before.
At that time, I belonged to the inner circle of researchers. I am a speculative researcher and I am not very familiar with the dogmas and standard procedures of scientific work. I am more of a Steve-Jobs-Elon-Musk-mixture: full of ideas, innovative, how to realize it in detail, others have to clarify.
What was my work about? Like I said: about Surface-Active Ionic Liquids. You have no idea what that is? Then let me try to explain it.
SAILs are, quite flatly, dissolved salts. You use them as super capacitors to store energy. They are the further development of commercially available capacitors, which are used in different designs and applications, for example, as flashlights, in power supplies, as DC/AC converters or in motor operation.
This determines your daily routine, but is boring, so you don’t need to know more.
Back then we were doing research on the topic of the next generation of capacitors, the SAILs, because we wanted to store more energy. You have to imagine: these are liquids that store energy and the more you heat them up the more energy can be stored.
My colleagues were enthusiastic about our results: 4 to 5 times the amount of energy, as before. But I wanted even more! Because I alone thought further about the potential – and remember this sentence – to store large amounts of energy in a liquid.
Oh, here comes the bus – wait – oh shit line 8! Where was I?
Storing energy, right.
Now you have to think!
Do you know the law of conservation of energy? Yes? That’s great. Energy doesn’t go away.
If we define as the first assumption: energy does not disappear and as the second assumption: the brain is (also) based on electrical impulses, which are transformed but cannot be destroyed, then follows, as a clear third assumption: our thinking – and let’s calmly go so far, our soul, cannot be destroyed. It can only transform itself.
If we assume that such a soul is quite a lot of energy, then something would be necessary, if you want to store it, which can store a lot of energy.
I’ll leave you alone with that thought for a moment. Take your time.

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (DeepL pro)
Note: Subsequent corrections in inverse front

07/20 PGF

Netzwerk / Network (1)

1. Die Haltestelle

Ich warf nochmal einen Blick auf meine Uhr, zog an meiner Zigarette und schmiss den Stummel zwischen meine Füße, um ihn zu zertreten. Aus dem filterlosen Ende drückte sich unverbrannter Tabak heraus.
Er müsste eigentlich schon längst da sein. Der Bus der Linie 9, Haltestelle Beckett-Platz an der ich saß. Und 34, der müsste auch schon lange da sein. Aber 34 kam immer zu spät und das würde uns irgendwann, beide noch das Leben kosten.
Wenn es noch länger dauerte, musste ich mir eine Telefonzelle suchen, um zu erfahren, ob die Zentrale etwas wusste. Das Handy war nicht sicher genug, davon abgesehen, dass die Strahlung ungesund war.
„Bring 34 die Ampulle und dann ist gut“, war der Auftrag.
„Und wo treffe ich ihn?“
„Linie 9, wie immer.“
Ich war einverstanden, wie ich bei allen Aufträgen einverstanden war. Deshalb war ich mittlerweile Nummer 35, die Stufen bis zur Nummer 1 der Organisation, waren überschaubar. Wichtig war nur, dass ich unauffällig blieb.
Wenn ich zurückdachte, war das schon eine verrückte Geschichte, um es bis hierher zu schaffen. Ich sage schon jetzt: Sie würden die Geschichte nicht glauben. Vielleicht denken sie: Doch! Weil das menschlich ist, weil man, mit etwas Wohlwollen, dem Zweifler gerne widerspricht.
Aber schlagen sie später zurück! Ich sagte: sie werden es nicht glauben.
Wollen wir es ausprobieren?
Wenn ich sage: Forschungslabor, Reinkarnation, Force X, Nummerische Identitäten und Hagelkörner werden am Ende ein für sie stimmiges Ganzes bilden, dann ahne ich schon das „Na ja …“.
Oder?
Haben Sie sich schon mal mit SAIL´s beschäftigt? Nein? Sehen Sie! Wenn sie keine Ahnung von Surface-Active Ionic Liquids haben, können Sie eigentlich schon einpacken.
Sagen wir, fast einpacken, um sie nicht ganz zu entmutigen.
Sie sind interessiert?
Okay, bis der Bus kommt, kann ich ein bisschen was erzählen. Es beginnt alles in Massachusetts …

07/20 PGF

1. Bus Stop

I took another look at my watch, pulled my cigarette and threw the stub between my feet to crush it. From the filterless end, unburnt tobacco squeezed out.
It should have been there by now. The bus of line 9, bus stop Beckett-Place where I was sitting. And 34, he should have been there a long time ago, too. But 34 was always late and that would cost us both our lives one day.
If it took even longer, I had to find a phone booth to find out if the intelligence knew anything. The mobile phone was not safe enough, apart from the fact that the radiation was unhealthy.
„Bring 34 the ampoule and that’s it,“ was the order.
„And where do I meet him?“
„Line 9, as usual.“
I agreed, as I agreed with all assignments. That’s why I was now number 35, the steps to becoming number one in the organization were manageable. The important thing was to remain inconspicuous.
When I thought back, it was a crazy story to make it this far. I can tell you right now, you wouldn’t believe the story. You may think..: O, i would. Because it’s human, because with a little goodwill, you can always resist the doubter.
But turn back to this point later. I said you won’t believe it.
Shall we try it?
When I say: research laboratory, reincarnation, Force X, numerical identities and hailstones will form a coherent whole in the end, then I already have an inkling of the „well …“.
…right?
Have you ever dealt with SAIL’s? No? Look. If you don’t know anything about Surface-Active Ionic Liquids, you can actually can give up.
Say, almost give up, so as not to discourage you completely.
You’re interested?
Okay, until the bus comes, I can tell you a little bit. It all starts in Massachusetts…

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)
Note: Subsequent corrections in inverse front

07/20 PGF

Missverständnis / Misconception

Was nicht verstanden wird: Die Kunst ist für den Künstler, kein Zustand der Fülle. Sie ist seine letzte Bastion, sie ist sein letzter Rückzugsort, der Bergfried vor dem Kampf mit dem Leben; das einzig kontrollierbare, heimatliche, freundlich Zugewandte.
Man irrt immer, wenn man sich vorstellt, wie der Künstler, aus einem erfreulichen Lebensglück, mit ein wenig Handwerkskunst, seine Werke erschafft.
Aber das Bild, welches die Wirklichkeit eher trifft, ist jenes des Verdurstenden in der Wüste, der mit einer letzten Träne, seinen Durst stillt. Nicht mal das. Der seine letzte Träne teilt, während er versucht, mit dem mageren Rest seinen Durst zu stillen.
Die Kunst, das Werk, ist nicht der Anfang, eines langen, glücklichen Weges, der von Erfolg gekrönt ist, sondern das Ende eines langen, schmerzlichen Pfades voller Niederlagen, auf dem alles verloren ging, alles vernichtet wurde, alles infrage gestellt wurde, was normalerweise Menschen mit dem Leben versöhnt.
Am Ende bleiben dem Künstler Buchstaben, also Laute, bleiben ihm Farben, Töne, Formen, als letzte Freunde, als Heimstätte, die ihn vor der Verzweiflung schützen.
Es ist also nie erstrebenswert ein Künstler zu sein und es ist peinlich Kunstwerken Bewunderung zu zollen. Besser wäre, etwas beschämt, an diesem sonderbaren Menschen vorüberzugehen, der offensichtlich im Leben nie seinen Platz gefunden hat und ihm etwas Mitgefühl und ein Versprechen in den Hut zu werfen. Nämlich dieses: dass das Werk anregt, die Welt etwas besser, etwas leichter zu machen.
Dann weiß der Künstler, dass er noch immer nicht verstanden wurde, aber zumindest kann er hoffen, dass seine Leiden, nicht vergeblich waren.

What is not understood: Art is for the artist, not a state of abundance. It is his last bastion, it is his last retreat, the keep before the struggle with life; the only controllable, homely, kindly turned.
One is always mistaken when one imagines how the artist, out of a joyful happiness in life, with a little craftsmanship, creates his works.
But the image that is more true to reality is that of the thirsty man in the desert, quenching his thirst with a last tear. Not even that. The one who shares his last tear while trying to quench his thirst with the meager rest.
The art, the work, is not the beginning, of a long, happy path crowned with success, but the end of a long, painful path full of defeats, on which everything was lost, everything was destroyed, everything was questioned that normally makes people happy with life.
In the end, the artist is left with letters, i.e. sounds, he is left with colours, sounds, shapes, as his last friends, as a home that protects him from despair.
So it is never desirable to be an artist and it is embarrassing to admire works of art. It would be better to be a little ashamed to walk past this strange person, who has obviously never found his place in life, and to throw some compassion and a promise into his hat. Namely this: that the work stimulates to make the world a little better, a little lighter.
Then the artist knows that he has still not been understood, but at least he can hope that his suffering was not in vain.

07/20 PGF

Translation: DeepL

Nachdem du gingst / After you left

Nachdem du gingst

Einige Dinge blieben noch,
wie ein vergessener Schirm im Regal,
andere gingen davon,
wie plaudernde Passanten in der Abenddämmerung.

Die Tage blieben blau und grau
und Lieder klangen tiefer, wenn es Abend wurde.

Nur die Liebe brach in tausend Scherben …
die nie mehr
ein Stück,
ein Leben,
ein Vertrauen,
werden würden.

07/20 PGF

 

After you left

Some things remained,
like a forgotten umbrella on a shelf,
others left,
like chatty passers-by at dusk.

The days remained blue and grey
and songs sounded deeper as the evening wore on.

Only Just love broke into a thousand pieces shards
who never again
a piece,
a life,
a trust,
would be could be built with.

07/20 PGF

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)

Hinweis: Nachträgliche Korrekturen durch Streichung und Blockschrift.

Note: Subsequent corrections by deletion and block capitals.

Flutter

What a strange process it was, from the first person who wanted to give a name to the flight of the butterfly, until at the end there was „fluttering“.
It probably began with a sound, a sound that described the butterfly’s hectic wing beat, a sound that described the butterfly standing restlessly in the air, just as restless, just as unstable.
What a moment of observation it was, so that the word „born“ could be „born“? What kind of inner silence, what kind of contemplation, to get involved with the creature, its being, its movement, was necessary for this?
What was the intention behind naming the process? The joy in the beauty of the movement? The joy of observation? The need to capture transient beauty, a moment?
What bridges did this first sound cross until it set the impulse in a language to turn the sound into a word. What innumerable ways did he it take to realize himself itself until he it ended up in fluttering.
How right and appropriate does the sound seem to us, who have learned to use the word naturally? But how limited is this thought, since every language has its own „flutter“, which seems appropriate.
„A white butterfly has just fluttered past the purple dream catcher blossoms.“
Every word in this sentence has a similar long complex story behind it, so I can form this sentence.
Comes from a wordless consciousness that wanted to signify the world around it, that wanted to escape the prison of its own thoughts…

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)

 

Hinweis: Nachträgliche Korrekturen durch Streichung und Blockschrift.

Note: Subsequent corrections by deletion and block capitals.

Flattern

Was war das wohl für ein sonderbarer Prozess, vom ersten Menschen, der dem Flug des Schmetterlings einen Namen geben wollte, bis am Ende „flattern“ stand.
Vermutlich begann es mit einem Laut, einem Laut der ebenso unruhig, ebenso instabil den hektischen Flügelschlag, das unruhig in der Luft stehen des Schmetterlings beschrieb.
Was war das für ein Moment des Beobachtens, damit das Wort „geboren“ werden konnte. Welche innere Stille, welche Betrachtung, sich auf das Geschöpf, sein Wesen, seine Bewegung einzulassen, waren dazu nötig?
Welche Intention verbarg sich dahinter, den Vorgang zu benennen? Die Freude an der Schönheit der Bewegung? Das Glück der Beobachtung? Das Bedürfnis vergängliche Schönheit, einen Augenblick, zu bannen?
Über welche Brücken ging wohl, dieser erste Laut, bis er in einer Sprache, den Impuls setzte, aus dem Laut ein Wort werden zu lassen. Welche zahllosen Wege nahm er, sich zu verwirklichen, bis er bei flattern endete.
Wie richtig und treffend erscheint uns der Klang, die wir es gelernt haben, das Wort selbstverständlich zu verwenden. Aber wie begrenzt ist dieser Gedanke, da jede Sprache ihr eigenes „Flattern“ hat, das treffend erscheint.
„Eben ist ein weißer Schmetterling, an den lila Traumfängerblüten vorbei geflattert.“
Jedes Wort, in diesem Satz, hat eine ähnliche, lange komplexe Geschichte hinter sich, damit ich diesen Satz bilden kann.
Entstammt einem wortlosen Bewusstsein, welches die Welt um sich her bezeichnen wollte, welches dem Gefängnis der eigenen Gedanken, entfliehen wollte …

07/20 PGF

DeepL

It is me a great pleasure to let you know, that i have …

So oder ähnlich, würde meine Ankündigung vermutlich klingen, wenn ich mich unvermittelt ins Englische stürzen würde, aber dafür gibt es ja Hilfe.

Welche Ankündigung? Ach so! „Alphavirus“ ist, seit dem letzten Wochenende, auch in englischer Sprache erhältlich 🙂

Nein, nicht, weil ich ein Goldeselchen entdeckt hätte, um mir die Übersetzung leisten zu können, sondern, weil ich ein wirklich spannendes Übersetzungsprogramm entdeckt habe, welches beeindruckende Ergebnisse liefert, zumindest in der (bezahlten) Abo-Version.

Welches? DeepL.

Auf der Suche nach Möglichkeiten, meine Manuskripte ins Englische zu übersetzen, war ich schon öfter. Fand aber kein Programm überzeugend genug. Ein Probekapitel, mit DeepL übersetzt, hat mich allerdings überzeugt. Da waren nicht nur Wörter übersetzt, sondern auch Stil und Stimmung. Selbst Redewendungen waren nicht einfach übertragen, sondern durch die im Englischen analog verwendeten Redewendungen ersetzt.

Deshalb machte ich mich mit DeepL an die Arbeit und habe in den letzten drei Wochen „Alphavirus“ übersetzt und dann überprüft. Die Übersetzung dauert keine fünf Sekunden, aber ich wollte das Ergebnis komplett gegenlesen.

Um ehrlich zu sein: ich bin mit einem Amerikaner groß geworden und habe Englisch als Zweitsprache schon recht gut verinnerlicht. Weil ich es beinah, wie eine Muttersprache erlernt habe, habe ich mich allerdings im Unterricht nie mit der Grammatik beschäftigt, sondern folge meinem Sprachgefühl.
Eine Übersetzung war auf dieser Basis nicht denkbar. Aber, es reichte aus, um mir ein Bild von der Arbeit von DeepL zu machen.

Die ist faszinierend und beinah erschreckend gut!
Das Programm ist noch nicht so weit, dass ich ihm eine Sprache anvertrauen würde, die ich nicht kenne. Dafür habe ich noch zu viele „Übersetzungsschwächen“ entdeckt, die aber auch darauf beruhten, dass der „Alphavirus“ kein gängiger Bestandteil der deutschen Sprache ist.

Trotzdem werde ich mich, in den kommenden Monaten, daran machen, nach und nach meine Manuskripte zu übersetzen. Beginnen werde ich mit der Aurumer-Reihe. Aber auch die für den Herbst geplante Veröffentlichung einer Kurzgeschichte, wird auf Deutsch und Englisch erfolgen.

If you want 😉 :

Have a wonderful weekend 🙂

Metaebene: Fraktal

Bei „Fraktal“ habe ich mich, zugegeben, unter Druck gesetzt: Ich wollte kein zweites „Verano“ produzieren. Um das zu gewährleisten, machte ich mir eine Vorgabe: Die Veröffentlichung erst beginnen, wenn ich eine Idee vom Ende habe.
Wenn es um Fraktale geht, recht einfach: es endet, wie es anfängt, in einer Dauerschleife 😉

Die Erfahrung mit „Verano“ war trotzdem hilfreich: blind drauf losschreiben funktioniert nicht immer.
Wie beim Schlittschuhlaufen, ist es, nach einem Sturz wichtig, wieder sicher auf den Kufen zu stehen. Mit dem Ende im Gepäck, war dies mit „Fraktal“ möglich.

Die Zahlen:

Jeder Beitrag hatte 16 bis 39 Besucher
Die Zahl der Likes schwankte zwischen 14 und 20
Die Zahl der Worte, pro Beitrag, lag zwischen 500 und 600. Es waren 13 Kapitel in 13 Beiträgen.
Der Überarbeitungslevel lag wieder bei 2, also niedrig.
Ich schrieb die Texte, auf wenig Grundlage, hatte aber immer drei, vier Tage Vorsprung vor dem veröffentlichen Beitrag.
Der Hidden Point kam nie in Frage, weil ich um das Ende wusste 🙂

Hintergründe:
Die waren zufällig. Aktuell beschäftige ich mich, sehr basal, mit Aspekten des Goldenen Schnitts und zentralen mathematischen Beobachtungen der Natur, da stolpert man automatisch über die Fraktale Geometrie.
Radweg und Wald befinden sich relativ in meiner Nähe, (also der kleine schnucklige Kilometer auf Kilometer, ohne Höhle, Moor und Dimensionsstörungen) der Rest ist Fantasie.
Aufgrund des abstrakten Hintergrundes war mir bewusst, dass ich keinen Krimi schreibe, sondern frei mit den Elementen spielen kann.
Das Bruchstückhafte der Geschichte folgt der Intention. Logik war kein Maßstab und eine gewisse Willkür erlaubt.
Linear erzählt wäre
– der Protagonist auf eine Leiche gestoßen und hätte den Täter an unterschiedlichen Schauplätzen gejagt. Dem Standard folgend ein Nobody der zum Kriminalist avanciert und die Welt rettet.
– Als kleine Horrorgeschichte hätte sich im Wald ein Monster befunden das
a) den Protagonist tötet
b) von ihm besiegt wird.
Mich ermüden solche Geschichten, deshalb mag ich sie nicht schreiben.

Fazit:

Lowlights:
– Das Kapitel 10, welches einen deutlichen Abfall des Zuspruchs zeigt. Aber ich nehme es sportlich, als fraktale Begeisterung 😉

Highlights:
– Schön fand ich, dass, die meisten Beiträge, auch nach ein paar Tagen noch gelesen wurden.
– Dass sich, die Likes und Besucherzahlen, vom Start weg hielten.
– Und bei einer eher abgefahrenen Geschichte erfreulich hoch waren.
– Die schönen Kommentare 🙂

Ich sage wieder: Herzlichen Dank für euer Aufmerksamkeit!

Die kommenden Tage wird der/das/die Blog ergebnisoffen betrieben. Ist meist eh´ so: Wenn ich mir was vornehme, bringe ich nix zu Stande, kündige ich eine Pause an, kommt schwups eine Idee um die Ecke und fragt, ob das mit ihr abgesprochen ist.

Schönen Abend
PGF

Fraktal (13)

13.

Es waren nicht mehr, als zehn Schritte und ich stand am Waldrand und vor mir lag, in hellem Vormittagslicht eine leuchtende Wiese.
Weiter östlich sah ich einen Feldweg und ich meinte, dass dort ein Fahrrad stand. Es war aber schwer zu erkennen, weil die Sonne ungünstig fiel und ich ins Gegenlicht blicken musste.
Noch einer, dachte ich, der einen Waldspaziergang unternommen hat.
Ich verharrte und betrachtete die Welt, als hätte ich sie neu betreten. Es war ein Betrachten, wie ich es, aus aller frühester Kindheit erinnerte. Die Welt ohne Ich. Reine Betrachtung, reine Schönheit, reines Glück. Wenn man den Menschen herausrechnete, war die Welt vollkommen, schön, geheimnisvoll, unglaublich tief. Das Leben, ein dünner Teppich in Mitten kalter Gestirne. Und dann kam der Mensch, sich seiner selbst bewusst in dieser Schöpfung – und schlug, wie aus dem Nichts, seine Krallen in sie.
Aber das Kind hatte keine Krallen, hatte nur Angst und Respekt und dieses tiefe Erstaunen vor der Welt in die es getreten, in die es gefallen war. Selbst ein kleines Wunder, im großen Wunder.
Das galt es zu bewahren, das galt es zu beschützen, in jedem Menschen der geboren wurde: dieses Staunen, diese Demut, dieses stumme Vertrauen, dass das Leben gut war. Dass es wert war, erfahren zu werden.
Ich schloss die Augen und atmete einige tiefe Atemzüge. Fühlte das Licht auf meinen Augenlidern. Lauschte dem Wind, der über die Grashalme strich, wie ein Liebender, über die Wange der Geliebten.
Einen kurzen Moment war ich außerhalb der Zeit.
Dann lief ich los.
Ich glitt über die Wiese, wie ein Schiff, welches, nach langer, stürmischer Fahrt, in den sicheren Hafen einkehrt. Was ja absurd, was ja vollkommen übertrieben war. Ich hatte eine Nacht im Wald verbracht, nicht mehr.
Wie hatte John Denver einst gesungen „You fill up my senses, like a night in the forest.“
Ich begann die Melodie zu summen und den Text zu denken und freute mich über dieses wundervolle Liebeslied.
Die Wiese hatte ich fast vollständig überquert.
Tatsächlich, ging sie über, in einen Feldweg und tatsächlich stand da ein Fahrrad, welches meinem Fahrrad zum Verwechseln ähnlichsah. Nur, dass das nicht sein konnte. Weil der Feldweg, auf dem ich geradelt war, definitiv hinter mir liegen musste.
Ich schüttelte den Kopf. Zufälle gibt es, dachte ich.
Der Verband an meiner Hand fiel mir ein. Damit konnte ich nie und nimmer einen Lenker halten. Ich ließ die Bluse in die Wiese fallen und ging noch die zwei Schritt weiter bis zum Feldweg.
Ich sah mich nach rechts und links um, aber niemand war zu sehen, dem das Fahrrad gehören konnte. Es stand da, als würde es auf mich warten. Wie Pferde manchmal auf ihre Besitzer warten, damit sie gemeinsam in den Sonnenaufgang reiten können.
Ich sah mich noch einmal um und hatte wieder das unbestimmte Gefühl nachsehen zu sollen, ob vielleicht jemand etwas zugestoßen war.
Einen kurzen Moment später vergaß ich diesen Gedanken, bestieg das Rad und fuhr davon.

Ende

07/20 PGF

Fraktal (12)

12.

Der Weg, den ich aus der Höhle genommen hatte, ging über in einen Wald, in dem sich der ausgetretene Pfad verlor und ich doch wieder gezwungen war, mich durch Unterholz und dichte Baumstämme zu arbeiten.
Das ärgerte mich, aber ich nahm es doch gelassener, weil der Tag hell und die Luft erfrischend war.
Erst als ich merkte, dass ich mit jedem Schritt den ich nahm, tiefer in die Erde sank, begann ich mich allmählich zu ärgern. Lag erneut ein Moor vor mir? Ich war entschlossen es darauf ankommen zu lassen. Denn, um nicht wieder in die Irre zu gehen, hatte ich mich entschieden stur immer Richtung Osten zu gehen, so musste ich irgendwann den Waldrand erreichen. Dann bist du zurück, in der Zivilisation, dachte ich und musste darüber lächeln.
Während ich lief, flackerten immer wieder Bilder der letzten Nacht vor mir auf. Wer die Frau wohl war? Ob es ihr gut ging? Ich hoffte, sie hatte sich nicht erschreckt vor mir. Vielleicht war sie eine Hexe. Oder doch nur ein feuchter Traum?
Ich schmunzelte und stellte mir vor, wie ich eine Geschichte darüberschrieb, mit dem Titel „Die Hexe vom Moor“. Aber ich mag keine Bücher. Bücher halten einem von Bewegung ab. Bücher sind wie Schlangenhäute. Es ist interessant sie mal kurz in die Hand zu nehmen und zu betrachten, aber sie sind das abgelebte Leben, eines anderen Geschöpfes und haben sonst keinen Wert.
Zu meiner Begeisterung, ging der Weg durch das Moor, heute leichter. Die Kelten hatten den Glauben, an natürliche Wege entwickelt. Wege die den Menschen zu Orten führen sollten, die für seine Reise durch die Existenz bedeutsam waren. Wenn das stimmte, dann war ich im Moment auf solch einem natürlichen Weg. Vielleicht waren hier Rehe unterwegs oder Wildschweine. Menschen hatten ihn sicher nicht angelegt.
Um nicht wieder in die Irre zu gehen, musste ich die Sonne gut im Blick behalten und während sie nach oben und Süden wanderte, mich entsprechend anpassen, um immer weiter auf dem Weg nach Osten zu bleiben.
Ich konnte die Zeit nicht abschätzen, aber nach etwa einer Stunde erreichte ich einen Waldweg. Einen breiten, angelegten Waldweg der in mitten von Buchen, geraden Weges durch den Wald führte.
Ein wenig hoffte ich, jemand zu begegnen, einem Jogger oder dem Förster, um endgültig sicher zu sein, dass ich auf dem richtigen Weg war. Aber dann dachte ich an meine herunter gekommene Erscheinung und fand, ich sollte besser glücklich sein, wenn mich niemand sah.
Entspannt wanderte ich vor mich hin und teilte meine Kräfte ein. Trotz des Hungers, fühlte ich mich kräftig genug noch ein Stück laufen zu können. Es war eher der Durst, der mir zunehmend Gedanken machte. Mein Mund war trocken und ich hatte einen metallenen Geschmack im Mund, wie nach Blut, der leicht salzig, wie Schweiß war. Ich bekam nicht mal genug Speichel zusammen, um ausspucken zu können.
Nach etwa einer weiteren halben Stunde, endete der Weg vor zwei dichten Baumreihen. Es war, als käme ich an einen Grenzübergang und stünde, vor einer Reihe Wachleuten, die darauf warteten, dass ich meine Papiere auspackte, mich auswies, damit sie darüber entscheiden konnten, ob ich weiterdurfte.
Ich war entschlossen mich durch keine Sackgasse aufhalten zu lassen. Ich war mir sicher, ziemlich exakt auf dem Weg nach Osten geblieben zu sein und es konnte kein Fehler sein, auf diesem Weg zu bleiben.
Ich steuerte auf die dicht beieinanderstehenden Bäume zu.

07/20 PGF