Alternative Fakten

Adorno hat geschrieben: „Es gibt kein richtiges Leben im falschen“, ein Satz, der seine Gültigkeit nicht verloren hat.
Ich habe mich ja, in letzter Zeit, gelegentlich über den Zeitgeist echauffiert und ich bleibe dabei, dass die Medien, die Intellektuellen liberal und/oder von links, aktuell keine gute Arbeit leisten.
Weil es mir Spaß macht. überzeichne ich, das Überzeichnete gern. Das kann ich mir erlauben, weil ich keine Reichweite habe. Wenn ich sie habe, muss ich sie verantworten.

Ich komme zurück zur, kürzlichen Meldung über 45 °C, in Deutschland.
Sie kamen nicht. Nicht mal annähernd.
Ein Grund den Klimawandel zu leugnen? Nein.
Der Klimawandel ist erkennbar. Ob er Menschen gemacht ist, wäre zu diskutieren.
Was wir unbedingt tun sollten, ist bei der Wahrheit zu bleiben.

Eine amerikanische Wetterstation hatte, nach einem Modell, errechnet, dass, wenn alle Faktoren der Berechnung, ungünstig ausfallen, die 45 °C, möglich sind. Daraus wurde: „Es werden 45 °C. Wir werden alle sterben.“

Es gibt das schöne alte Wort Rechtschaffenheit, es wäre Zeit, diese Haltung zu entstauben und damit die Hysterie zu ersetzen.

„Es gibt kein richtiges Leben im falschen“, den Klimaschutz zu unterstützen, in dem man die Unwahrheit verbreitet, führt am Ziel vorbei. Das beruht, auf der, von Eitelkeit getriebenen Haltung, auf der Seite des Guten zu stehen.

Das ist nur ein Beispiel, welches sich auf zahllose Themen übertragen lässt. Ein bisschen Lüge schadet nicht, solange es das Thema auf die Schiene setzt, scheint die Haltung zu sein. Deshalb ist der Vorwurf der alternativen Fakten ein Ping-Pong-Spiel geworden.

„Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“
Man kann es, wie ein Mantra wiederholen …

07/22 PGF

Dunkler Gedanke

Der Mensch ist stark, auf das Scheitern des anderen gestimmt. Es stimuliert seine Empathie. Wie sonst wäre der christliche Triumpf, des Mitleids über den antiken Pathos des Mitfeierns zu erklären.
Wenn es schlecht, um den anderen steht, kann man ihn bedauern, ohne Sorge, denn er ist dann, im Sinn des archaischen Überlebenskampfes, weniger bedrohlich. Er ist schwach.
Auf Erfolg reagiert der Mensch instinktiv, mit Abkühlung seiner Empathie, denn Stärke bedroht, Stärke ist bedenklich und wird besser in Zweifel gezogen, mit dem stillen Gift der Missgunst.
Die Mitfreude, ist ein Gefühl von Starken unter Starken, die erfolgreiche Sublimierung des Neiders in uns.
Das gewöhnliche Mitleid ist, in den meisten Fällen, Ausdruck und Berauschen, an der eigenen Empfindsamkeit und weniger Anteilnahme, am Befinden des anderen.

07/22 PGF